Ausgewählte Nachrichten

2018 beginnt mit Protesten: In Berlin und Tübingen heißt es..... "Wir haben Agrarindustrie satt"

Aufruf Tübingen 20.01.2018 39840

Zeitgleich zur Demo in Berlin  findet in Tübingen eine Demonstration für eine zukunftsfähige Landwirtschaft statt. Am Samstag 20.1. treffen wir uns alle um 11 Uhr in Tübingen auf dem Marktplatz. "Unsere Lebensgrundlage ist bedroht! Wir können nicht länger wegschauen! Gemeinsam fordern wir eine zukunftsfähige Landwirtschaft.  Für unsere gemeinsame Zukunft!" mehr Infos gibt es hier

Dringender denn je brauchen wir eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gesundes Essen für alle! Doch wer etwas verändern will, legt sich mit der mächtigen Agrarlobby an. Deswegen müssen wir – die kraftvolle, bunte, lautstarke Bewegung auf der Straße – den Konzernen die Stirn bieten und die neue Regierung in die Pflicht nehmen. Am 20. Januar treffen sich LandwirtschaftsministerInnen aus der ganzen Welt in Berlin. Mehr Infos zur Demo in Berlin finden Sie hier

Unser Verein ruft alle zur Teilnahme an der Demo in TÜBINGEN auf! Bieten wir zusammen mit vielen FreundInnen der Agrarindustrie die Stirn!

Sie erreichen Tübingen von Ludwigsburg aus mit der Bahn um 8:16 (Ankunft 09:42), oder um 08:46 (Ankunft 10:12), oder um 09:16 (Ankunft 10:42),  von Waiblingen um 09:10 Uhr (Ankunft 10:23). Mit dem ganztägig gültigen Metropol-Ticket 21€+ 6€ je bis zu 4 weitere MitfahrerInnen kommen Sie so sehr günstig und bequem nach Tübingen und zurück!

Wir sehen uns!!

Der "Dino des Jahres" geht 2017 an....

...Joachim Ruckwied, Präsident des Deustchen Bauernverbandes, Chef des Landesbauernverbandes Ba-Wü und Präsident des europäischen Agrarverbandes. Im letzten Jahr zeichnete der Naturschutzbund "Nabu" Werner Baumann, den Bayer-Monsanto Chef aus, dessen umstrittenes Pflanzengift Glyphosat auch der diesjährige Dino-Preisträger für unverzichtbar hält. Der NABU vergibt 2017 den „Dinosaurier des Jahres“ an einen Mann, der wie kein anderer die Verantwortung der Landwirtschaft für das Artensterben abstreitet und beharrlich ein Milliarden Euro teures Subventionssystem, das zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht, vertritt. Wie lange müssen wir diesen Mann und dieses System noch ertragen?

I have a dream - Gedanken zum Jahreswechsel


…Felder, Äcker und Wiesen, Weinberge und Kleingärten, Apfel und Beerenplantagen werden nicht mehr mit Pestiziden wie Glyphosat vor- und behandelt. Zu vielen Bodenlebewesen und Insekten und Vögeln wurde in der Vergangenheit „das Leben ausgehaucht“.

…Immer mehr Menschen erkennen, dass das Insektensterben nicht nur ein Thema für ImkerInnen und Vogellieb-haberInnen ist, sondern dass alle „aus dem Häuschen sein müssten“ (s.„Der stille Tod der Bienen“ und „Freibrief für weitere Vergiftung“)

…Die Landwirte und ihre Familien haben nach langen Gesprächen ihren ganzen Mut  zusammen genommen und widersetzen sich in Zukunft den Lockangeboten der Agrochemie-Industrie. Sie besinnen sich wieder ihrer guten alten bäuerlichen Praxis der letzten Jahrhunderte  (s.Josef Feilmeiers „Betriebsanleitung für das Arbeiten ohne“)

…Immer mehr Gemeinden engagieren sich auf ihrer Gemarkung für eine pestizidfreie Landwirtschaft und engagieren in der europaweiten Bewegung „Pestizidfreie Kommune“ (s. „Das Wunder von Mals)

...VerbraucherInnen legen mehr und mehr Wert auf gute, gesunde und pestizidfreie Produkte und kaufen bewusst in Hofläden, kleinen Bioläden und auch ausgesuchten Märkten ein.

