Ausgewählte Nachrichten

Gelogen - vertuscht - gekauft - denunziert! Geht`s noch?

Die Nachrichten am Wochenende offenbaren Geschäftsgebahren eines Multinationalen Konzern, die bei vielen Menschen weltweit immer mehr Kopfschütteln und Zorn hervorrufen. Handelsblatt: "Franz.Justiz ermittelt gegen Monsanto" ...Die Pariser Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren gegen den Saatgut- und Pestizidhersteller Monsanto ein, weil dieser eine geheime Liste mit Kritikern in Frankreich geführt haben soll.

Juristische Probleme drohen Bayer in Frankreich auch von anderer Seite. Rund 2.000 Bürger haben den Konzern inzwischen verklagt, weil er ihr Leben gefährde. Der Beleg: Urinproben, die in Anwesenheit eines Gerichtsvollziehers abgegeben und in denen anschließend Glyphosat nachgewiesen wurde. „Pisseur de Glyphosate“ nennt sich die Gruppe. Lesen Sie mehr hier!

1 Milliarde Schadensersatz: New York, Düsseldorf - Die Klägeranwälte im dritten Prozess um das glyphosathaltige Gift  haben die Jury aufgefordert, den Monsanto-Käufer Bayer mit einer Milliarde Dollar (890 Millionen Euro) zu bestrafen. Das wäre deutlich mehr als die 159 Millionen Dollar, zu denen Bayer in den ersten beiden Prozessen verurteilt wurde.

Wir dürfen gespannt sein, welche Meldungen über die Akte BAYER/Monsanto noch über die Nachrichtenticker laufen werden. 

Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES erschreckend

Verheerende Noten - ein schlechtes vernichtendes Urteil stellt der Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES am heutigen Wochenbeginn 6.5.2019 der Menschheit aus! "Dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES zufolge sind etwa eine Million von acht Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Besonders gefährdet sind Amphibien, Korallen und viele Pflanzenarten. Verantwortlich sind Eingriffe des Menschen in die Natur." Doch lesen Sie mehr hier

Dort heißt: "Neu an dem Bericht ist, dass er den Artenschwund nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit der zweiten die Menschheit bedrohenden Krise beleuchtet, dem Klimawandel. Artenschutz und Klimaschutz gelten vielen nach wie vor als unvereinbar. Größter Streitpunkt sind Energiepflanzen wie Raps und Mais, die zwar dazu beitragen, den CO₂-Ausstoß zu verringern, aber auch große Flächen verbrauchen, was schlecht ist für die Artenvielfalt".

Stimmen zum Bericht:  „Besonders schlecht geht es Vögeln und Insekten, die in der Agrarlandschaft leben“, sagte Josef Settele, einer der leitenden Autoren des neuen Biodiversitätsberichts und Professor am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle. "Zum einen fänden sie auf den effektiv genutzten Agrarflächen keinen Lebensraum mehr. Zum anderen machen den Insekten, die wiederum die Vögel ernähren, Insektizide und Insektengift produzierende Gentech-Pflanzen zu schaffen."

„Die Gentechnik trägt mit GVO-Monokulturen, hohem Pestizideinsatz und der Verengung der angebauten Sorten- und Artenvielfalt direkt zur Verdrängung bio-diverser Kulturlandschaften und zum Artensterben in der Landschaft bei“, kritisierte auch Daniela Wannemacher, Gentechnikexpertin beim Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND.

Der NABU sieht sich durch den IPBES-Bericht in seinen Forderungen nach einem grundlegenden Umbau der europäischen Agrarpolitik, einem EU-Naturschutzfonds in Höhe von 15 Milliarden Euro jährlich und der konsequenten Durchsetzung der bestehenden EU-Umweltbestimmungen im Bereich Natur-, Gewässer- und Meeresschutz bestätigt.

Dass sich Genveränderungen auch auf die Inhaltsstoffe einer Pflanze oder Farbe und Geruch ihrer Blüten auswirken können, darauf wies die gentechnikkritische Organisation Testbiotech am Beispiel der Leinsaat hin.

19.Mai: "Ein Europa für alle - gegen Nationalismus"

Kurz vor der Europawahl bäumt sich der größte Protest auf, den Europas Zivilgesellschaft je geschaffen hat. Von Bukarest bis Utrecht, von Malmö bis Wien – mit Zehn/ja Hunderttausenden Menschen gehen BürgerInnen europaweit auf die Straße. Mittendrin: Stuttgart. In 18 Städten und in einem starken Bündnis zeigen auch die BürgerInnen unserer Region, dass wir genug haben von rechten Parolen und Angstmacherei. Überall demonstrieren wir für „Ein Europa für Alle". Ein Europa, das Menschenrechte schützt, Solidarität lebt und konsequent gegen die Klimakrise und für eine Wende auch in der AGARPOLITIK kämpft.

