Ausgewählte Nachrichten

EU-Parlament sagt Nein zu Gen-Mais auf dem Acker

Es geht um den Anbau der Maissorten 1507 (DuPont), Bt11 (Syngenta), MON 810 (Monsanto) und um Erzeugnisse aus MON 810 sowie aus einer gentechnisch veränderten Baumwolle. Die Pflanzen sondern Gift gegen Schädlinge ab und sind teils gegen Spritzmittel resistent. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) habe die Risiken eines Anbaus nicht ausreichend geprüft, heißt es in dem Ausschusspapier, für das der grüne Europaabgeordnete Bart Staes Berichterstatter ist. Eine Zulassung sei nicht mit dem Vorsorgeprinzip des EU-Rechts vereinbar. Mit klarer Mehrheit hat das Europäische Parlament am Do.6.10.2016 den Anbau von drei Gen-Maislinien abgelehnt. Begründet hat das Parlament seine Entscheidung mit der lückenhaften Bewertung von Risiken für Umwelt und Gesundheit sowie dem undemokratischen Entscheidungsprozess. Wer sich genauer informieren möchte, hier gehts zu den Entschließungsanträgen im EU-Parlament.

Es kann jetzt ganz schnell gehen - dank SPD-Beschluss in Wolfsburg!

Heftige Wochen in Sachen TTIP&Ceta liegen hinter - und - vor uns! Ein Bericht in der Frankfurter Rundschau klärt auf. Ceta kommt schneller als gedacht. Beim Treffen der EU-Handelsminister in Bratislava zeichnet sich ab, dass das umstrittene Freihandelsabkommen Ceta die nötige Unterstützung hat. Jetzt könnte alles ganz schnell gehen.

Doch die Zivilgesellschaft in Europa hält dagegen: mit weiteren Protesten, Bürgeranträgen auch in Ba-Wü - s.Volkantrag gegen CETA und mit Klagen vor dem BVG (Verhandlung am 12.10., Urteilsverkündung am 13.10´.) - informieren Sie sich hier.. Sie erfahren dort etwas darüber, dass das Grundgesetz eine vorläufige Anwendung von CETA verbietet, dass die SPD bisher im Bundestag EFFEKTIV verhindert hat, dass ernsthaft über den Inhalt von CETA diskutiert werden konnte.

Beteiligen Sie sich auch an der Umfrage von campact - wie solls weitergehen? Hier!!!

Wie sagte doch der Nobelpreisträger-Ökonom Joseph Stiglitz: "Das, was Großkonzerne sich im politischen Prozess nicht holen konnten, das versuchen sie jetzt durch die Hintertüre der Handelsabkommen zu erreichen." Es geht bei CETA gar nicht um Freihandel, sondern um Freistellung der Globalkonzerne von Recht und Gesetz, um einen Generalangriff gegen die demokratisch gewählten Parlamente in den Städten, Kommunen, Landkreisen, Länder und im Bund. 

Was für ein Erfolg!! und wir mittendrin!

Die Marbacher Zeitung hat im Schaukasten ihrer Freitagsausgabe unseren Artikel abgedruckt. Herzlichen Dank!

Gottfried Härle auf der Kundgebung 17.09.2016 Stuttgart

Gottfried Härle - Familienunternehmer und qualitätsorientierter Brauer aus Leutkirch - hat in seiner Rede auf der KUndgebung vor 40 000 BürgerInnen in Stuttgart deutliche Worte in Richtung Industrie- und Handwerksverbände gefunden. Mehr Infos zu seiner Initiative  "Aufruf der Kleinen und Mittelständischen Unternehmen KMU gegen TTIP" finden Sie hier

Interview mit Harald Ebner zu "BAYSANTO"

Harald Ebner Bundestagsabgeordneter von Bündnis90/Die Grünen aus Schwäbisch-Hall findet klare Worte zum Megadeal der Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik.

