Ausgewählte Nachrichten

Sonderausschuss zu Glyphosat-Verfahren eingesetzt

Das EU-Parlament hat in einer Entschließung, die im Oktober angenommen wurde, feststellte, dass die Freigabe der so genannten "Monsanto-Papiere" des Unternehmens, das Roundup® – dessen Hauptwirkstoff Glyphosat ist – herstellt, Zweifel an der Glaubwürdigkeit einiger Studien aufkommen lässt, die bei der Sicherheitsbewertung von Glyphosat in der EU verwendet werden.  Auf Initiative der Grünen/EFA-Fraktion hat das Europäische Parlament Anfang Februar 2018 einen Sonderausschuss zum Zulassungsverfahren für Glyphosat und andere Pestizide eingerichtet. Der Sonderausschuss soll folgendes bewerten: Das Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU; Potenzielle Mängel bei der wissenschaftlichen Bewertung und Zulassung von Stoffen; Die Rolle der Europäischen Kommission bei der Erneuerung der Glyphosat-Lizenz, Mögliche Interessenkonflikte im Genehmigungsverfahren; Die Rolle der EU-Agenturen und die Frage, ob sie über ausreichend Personal und Finanzmittel verfügen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.

                                                      

Maria Heubuch (EU-Parlamentarierin "Die Grünen/EFA"):  "Wir brauchen eine völlig unabhängige Prüfung der Pestizide. Hersteller sollen ihre Produkte nicht mehr selbst prüfen, da Interessenskonflikten sonst vorprogrammiert sind. Alle erhobenen Daten, etwa über die Risiken der Pflanzengifte, müssen für die Öffentlichkeit zu 100 Prozent zugänglich gemacht werden. Nur so können andere Wissenschaftler*innen und Institute überprüfen, ob Fehler gemacht worden sind. Im Mittelpunkt muss das Vorsorgeprinzip stehen: Denn wer Pestizide erst verbietet, wenn die Insekten schon tot und die Gesundheit der Bürger*innen und Bäuer*innen ruiniert ist, bedient nur das kurzfristige Interesse von Monsanto & Co. Das ist fahrlässig."...

Andersrum, bitte! - Nachdenkenswert!

"....Andersrum, bitte!
Ich sitze in der Straßenbahn und starre auf meine Ein käufe.Ich bin eine bewusste Einkäuferin, alle Lebensmittel,die ich einkaufe, sind mit „bio“ gekennzeichnet. Und plötzlich ist mir klar: Ich will das nicht mehr. Ich kann diesenganzen Bio-Quatsch nicht mehr hören und sehen. Ich will, dass endlich jene Produkte gekennzeichnet werden, die NICHT bio sind. Weil: Bio ist das Normale, Natürliche.So, wie  e in Lebe nsmittel sein soll. Warum umalles in der Welt muss das extra gekennzeichnet werden?Andersrum wäre richtig. Alles, was mit Pestiziden behandelt,mit Zusatzstoffen vollge-pumpt oder gentechnischverändert ist, müsste dementsprechend ausgewiesensein. Also statt der Kennzeichnung „Bio-Tomaten aus Österreich“ bitte die Kennzeichnung „chemisch behandelteTomaten aus Spanien“. Statt der Kennzeichnung „Bio-Eier  aus Freilandhaltung“ bitte die Kennzeichnung „Eieraus Käfighaltung“. Und statt der Kennzeichnung „Bio-Fleisch“ bitte die Kennzeichnung „Fleisch mit Antibiotika“. Das würde unser Einkaufsverhalten nachhaltigverä ndern. Von einer Sekunde auf die andere....."  Auszug aus Eva Schlegl, "Hin und retour.101 Fahrten, die im Kopf bewegen" Morawa-Verlag 2017

Wahrheit kommt immer mehr ans Licht!