...Immer mehr spüren die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft und wissen um den CODE OF SURVIVAL Bescheid. (s.code of survival im Kino)

…Das Beispiel „ecocarrots“ macht Schule und hinterlässt nicht nur bei den coolen Socken Spuren – immer mehr Modebewusste Menschen schauen auf die Labels, die garantieren, dass keine Genbaumwolle auf unsere Haut kommt. Damit helfen sie, dass TextilarbeiterInnen und BaumwollpflückerInnen in Asien keinen Giftstoffen mehr ausliefert sind. (s. „Was hat mein T-Shirt mit Gentechnik zu tun?“)

…Kleine und große Menschen sehen mehr und mehr, dass es einen Unterschied gibt zwischen Nahrungsmitteln und LEBENsmitteln. Doch woher kommen die Pflanzen, die auf unseren Äckern wachsen? Werden sie immer teurer, wenn nur noch wenige Anbieter die Preise diktieren? (s. „Kampf ums Saatgut“, „MMM: Mexico, Mais und die multinationale Gentechnik-industrie“)

…Meldungen machen weltweit die Runde, dass Regenwälder nicht mehr brennen, um Palmöl für die Tanks der AutofahrerInnen und Soja-Futtermittel für die Futtertröge in den Industriestaaten anzubauen. Bäume atmen wieder auf, Schlangen, Brüllaffen, Jaguare, Käfer, Frösche und Papageien jauchzen und frohlocken über ihr wiedergewonnenes Leben….
…Großgrundbesitzer und Investoren geben Teile ihres früher geraubten Landes wieder an die Indios und die landlosen Kleinbauern zurück… (s.“Von Gen-Soja-Anbau, den Regenwälder Amazoniens“)
Rindfleischexporteure, Sojabarone und Palmölproduzenten müssen einsehen, dass sie sich nicht auf Kosten der Regenwälder bereichern können. Grund: die Nachfrage nach solch vergifteten Produkten fällt in den Keller.

Es sind Träume, die geträumt werden, Blicke, die gewagt werden ins nächste Jahr, in die Zukunft. Die längste dunkle Nacht ist schon vorüber - es wird wieder heller und heller. Die Gewissheit überwindet viele Zweifel, dass eine andere, eine gerechtere Welt möglich und in Teilen schon sichtbar ist.
Die zarten Flügelschläge des Kolibris – erzählt von der „grande dame d´Africa“, der kenianischen Professorin, Umweltaktivistin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises (1984) und des Friedensnobelpreises (2004) Wangari Muta Maathai – machen die Runde, ermutigen die kleinen wie großen BewohnerInnen und bewegen Mit-Menschen zum Mitschwingen, Mitsingen, Mittanzen, Mitdenken, Mitfeiern… (s.the humming bird..)

„Ich weiß nicht, warum ich mich so sehr um die Dinge kümmere. Es ist einfach so, dass etwas tief in meinem Inneren mir sagt, dass es ein Problem gibt und dass ich etwas dagegen tun muss.“ Wangari Maathai

Ich wünsche uns allen weiterhin viele Einblicke in unser Inneres, den Mut zur eigenen Veränderung und die Kraft, immer wieder JA zu sagen zum Leben und gegen die Vergiftung unserer LEBENsgrundlagen aufzustehen. Wo auch immer auf diesem einzigartigen Planeten.

Wolfgang Manuel Simon
Dezember 2017

P.S. Wenn Sie die Begriffe in den Klammern in die Suchleiste oben rechts eingeben, erhalten Sie mehr hintergründige Informationen!

Darum ist Glyphosat so gefährlich - Wahrheiten kommen langsam aber erschreckend ans Licht!

Agrarwissenschaftlerin Maria Finckh spricht in einem Interview in der Frankfurter Rundschau über ein erhöhtes Risiko für Alzheimer, Parkinson und andere bislang eher unbekannte Gefahren des Unkrautvernichters Glyphosat. Doch lesen Sie selbst hier

Hilferuf von Prof.Dr.Andrioli aus Brasilien

Professor Antonio Andrioli, Vizepräsident der Universidade Federal da Fronteira Sul war auf Einladung zahlreicher deutscher Organisationen 3 Wochen auf Rundreise in Europa, um auf die Lage der Kleinbauern in Brasilien nach dem Regierungsputsch aufmerksam zu machen. Wir berichteten in der MZ vom 15.12. darüber.
Kaum wieder in Brasilien zurück, schickte er viele erschütternde Fotos und Videos als neuen Hilferuf und bittet uns um Unterstützung! Es brennt, die Polizei räumt und vergiftet die Gärten und Felder der Bauern mit Glyphosat. Erschütternde Bilder sehen Sie hier. Durch Prof.Andrioli wissen wir, dass dies alles auch geschieht, weil Großgrundbesitzer weitere Sojafelder für den Export und "fürs schnelle Geld" benötigen. Deshalb seine Bitte: Schreiben Sie an die Bundesrgeirung: "Wir fordern Sie hiermit auf, sich für einen sofortigen Stopp der Menschenrechtsverletzungen durch einen umgehenden Soja-Importstopp nach Europa einzusetzen. Die Bundesregierung hat die Pflicht, solche Menschenrechtsverletzungen zu verhindern – auch im Ausland. Deutschland ist ein Hauptimportland von Brasiliens Soja. Deshalb haben Europa und die Bundesregierung die nötigen Druckmittel dafür in der Hand. Setzen Sie sich umgehend für wirtschaftliche Sanktionen gegenüber der brasilianischen Regierung ein und stoppen Sie illegale Landräumungen zugunsten von Großgrundbesitzern!" Hier Mailadressen für den Appell, den Sie hier finden!
Auswärtiges Amt, Berlin Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; EU-Menschenrechtsausschuss Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; EU-Ausschuss für internationalen Handel Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; EU-Ausschuss für Landwirtschaft und Agrarpolitik Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Ausschuss für Menschenrechte im Deutschen Bundestag Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung im Dt. Bundestag Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Adventsgruß an alle Bäckereien

So geht´s auch - Fragen wir nach bei unserem Bäcker/bei unserer Bäckerin!

