Ausgewählte Nachrichten

NABU-Studie (April 2019) legt Lobbynetz des Deutschen Bauernverbands offen

Das müssen Sie lesen und bei Ihrer Wahlentscheidung berücksichtigen: Studie "Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes (DBV)" (iaw - Institut Arbeit und Wirtschaft/Universität Bremen, April 2019). Die Studie lesen Sie hier ...Und wer es humorvoller verpackt haben möchte empfehlen wir dies hier

Volksbegehren Artenschutz in Ba-Wü gestartet

Anlässlich des Weltbienentages am 20.Mai  startete "pro Biene"  mit der Unterschriftensammlung für die Zulassung des Volksbegehrens in Ba-Wü.  Denken Sie nur an den großen Erfolg der Aktion in Bayern vor wenigen Wochen. 2018 hat die UN den Weltbienentag am 20. Mai ausgerufen. Jeder kann bei der Sammlung der Unterschriften unterstützen. Die Unterschriftenlisten mit einer Anleitung und dem konkreten Gesetzentwurf stehen ab heute hier zum Download bereit. Wichtig ist, dass Sie das "Formblatt für die Beteiligung an einem Antrag auf Zulassung eines Volksbegehrens nach Artikel 59 Absatz 3 der Verfassung des Landes Baden-Württemberg" ausdrucken, ausfüllen und an die Adresse proBiene, Rosenwiesstraße 17, 70567 Stuttgart senden. Am besten drucken Sie es mehrfach aus, verteilen es in Ihrer Wohnhaus, im Kollegen-und Freundeskreis...Das Wichtige ist die Formblätter hier auszudrucken umgehend zurückzuschicken. Neben der Honigbiene, die von Imkerinnen und Imker gepflegt wird, sind viele Tier- und Pflanzenarten von Ackergiften, Nahrungsmangel und Biotopverlusten bedroht. So stehen zum Beispiel in Baden-Württemberg der Feldhamster oder das Rebhuhn auf der Liste der gefährdeten Arten. Sehr drastisch ist es bei den 420 Wildbienenarten, von denen über die Hälfte auf der Roten Liste steht. Über die Ziele des Volksbegehrens informiert die Seite https://volksbegehren-artenschutz.de.

 Wer sich darüber hinaus informieren möchte, wie ich insektenfreundlich einkaufen kann, welche Nützlinge gegen z.B. Blattläuse helfen, welche Ursachen das Insektensterben hat etc. laden wir herzlich auf die Seite des swr hier ein.

Good news: Grüner Erfolg gegen Geheimhaltung!

heute wurde der Erfolg gegen die Geheimhaltung der Glyphosat-Studien amtlich. Denn bis heute hatten Monsanto, Cheminova und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Gelegenheit Einspruch gegen ein Urteil des europäischen Gerichts einzulegen. Im März hatte das Gericht der Klage von vier Grünen Europaabgeordneten stattgeben, und festgestellt, dass das wirtschaftliche Interesse der Pestizid-Unternehmen nicht über dem Recht der Öffentlichkeit liegt, über die Gefährlichkeit von Glyphosat informiert zu werden. Die EFSA muss deswegen alle bisher geheimen Glyphosat-Studien ohne Streichungen und in Gänze veröffentlichen, damit sie von unabhängigen Wissenschaftler*innen geprüft werden können. Da der Einspruch ausgeblieben ist, werden die Studien jetzt schnell öffentlich werden. Das ist ein entscheidender Erfolg im Kampf gegen Glyphosat und der Geheimnistuerei bei der Pestizidzulassung insgesamt.

Hektarweise Geld! Die EU-Agrarmilliarden für ein krankes System

Hektarweise Geld - Schauen Sie noch vor der Wahl diese zdf Planet e Doku - diese ist sehr lehreich!!

"Für nichts gibt die EU so viel Geld aus wie für die Landwirtschaft. Fast 60 Milliarden Euro sind es jedes Jahr. Bisher. Doch es drohen Kürzungen. Ausgerechnet bei den Umweltprogrammen....Derzeit wird der EU-Haushalt neu verhandelt. Eigentlich auch eine Chance, die Agrarpolitik deutlich ökologischer auszurichten. Doch was bereits an Ergebnissen durchgesickert ist, verstört zum Beispiel das deutsche Umweltbundesamt. Es stellt sich offen gegen die aktuelle EU-Agrarpolitik und kritisiert, dass in Brüssel immer noch zu viele umweltschädliche Subventionen beibehalten werden. In Zukunft könnte sich die Situation sogar noch verschärfen: Deutliche Budgetkürzungen sollen ausgerechnet die Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) treffen, mit der bislang Umweltprogramme finanziert wurden. Für große Unsicherheit sorgt zudem die Vorstellung der Kommission, ab 2021 auf nationale Strategiepläne zu setzen. Damit würde die EU ihre Verantwortung auf die Mitgliedstaaten abwälzen. Der Weg wäre frei, um nationale Umwelt- und Klimastandards abzusenken, damit europäische Agrarprodukte auf dem Weltmarkt nicht ins Hintertreffen geraten."

