Ausgewählte Nachrichten

Eilaktion von Campact und Umweltinstitut

Keine Patente auf Leben!

Agrarkonzerne wie Bayer und Co. lassen immer wieder Tiere und Pflanzen patentieren, als hätten sie diese erfunden. Eigentlich wurde dieser Praxis 2017 ein Riegel vorgeschoben – ein Erfolg der jahrelangen Proteste aus der Zivilbevölkerung. Doch es gibt noch immer ein Schlupfloch. Und das wird von Konzernen ausgenutzt, um sich auch weiterhin die Jahrtausende lange züchterische Arbeit von Bäuerinnen und Bauern einzuverleiben. Zuletzt hat sich so das niederländische Unternehmen Enza Zaden vom Europäischen Patentamt (EPA) ein Patent auf eine Melone gesichert, die durch eine zufällige Mutation resistent gegen einen bestimmten Pilz ist.

Gemeinsam müssen wir mit einer neuen Aktion von der Bundesregierung fordern, diese Praxis zu stoppen.

Die Schraube, an der wir dafür drehen können, ist der Verwaltungsrat des EPA. Er tagt schon am 27. Juni. Deutschland wird dort von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) vertreten. Sie muss sich jetzt dafür einsetzen, dass die Lücke im Patentrecht geschlossen wird. Fordern Sie jetzt mit uns von Justizministerin Katarina Barley, Patente auf Tiere und Pflanzen zu stoppen! Unterschreiben die Petition an Frau Barley hier

Planet e: "Gift im Garten"

TV-Tipp: "Gift im Garten" zdf, Sonntag 3.Juni 16.30 Uhr. "Schädlingsbekämpfung mit Giften, zu viel Dünger oder Gartengeräte mit Benzinmotor und jede Menge Abgase: Die Liste der "Sünden" im heimischen Garten ist lang."

Minister Hauk und das Insektensterben - wie ignorant kann man denn angesichts dieser Situation sein?

In Gärten und auf Äckern ist es still geworden. Viele Obstbauern und ImkerInnen sprechen auch warnend vom "Stummen Frühling"! Drei Viertel aller Insekten sollen in den letzten 20 Jahren verschwunden sein. Die Politik müsse reagieren, warnen Experten. Doch ein Minister wiegelt ab, verharmlost, zündet Blendraketen und spricht "wirres Zeug"..Doch informieren Sie sich selbst hier... ab Minute 7:25. Doch schauen Sie sich auch hier den Beitrag "Vor Ort bei Insektenfreunden: Die swr-Reporterin spricht mit Menschen, die für Wildbienen kämpfen, begleitet einen Insektenforscher bei der Arbeit und besucht eine Hobby-Gärtnerin."

Viele werden denken: bei dieser Politik von P.Hauk ist "Hopfen und MALZ verloren". Doch ginge es nicht hier um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder... Immer mehr denken aber auch an MALS, der 1.pestizidfreien Kommune in Europa. Und das ist gut so. Informieren Sie sich im Buch von Alexander Schiebel "Das Wunder von Mals", dem Buch von Johann Zaller "Unser täglich Gift" oder im Pestizidbericht des NABU Ba-Wü. Freuen Sie sich mit uns auf den Kinofilm "Das Wunder von Mals", der bald auch ins Kino kommt.

"Es geht auch ohne - Man muss es nur wollen..."