So gehts auch deefa

Und was unsere PolitikerInnen so denken und vorhaben, lesen Sie hier

Agrarwissenschaftler schlägt Alarm

Prof.Dr.Andrioli aus Brasilien war auf Vortragsreise in Deutschland und wir waren dabei - in Ulm. Am 15.12.2017 erschien ein Artikel in der Marbacher Zeitung  Agrarwissenschaftler schlägt Alarm wegen Pestiziden". Den Vortrag können Sie wie schon erwähnt hier ansehen!

Mach's ohne!!

"Auf Glyphosat kann man ersatzlos verzichten - Ein Verzicht erhöht sogar den Gesamtbetriebsertrag" - eine Aussage, die Mut macht und belegt, dass es Landwirte gibt, die ohne dieses Gift für Mensch, Tier und Umwelt auskommen. Josef Feilmeier hat eine Betriebsanleitung zusammengestellt, die aufhorchen lässt.

Die Konsumenten haben es selbst in der Hand: Gütesiegel, wie „QS“ (Qualität und Sicherheit?!?), „GQB“ (Geprüfte Qualität Bayern), „QM-Milch“ oder auch das Einheitslogo für „Ohne-Gentechnik“ interessiert es nicht, wenn Glyphosat in vollen Mengen angewendet wird. Das ist Betrug am Konsumenten, weil dieser meint, es handelt sich um Produkte ohne Rückstände. Glyphosat hat eine antibiotische Wirkung. Deshalb ist die Diskussion über Rückstandsmengen (z. B. „man müsse 1.000 Liter Bier trinken“) völlig daneben. Antibiotische Substanzen bauen immer, auch wenn nur in Spuren vorhanden, Resistenzen auf, was nachweislich allmählich zum Kollaps wird, vor allem bei Antibiotika!!! Produkte mit diesen Siegeln kaufen wir schon lange nicht mehr.

Josef Feilmeir bestätigt: Alle Futtermittel, die wir selbst herstellen oder auch nur handeln, sind garantiert ohne Tiermehl und ohne Glyphosat – und das werden sie auch immer sein!... Wer mehr über den "Landhändler" erfahren möglich, klickt auf diese Dokumentation des BR hier

Glyphosat-Erlaubnis mit Fragezeichen

Wie Sie wissen, ist Glyphosat für weitere fünf Jahre in der EU zugelassen worden. Viele kennen auch die Plagiatsvorwürfe und Beweise an die EU Behörden und sind zornig und wütend, denn es geht um unsere Gesundheit. Haben EFSA (die Europä. Lebensmittelsicherheit) und das federführende deutsche BfR wichtige Inhalte bei der Bewertung einfach von der Industrie übernommen? Das ARD-Magazin Fakt berichetete am 12.12. darüber! Sehen Sie hier

"Die Zustimmung des Vertreters der Bundesrepublik Deutschland in Brüssel zur Verlängerung der Zulassung zur Anwendung des Herbizids Glyphosat am 27. November 2017 hatte am Dienstag, 12. Dezember 2017, ein Nachspiel im Bundestag. Dazu haben die Abgeordneten der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, der SPD, der FDP und der Linken jeweils Anträge zur ersten Beratung vorgelegt, die zur weiteren Beratung an den Hauptausschuss überwiesen wurden.... Linke fordert Verbot für Glyphosat - SPD will Ausstieg aus Glyphosat-Anwendung - Grüne fordern Ende von Glyphosat und Neonikotinoiden..."  Lesen Sie hier mehr!

Friedensnobelpreis 2017 an ICAN verliehen und Stuttgarter Friedenspreis an Asli Erdogan

Wie sagte Daniele Ganser bei unserer Veranstaltung in Erdmannhausen: "Frieden ist die Basis von allem" - Wir gratulieren der weltweiten Bewegung ICAN (Kampagne für ein Atomwaffenverbot) zum heutigen Friedensnobelpreis. Die Preisverleihung mitsamt der aufrüttelnden Rede von Beratrice Fihn können Sie hier sehen!

Der diesjährige Stuttgarter Friedenspreis wude ebenfalls am 10.12.2017 an die türkische Schriftstellerin und Jorurnalistin Asli Erdogan verleihen. Auch hierzu gratulieren wir von Herzen. mehr sehen Sie hier