26.Mai ist Wahltag! Wir haben Fragen...an die KandidatInnen!

Nicht erst seit der öffentlichen Diskussion über das besorgniserregende Insektensterben und dem Rückgang der Artenvielfalt auf heimischen Feldern, Wiesen und Gärten sind viele Bürgerinnen und Bürger besorgt. Seit der Gründung unseres Vereins vor 9 Jahren haben wir diese Problematik in die Öffentlichkeit mit vielen Veranstaltungen getragen. Und so haben wir am 4.4. auf unserer MV die Anregung von Mitgliedern gerne aufgenommen und haben die KandidatInnen der Kommunalwahlen am 26.5. angeschrieben. Denn für die WählerInnen ist es wichtig zu wissen, welche Ideen und Handlungsoptionen diese in den Räten der Gemeinden umsetzen wollen. Fragen warten auf Antworten!
"Welche Ideen haben Sie persönlich zur Lösung des Insektensterbens, des Rückgangs der Artenvielfalt in unserer Gemeinde? Was halten Sie von dem Vorschlag, dass die eigenen Grünflächen der Gemeinde pestizidfrei gehalten werden von Glyphosat und Neonicotinoide, die alle Insekten inkl. Bienen, Wildbienen, Hummeln schädigen. Vor allem die weiter zugelassenen Neonicotinoide und deren Nachfolge-Produkte verursachen nach wie vor einen weiteren Rückgang der Artenvielfalt in Flora und Fauna. Wie denken Sie darüber, dass die Gemeinde konkrete Tipps für ein pestizidfreies Gärtnern auch in privaten Grundstücken veröffentlicht? Wie finden Sie die Idee, dass Ihre Gemeinde sich den 460 anderen pestizidfreien Kommunen in Deutschland anschließt? (Quelle: www.bund.net). Darüber hinaus wollen unsere Mitglieder wissen, ob die KandidatInnen aktiv in den zu wählenden Gremien Maßnahmen wie z.B. Umwandlung von Rasenflächen in Blühwiesen, Einführung von Ackerrandstreifen über das bisherige Maß hinaus befürworten und diese zum Thema machen? Wir sind gespannt auf die Antworten der KandidatInnen. Vielleicht sprechen auch Sie diese auf dem Markt oder an den Infoständen einfach mal daraufhin an!
Wer sich über die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) informieren möchte - hier geht es ja immerhin um die Verteilung von knapp 60 Milliarden Euro - kann das hier oder hier

Wir trauern um einen guten Freund!

Bestürzt haben wir vom Tod unseres Freundes Karl Huober aus Erdmannhausen erfahren. Wir trauern um einen Anstifter der ersten Stunde, den Mitbegründer der Tageszeitung TAZ und einen großen Freund der Zivilgesellschaft. Das Schaffen und Wirken von Karl Huober war für viele eine große Bereicherung und Anstoß für eigenes Engagement. Ferner trat er stets als großzügiger und engagierter Unterstützer einzelner Initiativen auf. Seit der Gründung unseres Vereins war er uns immer wieder ein guter Ratgeber und Diskussionspartner. So unterstützte er auch die Initiative von Erdmannhausener BürgerInnen für den "Bau einer Trinkwassernutzungsanlage in einem Dorf in Amazonien". Wir erinnern uns in großer Dankbarkeit an zurückliegenden Kooperations-Veranstaltungen in der Brezelfabrik, die von so vielen unserer Mitglieder gerne besucht wurden. Karl Huober stand wie kein anderer für ein naturverbundenes und sozialgerechtes Wirtschaften. Er verkörperte und lebte das, was BürgerInnen einer demokratischen gerechten Gesellschaft auszeichnet: Engagement für Vielfalt, Courage im Alltag und Offensein für Neues. Mit Respekt und Wertschätzung behalten wir ihn in Erinnerung! Wir möchten an die Stelle auch auf die Mitteilung der Firmengemeinschaft zum Tod von Karl Heinrich Huober hinbweisen.

Europas Behörden können neue Gentechnik nicht kontrollieren

Ein Schiff wird kommen.....und würde es dann im Hamburger Hafen illegal das Sojaschrot aus den USA entladen, dessen Bohnen mit der neuen gentechnischen Methode TALEN verändert wurden ... ja dann...! Die deutschen Behörden könnten das derzeit nicht feststellen. Dass sie wegen fehlender Nachweismethoden ihren Kontrollpflichten nicht gerecht werden können, darauf wiesen einige Länder Europas nach Insiderinformationen bei einem Arbeitstreffen Ende April hin.... Hier gibt`s mehr Infos!

Gelogen - vertuscht - gekauft - denunziert! Geht`s noch?

Die Nachrichten am Wochenende offenbaren Geschäftsgebahren eines Multinationalen Konzern, die bei vielen Menschen weltweit immer mehr Kopfschütteln und Zorn hervorrufen. Handelsblatt: "Franz.Justiz ermittelt gegen Monsanto" ...Die Pariser Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren gegen den Saatgut- und Pestizidhersteller Monsanto ein, weil dieser eine geheime Liste mit Kritikern in Frankreich geführt haben soll.