Heute wollen wir zwei informative Artikel von Thomas Faltin aus der STZ vom 23.5.2018 empfehlen! "Es geht auch ohne" -" Man muss es nur wollen" wird der Landwirt Roland Waldi aus Nussloch-Maisbach zitiert.... "Das für Laien Irritierende ist – alle Pflanzenschutzmittel vom Acker zu verbannen, ist beim Getreide nicht nur möglich, sondern: „Es ist sogar ganz einfach; man muss es nur wollen", behauptet Waldi. "Hofbesitzer Roland Waldi freut sich über die Idee – und zugleich ist er traurig, weil die reale Welt der Landwirtschaft längst ganz anders aussieht. Agrarindustrie statt heile Welt. Schon vor 26 Jahren hat Waldi beschlossen, nicht mehr mitzumachen. In seinen Herden bleiben die Kälber bei den Kühen, auch auf Kraftfutter verzichtet er. Und er trat damals der Initiative Kraichgau-Korn bei, deren Landwirte komplett auf Spritzmittel verzichten und entlang ihrer Äcker Blühstreifen anlegen. „Mein Vater hätte mich damals fast vom Hof gejagt", erinnert sich Waldi: „Denn von einem Jahr zum nächsten sank der Weizenertrag von 75 auf 55 Doppelzentner pro Hektar.".... Doch lesen Sie selbst hier weiter.

Im Artikel "Pflanzenschutzmittel und Insektensterben" stellt Thomas Faltin "7 Fakten rund um Pestizide" zusammen. Lesen Sie hier.

Goltix c651c

Bild: privat. Dieser Landwirt meint aber, dass es "nicht ohne geht" - Einsatz des Herbizids Goltix® Compact auf einem Rübenacker. Im Datenblatt von BAYER lesen wir unter "Anwenderschutz...Ausbringen der Spritzbrühe: Schutzhand-schuhe + Schutzanzug tragen. Technische Schutzvorrichtungen während des Ausbringens (z.B. geschlossene Traktorkabine) können die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung ersetzen, wenn gewährleistet ist, dass sie einen vergleichbaren oder höheren Schutz bieten." Mehr über Goltix Compact von BAYER erfahren Sie hier

#Gegengift - eine Petition des NABU

Pestizideinsatz in Baden-Württemberg halbieren! Mohnbiene, Ackerhummel, Feldlerche & Co. brauchen dringend Ihre Hilfe! Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die Petition des NABU an den baden-württembergischen Landtag – für eine drastische Reduktion der in Baden-Württemberg eingesetzten Pestizidmenge. Auch wir unterstützen diese Petition des Naturschutzbundes und empfehlen in diesem Zusammenhang nochmals den Pestizidbericht 2018. Unterschreiben auch Sie diese wichtige Petition hier

Bienen weg - Regale leer?

Leere Supermarktregale.....: Das passiert, wenn die Bienen sterben! Mehr Infos hier

Welt-Bienen-Tag 20.Mai 2018

Auf die Initiative Sloweniens hin haben die Vereinten Nationen den 20. Mai dieses Jahres als ersten Welt-Bienen-Tag ausgerufen. Er soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäubern lenken und Menschen weltweit dazu motivieren, Handlungen zu deren Schutz zu setzen. Mehr Infos über Bienenretter hier

Bewusstsein schaffen: Nachhaltiger und umfassender Bienenschutz braucht das Bewusstsein und Wissen für Bienen in ihrer ganzen Vielfalt. Die CIPRA sensibilisiert mit dem Projekt «BeeAware! – Alpengemeinden für den Bienenschutz» Menschen in allen Alpenländern für die Bedeutung von Wild- und Honigbienen und trägt mit der Umsetzung konkreter Massnahmen zu deren Schutz bei. Mehr Infos gibts hier

    Biene in Apfelblüte 1bc0f          IMG 6891 2 f6764 Fotograf:Simon_Mai2018

Kein guter Tag für unsere Enkelkinder! OVERSHOT!