Herr Ebner, kaum hatten Bayer und Monsanto letzten Mittwoch ihre Fusionsvereinbarung unterschrieben, hagelte es schon Kritik – unter anderem von den Umweltverbänden: Greenpeace sprach von einer „schlechten Nachricht für nachhaltige Landwirte, Verbraucher und die Umwelt“. Sehen Sie das ähnlich?

Die Kritik ist absolut berechtigt. Dass ein deutsches Unternehmen ausgerechnet den „bösen Buben“ der Branche unter seine Fittiche nimmt, verheißt nichts Gutes für seine Unternehmenspolitik. Zudem entsteht hier aus zwei schon jetzt großen Konzernen ein Megakonzern. Von bisher sechs großen Unternehmen auf dem Saatgutmarkt bleiben damit nur noch fünf übrig, die insgesamt aber mit mehr als 60 Prozent Anteil den Markt dominieren. Das ist in der Tat keine gute Botschaft, denn es braucht Vielfalt, um nachhaltig zu sein.

Was stört Sie mehr: Dass Bayer einen Konzern kauft, der gerade  in Deutschland auch aufgrund seines gentechnisch veränderten Saatguts einen schlechten Ruf hat oder dass Bayer-Monsanto künftig über eine gehörige Marktmacht verfügen könnte?

Beides finde ich bedenklich. Natürlich ist die Aussicht, dass hier ein Konzern mit marktbeherrschender Stellung entsteht, der weltweit knapp ein Drittel des Saatgut- und ein Viertel des Pestizidmarktes kontrolliert, sehr besorgniserregend. Aber der Trend zur Monopolisierung ist leider auch in anderen Branchen zu beobachten. Nehmen wir etwa den Lebensmittel-Einzelhandel in Deutschland: Nur vier Unternehmen beherrschen 85 Prozent des Marktes! Das Nachsehen haben die Erzeuger, die einem enormen Preisdruck ausgeliefert sind. Besonders die Bauern kommen immer stärker in Bedrängnis – weil die Konzentration auf dem Handelsmarkt, wo sie ihre Produkte verkaufen, ebenso zunimmt wie auf dem Markt, auf dem sie ihre Produktionsgrundlagen einkaufen. Wenn die Bauern durch die Monopolisierung auf dem Saatgutmarkt nur noch Saatgut bekommen, das ausschließlich in Kombination mit dem entsprechenden Pestizid funktioniert, haben sie ja gar keine andere Wahl mehr.

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CETA im Bundesrat ablehnen! Volksantrag gegen CETA ausfüllen!!

Ziel des Antrages ist es, die grün-schwarze Landesregierung dazu zu bringen, das Abkommen CETA im Bundesrat abzulehnen. Unsere Bauern kämpfen wie viele Millionen in anderen Ländern um ihre Exsitenz. Durch CETA kommen noch mehr agroindustrielle Produkte aus Kanada auf unseren Markt. Dagegen haben unsere Landwirte nicht die geringste Chance. Dazu kommt noch, dass es in Kanada keine systematische Erfassung aller Gentechnik-Pflanzen und Tiere gibt. Es gibt auch keine gesetzlich vorgeschriebenen Kennzeichnungen für gentechnisch veränderte Organismen.

Bitte informieren Sie sich zunächst auf www.volksantrag-gegen-ceta.de und füllen das Formular "Beteiligung am Volksantrag" aus. Nur so haben wir hier in Ba-Wü die Chance, CETA zu verhindern. Hier können Sie den Antrag downloaden!

"Riesenerfolg - Wir waren mitten drin!"

40 000 Menschen in Stuttgart und 7 auf einen Streich: Sieben Demonstrationen in sieben Städten. Das war großartig, bunt und bewegend. Danke, dass Sie mit uns gegen CETA und TTIP protestieren; dass Sie sich mit uns für einen ökologischen, fairen und sozialen Handel einsetzen, in dem Verbraucher- und Umweltschutz vor den Konzerninteressen stehen. Das sind die Zahlen: Berlin: 70.000, Frankfurt: 50.000, Hamburg: 65.000, Köln: 55.000, Leipzig: 15.000, München: 25.000 Insgesamt haben über 300 000 besorgter Bürgerinnen und Bürger "aller Altersklassen"  am 17.9. ihr klares NEIN gegen CETA und TTIP und TiSA auf die Straßen gebracht. Mit dem klaren Appell an Herrn Gabriel: "Machen Sie Schluss mit Ihrem Schlingerkurs im Interesse der Konzerne und das Volk". Wir werden den SPD-Parteikonvent in wenigen Tagen genauestens beobachten! Schreiben Sie noch an diesem Wochenende Herrn Gabriel eine mail und sagen Sie ihm Ihre Meinung! Und wer Anregungen benötigt, dem empfehlen wir einen Beitrag aus der Heute show vom 16.09.2016 Mittendrin 176.9.2016