Dafür müssen möglichst viele Menschen wählen gehen. Denn: Die Rechten fahren nur dann einen großen Sieg ein, wenn alles so läuft wie bei der jüngsten Europawahl. Damals gingen nur 43 Prozent der Europäer*innen zur Wahl. Viele fühlen dieses Jahr aber:  Zu Hause bleiben geht diesmal nicht – und dafür brauchen wir Sie!

Mit gleich 18 Demonstrationen erinnert das demokratische Europa ganz daran, wie wichtig jede einzelne Stimme ist. Seien Sie in Stuttgart mit dabei – gegen Nationalismus, für Vielfalt, Klimaschutz und ein sozialeres Europa. Cris Cosmo und weitere Musiker*innen bringen Stuttgart zum Tanzen. Auch der ADFC Ba-Wü lädt zur Rad-Sternfahrt nach Stuttgart ein! Mehr hier!

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Welt ohne Insekten? Neue Ausgabe von "planet )e"

Eine stabile Artenvielfalt ist Garant für das Überleben der Menschen auf der Erde. Doch viele tun alles, um diese Lebensgrundlage zu vernichten. Manche bringen Pestizide aus auf den Feldern, auf den Äckern, manche schauen einfach weg sind dann verwundert, wenn die Ernte ausbleibt, das Grundwasser zunehmend mit Nitraten belastet ist, die Lichtverschmutzung aufgrund des Flächenverbrauchs gerade im Umland der Ballungszentren wird Insekten und Vögeln zum Verhängnis - auch Beispiel: Insekten. Lange hat man sie als Plagegeister bekämpft. Nun drohen sie zu verschwinden.

Doch schauen Sie selbst hier die neue Ausgabe von "planet )e" an!

Anlässlich des 250.Geburtstages von Alexander von Humboldt gilt es immer wieder darauf hinzuweisen, dass "Alles mit allem zusammenhängt". Humboldt erkannte als einer der ersten, wie sehr in der Natur alles zusammenhängt. Deshalb hat er davor gewarnt, dass Eingriffe an einer Stelle an vielen anderen Orten dramtische Folgen haben können! 

"Gekaufte Agrarpolitik" - eine sehenswerte Doku

"Gekaufte Wahrheit" ist ein Kinofilm von Bertram Verhaag - "Gekaufte Agrarpolitik" ist eine sehenswerte ard- Dokumentation von Valentin Thurn und Tatjana Mischke.

"Gekaufte Wahrheit" thematisiert das Problem Gentechnik im Magnetfeld des Geldes, während "Gekaufte Agrarpolitik" das Problem des Lobbyismus in Brüssel, Berlin und anderen Hauptstädten bzgl der Verteilung der Milliarden Subventionen im Agrarsektor beleuchtet. Doch bilden Sie sich ein eigenes Urteil! Klicken Sie hier!

Die Nachdenkseiten und die SZ berichten ausführlich über eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen, die sich dem Thema Landwirtschaft und fragwürdige Verflechtungen beschäftigt.  Demnach ist die Landwirtschaftspolitik in Brüssel und Berlin durchsetzt von Abgeordneten, die auch Lobbyisten sind. Das sei ein wesentlicher Grund dafür, weshalb Umwelt und Natur, Tierwohl, Gewässer- und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen häufig auf der Strecke bleiben, lautet ein Fazit der Studie. Mehr lesen Sie hier!

Riesenerfolg für Bundestagspetition „Pestizidkontrolle“

55.817 Online-Unterschriften · 15.852 Post-Unterschriften Zusammen über 70.000 - Ein Riesenerfolg für die Initiative Pestizidkontrolle des Imkermeisters und melifera-Gründers Thomas Radetzky! Wir gratuklieren von Herzen! Lasst die Bienen, Wildbienen, Insekten und Schmetterlinge in den Bundestag!!! Da die Petition die erforderlichen Stimmen sammeln konnte, werden die Forderungen nun im Petitionsausschuss des Bundestags voraussichtlich öffentlich beraten. Thomas Radetzki wird als Initiator der Petition zu dieser Beratung eingeladen und kann sein wichtiges Anliegen persönlich vor den Abgeordneten des Ausschusses vertreten.

Das ist eine große Chance, diesem wichtigen Thema noch mehr Gehör zu verschaffen! Die Initaiatoren und Unterstützer danken allen, die dies mit ihrer Unterschrift ermöglicht haben!

Dazu passt der Beitrag des ard-Magazins "Monitor" vom 2.5.2019 "Das große Artensterben: Wie die Agrarpolitik Julia Klöckners die Artenvielfalt bedroht" - Schauen Sie hier selbst!

Obst und Gemüse - von Vitaminen und Cocktails aus Pestiziden

7 Minuten zum Nachdenken und Handeln - Pestizide auf Obst und Gemüse - die Rolle des BfR, des Umweltbundesamtes und die Einschätzung von Toxikolgen - spannend, erkenntnisreich!