Dank mutiger, nicht "gekaufter" WissenschaftlerInnen weiltweit kommen immer neue Wahrheiten ans Licht. So hat Prof.Dr.Seralini in einer Studie Schwermetalle in glyphosathaltigen Pestiziden nachgewiesen. Der französische Wissenschaftler hat in elf glyphosathaltigen Pestiziden Schwermetalle wie Arsen, Kobalt, Nickel und Blei nachgewiesen. Außerdem zeigte seine Studie, die jüngst in der Zeitschrift „Toxicology Reports“ veröffentlicht wurde, dass Glyphosat erst in der Mischung mit Zusatzstoffen seine giftige Wirkung entfalten kann. Lesen hier mehr!

Auch dies ist ein Grund mehr sich an der Konsultation der EU-Komission als BürgerIn teilzunehmen.

Pestizide 2018 - Melden Sie jetzt sich zu Wort!

Das Umweltinstitut München informiert....." die EU-Pestizidverordnung verbietet eigentlich die Zulassung von Pestiziden, die „unannehmbare Risiken“ für die Umwelt und der darin vorkommenden Lebewesen darstellen. Trotzdem sind Insektengifte wie Imidacloprid zugelassen. Ein Teelöffel davon enthält die tödliche Dosis für mehr als eine Milliarde Bienen. Grünes Licht gab es auch für Glyphosat trotz der Krebswarnung der Weltgesundheitsorganisation.

Die EU-Kommission möchte nun die europäische Pestizidverordnung reformieren. Das ist auch dringend notwendig. Allerdings ist es keineswegs sicher, dass neue Regelungen für Pestizide auch zu Verbesserungen für Umwelt und Gesundheit führen. Als Teil dieses Reformprozesses befragt die Kommission nun uns Bürgerinnen und Bürger in einer öffentlichen Konsultation: Reichen die aktuellen Vorschriften für Pestizide aus, deren Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren? Am Ende werden wir eine neue Reform sehr einfach bewerten können: Führt sie zu mehr oder weniger Gift auf den Äckern? Die Konsultation ist der allererste Schritt.
Doch nur wenn die Diskussion über die Reform öffentlich stattfindet, können sich die Interessen der Umwelt und der Verbraucher/innen gegen die chemische Industrie durchsetzen. Deshalb ist es wichtig, dass sich viele Menschen beteiligen. Hier gehts lang!

Saat der Gier

Eine informative Dokumentation zur Einstimmung auf die Demo am kommenden Samstag 20.Januar in Tübingen...Titel "Die Saat der Gier – Wie Bayer mit Monsanto die Landwirtschaft verändern will" - Motto: Kommen Sie nach Tübingen auf den Marktplatz - doch sehen Sie erst hier oder auch hier

Mi 24.01.2018 Kinofilm "Code of survival" in Erdmannhausen

Die Veranstaltung der Firmengemeinschaft HUOBER BREZEL, ErdmannHAUSER und BioGourmet findet im Saal der Logistik statt: Ochsenweg 1, im Gewerbegebiet Erdmannhausen: Der Film "CODE OF SURVIVAL – die Geschichte vom Ende der Gentechnik" und anschließendes Gespräch mit dem Regisseur und Produzenten Bertram Verhaag. Mehr zum Film hier. Doch soviel kann verraten werden:

In der eindrücklichen Montage konfrontieren wir die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus. Wir werfen die Frage auf: In welcher Art von Landwirtschaft liegt der CODE OF SURVIVAL auf unserem Planeten.