Ab Mittwoch heißt es "Gürtel enger schnallen" - Deutschland hat bereits nach knapp 4 Monaten seine natürlich verfügbaren Ressourcen für 2018 aufgebraucht. Das ergaben Berechnungen der Forschungsorganisation Global Footprint. Die Menschen in Deutschland lebten dann für den Rest des Jahres auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im Süden, teilte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mit. Lebten alle wie die Deutschen, bräuchten wir drei Erden. Für Mathis Wackernagel von Global Footprint ist es demnach bezeichnend, dass es auf Deutsch, Italienisch oder Französisch keinen treffenden Begriff für diesen „Overshot“, dieser Überlastung des Planeten gibt. Das sei vergleichbar mit einer Krankheit, für die der Arzt keinen Namen und nur eine vage Therapie habe.Mehr Infos z.B.über Daten zu allen Staaten und zu D finden Sie hier

Auszug: " Was sind die Ursachen dafür, dass wir unsere Ressourcen so unfassbar schnell verbrauchen?
In Deutschland tragen vor allem die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und der große Flächenbedarf – insbesondere für den Anbau von Futtermitteln für die Fleischproduktion – zur Überlastung der Erde bei. Auch die versiegelte Fläche in Deutschland wächst. Von 1992 bis 2015 nahm die versiegelte Fläche um mehr als 20 Prozent zu. Die Bodenversiegelung verursacht Konflikte mit anderen Flächennutzungsansprüchen, etwa für die landwirtschaftliche Produktion und unserem Bedarf an Waldflächen, schadet den Böden und begünstigt Hochwasser...."

Ein guter Tag für die BIENEN und uns alle

Heute am Freitag 27.04.2018 haben die EU-Mitgliedstaaten für ein Freiland-Verbot von drei besonders gefährlichen Neonicotinoiden gestimmt! Auch die deutsche Bundesregierung hat sich für das Verbot ausgesprochen. Das ist großartig, denn Neonics stehen in engem Zusammenhang mit dem dramatischen Insektensterben. Eine Frage stellt sich dennoch: Warum müssen diese Gifte in Gewächshäusern gespritzt werden?

Dieser Erfolg wäre nicht ohne die vielen UnterstützerInnen möglich gewesen, die gemeinsam für das Bienengift-Verbot gekämpft haben.  Auch wir meinen, dass diese Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten eine Aufforderung an alle ist, endlich aus der krankmachenden PESTizid-Tretmühle auszusteigen. Wir kämpfen mitb dem Aktionsbündnis Pestizidfreie Kommune (z.B.Erdmannhausen), bis wir eine echte Agrarwende erreicht haben. Dass es auch ohne chemisch-synthetische Pestizide geht, zeigt die ökologische Landwirtschaft tagtäglich. Es wird Zeit allen Ackergiften die "Rote Karte" zu zeigen!!!Aus unserem Garten 1e367

Aktion "Appell der ÄrztInnen, ApothekerInnen etc"

Vor 10 Tagen haben wir eine weitere Aktion zum Frühlingsbeginn gestartet und 80 im Gesundheitswesen Beschäftigte im Umkreis von Marbach a.N. angeschrieben. Im Appell bringen diese Berufe ihre große Sorge um die Gesundheit aller Lebewesen zum Ausdruck und fordern mit ihrer Unterschrift alle politischen wie wirtschaftlichen EntscheidungsträgerInnen in unseren Kommunen und Landkreisen auf, ernsthafte Anbaualternativen ohne Gifte zu diskutieren und diese auch umzusetzen. Sie wünschen sich, dass ein Verbot der Ausbringung von chemisch-synthetischen Pestiziden und Insektiziden endlich durchgesetzt wird. Weiter heißt es ... "Zusammen mit meinen KollegInnen appelliere ich: Die Gesundheit aller Menschen muss das Maß unseres Handeln sein – nicht die Profitinteressen international mächtiger Konzerne. Die Wahrung des Rechtes auf Gesundheit, auf gesunde biologisch angebaute Lebensmittel und eine gesunde intakte biodiverse Umwelt muss in den Fokus der gesellschaftlichen Entscheidungen gerückt werden und bedarf keiner Kompromisse."

Den Appell finden Sie hier als PDF pdfAppell Frühjahr 2018

Bitte sprechen Sie Ihren Arzt/Ihre ÄrztIn, Ihre ApothekerIn/Ihren Apotheker etc. an und legen Sie ihm diesen Appell zur Unterschrift vor! Sie können uns gerne dann darüber informieren!