Juristische Probleme drohen Bayer in Frankreich auch von anderer Seite. Rund 2.000 Bürger haben den Konzern inzwischen verklagt, weil er ihr Leben gefährde. Der Beleg: Urinproben, die in Anwesenheit eines Gerichtsvollziehers abgegeben und in denen anschließend Glyphosat nachgewiesen wurde. „Pisseur de Glyphosate“ nennt sich die Gruppe. Lesen Sie mehr hier!

1 Milliarde Schadensersatz: New York, Düsseldorf - Die Klägeranwälte im dritten Prozess um das glyphosathaltige Gift  haben die Jury aufgefordert, den Monsanto-Käufer Bayer mit einer Milliarde Dollar (890 Millionen Euro) zu bestrafen. Das wäre deutlich mehr als die 159 Millionen Dollar, zu denen Bayer in den ersten beiden Prozessen verurteilt wurde.

Wir dürfen gespannt sein, welche Meldungen über die Akte BAYER/Monsanto noch über die Nachrichtenticker laufen werden. 

Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES erschreckend

Verheerende Noten - ein schlechtes vernichtendes Urteil stellt der Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES am heutigen Wochenbeginn 6.5.2019 der Menschheit aus! "Dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES zufolge sind etwa eine Million von acht Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Besonders gefährdet sind Amphibien, Korallen und viele Pflanzenarten. Verantwortlich sind Eingriffe des Menschen in die Natur." Doch lesen Sie mehr hier

Dort heißt: "Neu an dem Bericht ist, dass er den Artenschwund nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit der zweiten die Menschheit bedrohenden Krise beleuchtet, dem Klimawandel. Artenschutz und Klimaschutz gelten vielen nach wie vor als unvereinbar. Größter Streitpunkt sind Energiepflanzen wie Raps und Mais, die zwar dazu beitragen, den CO₂-Ausstoß zu verringern, aber auch große Flächen verbrauchen, was schlecht ist für die Artenvielfalt".

Stimmen zum Bericht:  „Besonders schlecht geht es Vögeln und Insekten, die in der Agrarlandschaft leben“, sagte Josef Settele, einer der leitenden Autoren des neuen Biodiversitätsberichts und Professor am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle. "Zum einen fänden sie auf den effektiv genutzten Agrarflächen keinen Lebensraum mehr. Zum anderen machen den Insekten, die wiederum die Vögel ernähren, Insektizide und Insektengift produzierende Gentech-Pflanzen zu schaffen."

„Die Gentechnik trägt mit GVO-Monokulturen, hohem Pestizideinsatz und der Verengung der angebauten Sorten- und Artenvielfalt direkt zur Verdrängung bio-diverser Kulturlandschaften und zum Artensterben in der Landschaft bei“, kritisierte auch Daniela Wannemacher, Gentechnikexpertin beim Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND.

Der NABU sieht sich durch den IPBES-Bericht in seinen Forderungen nach einem grundlegenden Umbau der europäischen Agrarpolitik, einem EU-Naturschutzfonds in Höhe von 15 Milliarden Euro jährlich und der konsequenten Durchsetzung der bestehenden EU-Umweltbestimmungen im Bereich Natur-, Gewässer- und Meeresschutz bestätigt.

Dass sich Genveränderungen auch auf die Inhaltsstoffe einer Pflanze oder Farbe und Geruch ihrer Blüten auswirken können, darauf wies die gentechnikkritische Organisation Testbiotech am Beispiel der Leinsaat hin.

19.Mai: "Ein Europa für alle - gegen Nationalismus"

Kurz vor der Europawahl bäumt sich der größte Protest auf, den Europas Zivilgesellschaft je geschaffen hat. Von Bukarest bis Utrecht, von Malmö bis Wien – mit Zehn/ja Hunderttausenden Menschen gehen BürgerInnen europaweit auf die Straße. Mittendrin: Stuttgart. In 18 Städten und in einem starken Bündnis zeigen auch die BürgerInnen unserer Region, dass wir genug haben von rechten Parolen und Angstmacherei. Überall demonstrieren wir für „Ein Europa für Alle". Ein Europa, das Menschenrechte schützt, Solidarität lebt und konsequent gegen die Klimakrise und für eine Wende auch in der AGARPOLITIK kämpft.

Dafür müssen möglichst viele Menschen wählen gehen. Denn: Die Rechten fahren nur dann einen großen Sieg ein, wenn alles so läuft wie bei der jüngsten Europawahl. Damals gingen nur 43 Prozent der Europäer*innen zur Wahl. Viele fühlen dieses Jahr aber:  Zu Hause bleiben geht diesmal nicht – und dafür brauchen wir Sie!

Mit gleich 18 Demonstrationen erinnert das demokratische Europa ganz daran, wie wichtig jede einzelne Stimme ist. Seien Sie in Stuttgart mit dabei – gegen Nationalismus, für Vielfalt, Klimaschutz und ein sozialeres Europa. Cris Cosmo und weitere Musiker*innen bringen Stuttgart zum Tanzen. Auch der ADFC Ba-Wü lädt zur Rad-Sternfahrt nach Stuttgart ein! Mehr hier!

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