 

 

2018 beginnt mit Protesten: In Berlin und Tübingen heißt es..... "Wir haben Agrarindustrie satt"

Aufruf Tübingen 20.01.2018 39840

Zeitgleich zur Demo in Berlin  findet in Tübingen eine Demonstration für eine zukunftsfähige Landwirtschaft statt. Am Samstag 20.1. treffen wir uns alle um 11 Uhr in Tübingen auf dem Marktplatz. "Unsere Lebensgrundlage ist bedroht! Wir können nicht länger wegschauen! Gemeinsam fordern wir eine zukunftsfähige Landwirtschaft.  Für unsere gemeinsame Zukunft!" mehr Infos gibt es hier

Dringender denn je brauchen wir eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gesundes Essen für alle! Doch wer etwas verändern will, legt sich mit der mächtigen Agrarlobby an. Deswegen müssen wir – die kraftvolle, bunte, lautstarke Bewegung auf der Straße – den Konzernen die Stirn bieten und die neue Regierung in die Pflicht nehmen. Am 20. Januar treffen sich LandwirtschaftsministerInnen aus der ganzen Welt in Berlin. Mehr Infos zur Demo in Berlin finden Sie hier

Unser Verein ruft alle zur Teilnahme an der Demo in TÜBINGEN auf! Bieten wir zusammen mit vielen FreundInnen der Agrarindustrie die Stirn!

Sie erreichen Tübingen von Ludwigsburg aus mit der Bahn um 8:16 (Ankunft 09:42), oder um 08:46 (Ankunft 10:12), oder um 09:16 (Ankunft 10:42),  von Waiblingen um 09:10 Uhr (Ankunft 10:23). Mit dem ganztägig gültigen Metropol-Ticket 21€+ 6€ je bis zu 4 weitere MitfahrerInnen kommen Sie so sehr günstig und bequem nach Tübingen und zurück!

Wir sehen uns!!

Der "Dino des Jahres" geht 2017 an....

...Joachim Ruckwied, Präsident des Deustchen Bauernverbandes, Chef des Landesbauernverbandes Ba-Wü und Präsident des europäischen Agrarverbandes. Im letzten Jahr zeichnete der Naturschutzbund "Nabu" Werner Baumann, den Bayer-Monsanto Chef aus, dessen umstrittenes Pflanzengift Glyphosat auch der diesjährige Dino-Preisträger für unverzichtbar hält. Der NABU vergibt 2017 den „Dinosaurier des Jahres“ an einen Mann, der wie kein anderer die Verantwortung der Landwirtschaft für das Artensterben abstreitet und beharrlich ein Milliarden Euro teures Subventionssystem, das zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht, vertritt. Wie lange müssen wir diesen Mann und dieses System noch ertragen?

I have a dream - Gedanken zum Jahreswechsel


…Felder, Äcker und Wiesen, Weinberge und Kleingärten, Apfel und Beerenplantagen werden nicht mehr mit Pestiziden wie Glyphosat vor- und behandelt. Zu vielen Bodenlebewesen und Insekten und Vögeln wurde in der Vergangenheit „das Leben ausgehaucht“.

…Immer mehr Menschen erkennen, dass das Insektensterben nicht nur ein Thema für ImkerInnen und Vogellieb-haberInnen ist, sondern dass alle „aus dem Häuschen sein müssten“ (s.„Der stille Tod der Bienen“ und „Freibrief für weitere Vergiftung“)

…Die Landwirte und ihre Familien haben nach langen Gesprächen ihren ganzen Mut  zusammen genommen und widersetzen sich in Zukunft den Lockangeboten der Agrochemie-Industrie. Sie besinnen sich wieder ihrer guten alten bäuerlichen Praxis der letzten Jahrhunderte  (s.Josef Feilmeiers „Betriebsanleitung für das Arbeiten ohne“)

…Immer mehr Gemeinden engagieren sich auf ihrer Gemarkung für eine pestizidfreie Landwirtschaft und engagieren in der europaweiten Bewegung „Pestizidfreie Kommune“ (s. „Das Wunder von Mals)

...VerbraucherInnen legen mehr und mehr Wert auf gute, gesunde und pestizidfreie Produkte und kaufen bewusst in Hofläden, kleinen Bioläden und auch ausgesuchten Märkten ein.