17.09.2016 Stuttgart

und "er" stand auch am Rande und erinnerte uns an den Mega-Deal dieser Woche

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CETA und TTIP - Denkt auch an an diese Buchstaben: TiSA!

Genau wie TTIP und Ceta ist auch Tisa ein internationales Handelsabkommen. 23 Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation WTO verständigen sich darin über Handelserleichterungen für Dienstleistungen. Eine große Debatte findet trotzdem nicht statt. Das muss sich ändern! Wikileaks veröffentlicht Geheimpapiere - mehr hier

BAYER-MONSANTO! "Kriegs"erklärung an alle Bauern weltweit!

Bayer kauft den US-Konkurrenten Monsanto. Die Fusion schwächt den Wettbewerb und ist eine Gefahr für Verbraucher, Bauern und Angestellte. Es ist aber auch und in 1.Linie eine Kriegserkärung an Milliarden LandarbeiterInnen, Bauernfamilien, traditionellen "SaatgutsammlerInnen", an die Hungernden dieser Welt und eine Kriegserklärung an alle Lebewesen in Mutter Erde, Flora und Fauna. Denn egal ob Monsanto oder BAYER oder "Baysanto" - es bedeutet mehr Gift, mehr Einfalt auf den Äckern unserer Erde... Lesen Sie den Kommentar aus der TAZ

Empfehlen wollen wir den 15 Minuten ARD-Beitrag "Bayer schluckt Monsanto- Übernahme mit Risiken und Nebenwirkungen"

Und immer wieder müssen wir auf den Film "Monsanto mit Gift und Genen" von Marie-Monique Robin empfehlen! Einen aktuellen Einblick in die Verhältnisse in Argentinien liefert der Bericht ! Klicken Sie hier

Angesichts dieses 60 Milliarden-Deals wollen wir auch daran erinnern: "Immer weniger Mittel für den Kampf gegen Hunger ....Nach dem von der Welthungerhilfe entwickelten „ODA-Tracker“ stellen die G7-Staaten insgesamt für Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung seit 2010 immer weniger Mittel zur Verfügung. Die Gesamtsumme fiel von 11,3 Milliarden Dollar 2010 auf 8,65 Milliarden 2013. Während die Herausforderungen für die globale Ernährungssicherung nicht zuletzt wegen des Klimawandels zunehmen, stellen die sieben reichsten Nationen immer weniger für diese Zukunftsfrage der Menschheit bereit." Mehr dazu hier

Informatives rund um den 17.9. und CETA

Der Artikel von Maude Barlow aus Ottawa/Kanada - der großen "Kämpferin für das Menschenrecht auf Wasser" - dient zur Warnung der Europäer, denen die Gesundheit ihrer Bewohner, Widerstandfähigkeit ihrer Gemeinschaften, das Schicksal ihren öffentlichen Dienstleistungen und der Schutz ihrer natürlichen Ressourcen wichtig ist. Er beruht auf Erfahrungen aus Kanada im Kampf gegen TTIP/CETA und ISDS. Maude Barlow können Sie am Freitag, 16. September, 20.00 Uhr Forum3, Gymnasiumstr. 21 in Stuttgart zum Thema "Wasser, CETA und die Globale Zivilgesellschaft  Vor welchen Herausforderungen stehen wir – welche Perspektiven haben wir?" hören.

Den vollständigen Text dieses wichtigen Dokuments finden Sie hier