"Experten raten mehr Bio-Gemüse zu kaufen, das am besten zur Jahreszeit passt."

BAYER lädt zur Hauptversammlung! Hektik, Panik, Kritik

Bayer steckt tief in der Krise. Der Konzern steht vielerorts wegen Glyphosat vor Gericht und verliert ordentlich an Wert -- seit August letzten Jahres schon mehr als 30 Milliarden Euro. Die Aktionärinnen sind wütend. "Bayer ist vom Gift gelähmt" lautete Ende März die Überschrift der SZ. Doch das ist nicht das schlimmste: Menschenrechtsverletzungen und Prozesse überall auf der Welt zeigen auf, wie der Name BAYER in Verbindung gebracht wird mit widrigen "Anschlägen" auf die Gesundheit der Menschen und der Lebensgrundlagen von Landarbeitern, Farmern Kleinbauern.

Die NGO INKOTA schreibt dazu: "Seit der Übernahme von Monsanto im Juni 2018 ist Bayer nun der größte Agrarkonzern der Welt mit Sitz in Deutschland. Die von INKOTA und Misereor gemeinsam herausgegebene Broschüre zieht für Bayers Agrarsparte Bilanz über das erste Jahr nach der Fusion: Wo steht die Integration von Monsanto? Welche Produkte und Projekte von Monsanto führt Bayer fort? Wird Bayer dank Monsanto tatsächlich „noch nachhaltiger“ werden? Und wie steht es mit der Einhaltung von Menschenrechten? Dazu werden konkrete Praktiken von Bayer (einschließlich Monsanto) näher beleuchtet – in Argentinien, Brasilien, Indien und im südlichen und östlichen Afrika." Hier geht's zur Broschüre "Advancing together?- Ein Jahr BAYER Monsanto - eine kritische Bilanz!"

Erst jüngst haben Monsantos Killerpestizide das Leben Paul des Franzosen Francois zur Hölle gemacht. Nachdem er ein inzwischen verbotenes Pestizid von Monsanto verwendet hatte, musste Paul Francois für 200 Tage ins Krankenhaus. Seitdem leidet er unter Amnesie, Krämpfen und Bewusstlosigkeit. Die jüngst bekannt gewordene Nachricht  "Französischer Bauer gewinnt Rechtsstreit gegen Monsanto - Erneute juristische Niederlage für Monsanto: Ein in Frankreich vertriebener Unkrautvernichter der Bayer-Tochter soll bei einem Bauern schwere Gesundheitsschäden verursacht haben" weckt Hoffnung und zeigt deutlich auf: Jetzt reicht`s, Herr Baumann! 

Am Freitag 26.4.trifft Paul Francois auf der Jahreshauptversammlung in Bonn auf die Hauptaktionäre - er wurde von der NGO  SumOfUs nach Bonn eingeladen. "Vor laufenden Fernsehkameras wird Paul über seine Leidensgeschichte mit Bayer-Monsanto berichten -- ein Alptraum für den Bayer Vorstand."

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 Informieren Sie sich bitte hier über diese wohl sehr wichtige Jahreshauptversammlung, auf der es auch um die Entlastung des Vorstandes gehen wird. Klicken Sie auf dieser Seite oben auf "MEDIENPOOL-sehenswert" - hier haben wir für Sie zahlreiche informative Videos zum Thema "Glyphosat, Monsanto, Bayer, Pestizideinsatz weltweit..." eingestellt.

Stell dir vor, es sind Wahlen und auch alle Insekten gehen hin...

Bald sind in Ba-Wü Kommunalwahlen und auch die Wahlen zum Europaparlament rufen uns zu den Urnen. Nicht nur das sollte zur Bürgerpflicht gehören  - einmischen geht auch und geht immer  - täglich - draußen auf der Straße, im Betrieb, in der Schule, in der Uni, in der S-Bahn, im Bus etc. Erfolgreiche Initiativen wie das bayrische "Volksbegehren Rettet die Bienen" machen Mut. Auch in Ba-Wü muss sich vieles noch ändern... nicht nur durch Wahlen.

Kennen Sie die Initiative proBiene? Sie hat die Initiative "Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt in Ba-Wü" gestartet - mit vielen Unterstützern. Informieren Sie sich hier.

Wenn wir bei unserer Wahlentscheidung auch an die Bienen, Vögel, Insekten und alle von Ackergiften bedrohte Lebewesen denken würden, oder wenn alle diese Lebewesen wählen könnten, ....was wäre dann?    Denken Sie diesen Satz einmal weiter...

Und sie fliegen wieder - und sollen das noch lange dürfen...

Brauchen wir die? Eine Welt ohne Insekten ist undenkbar: Wäre das nicht großartig? Eine Welt ganz ohne Insekten? Keine Blutsauger, kein Gepickse mehr. Doch so einfach ist das nicht. Klicken Sie hier!