...Immer mehr spüren die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft und wissen um den CODE OF SURVIVAL Bescheid. (s.code of survival im Kino)

…Das Beispiel „ecocarrots“ macht Schule und hinterlässt nicht nur bei den coolen Socken Spuren – immer mehr Modebewusste Menschen schauen auf die Labels, die garantieren, dass keine Genbaumwolle auf unsere Haut kommt. Damit helfen sie, dass TextilarbeiterInnen und BaumwollpflückerInnen in Asien keinen Giftstoffen mehr ausliefert sind. (s. „Was hat mein T-Shirt mit Gentechnik zu tun?“)

…Kleine und große Menschen sehen mehr und mehr, dass es einen Unterschied gibt zwischen Nahrungsmitteln und LEBENsmitteln. Doch woher kommen die Pflanzen, die auf unseren Äckern wachsen? Werden sie immer teurer, wenn nur noch wenige Anbieter die Preise diktieren? (s. „Kampf ums Saatgut“, „MMM: Mexico, Mais und die multinationale Gentechnik-industrie“)

…Meldungen machen weltweit die Runde, dass Regenwälder nicht mehr brennen, um Palmöl für die Tanks der AutofahrerInnen und Soja-Futtermittel für die Futtertröge in den Industriestaaten anzubauen. Bäume atmen wieder auf, Schlangen, Brüllaffen, Jaguare, Käfer, Frösche und Papageien jauchzen und frohlocken über ihr wiedergewonnenes Leben….
…Großgrundbesitzer und Investoren geben Teile ihres früher geraubten Landes wieder an die Indios und die landlosen Kleinbauern zurück… (s.“Von Gen-Soja-Anbau, den Regenwälder Amazoniens“)
Rindfleischexporteure, Sojabarone und Palmölproduzenten müssen einsehen, dass sie sich nicht auf Kosten der Regenwälder bereichern können. Grund: die Nachfrage nach solch vergifteten Produkten fällt in den Keller.

Es sind Träume, die geträumt werden, Blicke, die gewagt werden ins nächste Jahr, in die Zukunft. Die längste dunkle Nacht ist schon vorüber - es wird wieder heller und heller. Die Gewissheit überwindet viele Zweifel, dass eine andere, eine gerechtere Welt möglich und in Teilen schon sichtbar ist.
Die zarten Flügelschläge des Kolibris – erzählt von der „grande dame d´Africa“, der kenianischen Professorin, Umweltaktivistin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises (1984) und des Friedensnobelpreises (2004) Wangari Muta Maathai – machen die Runde, ermutigen die kleinen wie großen BewohnerInnen und bewegen Mit-Menschen zum Mitschwingen, Mitsingen, Mittanzen, Mitdenken, Mitfeiern… (s.the humming bird..)

„Ich weiß nicht, warum ich mich so sehr um die Dinge kümmere. Es ist einfach so, dass etwas tief in meinem Inneren mir sagt, dass es ein Problem gibt und dass ich etwas dagegen tun muss.“ Wangari Maathai

Ich wünsche uns allen weiterhin viele Einblicke in unser Inneres, den Mut zur eigenen Veränderung und die Kraft, immer wieder JA zu sagen zum Leben und gegen die Vergiftung unserer LEBENsgrundlagen aufzustehen. Wo auch immer auf diesem einzigartigen Planeten.

Wolfgang Manuel Simon
Dezember 2017

P.S. Wenn Sie die Begriffe in den Klammern in die Suchleiste oben rechts eingeben, erhalten Sie mehr hintergründige Informationen!

Darum ist Glyphosat so gefährlich - Wahrheiten kommen langsam aber erschreckend ans Licht!

Agrarwissenschaftlerin Maria Finckh spricht in einem Interview in der Frankfurter Rundschau über ein erhöhtes Risiko für Alzheimer, Parkinson und andere bislang eher unbekannte Gefahren des Unkrautvernichters Glyphosat. Doch lesen Sie selbst hier