Ausgewählte Nachrichten

15.02.2017: CETA im Europaparlament Straßburg

Begeleitet von Protesten ausserhalb und innerhalb des Plenarsaals des EU-Parlaments wird heute 15.2.2017 über CETA abgestimmt. Im Parlament ist die Stimmung aufgeheizt. Die Abgeordneten der Linksfraktion GUE/NGL tragen T-Shirts mit der Aufschrift »People before Profits. Stop CETA«. Eine Linken-Abgeordnete trug während der Debatte einen Papierstapel im Arm - als Symbol für 3,5 Millionen Unterschriften gegen das Abkommen. Die niederländische Parlamentarierin Anne Marie Mineur erklärt, dass man »gerade mit Freunden« nicht so ein schlechtes Abkommen schließen könne.»Wer jetzt noch für CETA stimmt, fügt der europäischen Demokratie doppelten Schaden zu: Das Abkommen schwächt die demokratischen Institutionen gegenüber den Konzernen und der Prozess, in dem es durchgedrückt wird, untergräbt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger«, sagte Karl Bär, Sprecher des Stop-TTIP-Bündnisses und Handelsexperte vom Umweltinstitut München am Dienstag. Roland Süß vom Netzwerk Attac warnte, »CETA gefährdet die heimische Landwirtschaft, öffentliche Dienstleistungen sowie Arbeitnehmerrechte, es bedroht Umwelt und Sozialstandards.« Zudem sei weiterhin die Einrichtung von demokratisch nicht kontrollierten Institutionen wie dem gemeinsamen CETA-Ausschuss geplant. Gespannt sein dürfen wir über den Ausgang der Abstimmung!

Österreicher rütteln am Freihandel!

In unserem Nachbarland Österreich heißt es seit 23.Januar "Schlange stehen gegen TTIP und CETA" In Österreich werden in dieser Woche gegen gleich drei internationale Handelsverträge Stimmen gesammelt. Ein breite Front sammelt Stimmen gegen gleich drei internationale Abkommen. Der Unmut strahlt bis nach Brüssel aus. Gestartet hatten das Anliegen sechs sozialdemokratische Bürgermeister aus Niederösterreich, die wegen der neuen Handelsverträge Druck auf die Landwirtschaft und Subventionskürzungen im ländlichen Raum befürchteten. Ihnen angeschlossen haben sich jetzt Gewerkschaften, Gewerbetreibende, Kleinbauern-Vereinigungen, Kulturschaffende, Kirchenvertreter, die Grünen, aber auch die rechtsgerichteten Freiheitlichen. Lesen Sie hier mehr! Infos über die österreichische TTIP Bewegung finden Sie auch hier!

Brot in Not

Freier Weizen statt Konzerngetreide - eine Aktion von Agrar Aktion - ...denkt global, arbeitet deutschlandweit manchmal on-, manchmal offline, aber immer live, in Städten und in Dörfern für die Agrarwende. Wir mobilisieren für die Zukunft einer bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft ohne Gentechnik und Tierfabriken. Wir machen Druck für Veränderung, informieren und konfrontieren. Das machen wir mit allen, die wie wir die Agrarindustrie satt haben. Bitte beteiligen Sie sich hier

Wir haben es satt - Bilder einer Demo

"Wir haben es satt!": Angeführt von rund 130 Traktoren haben 18 000 Menschen in Berlin erneut lautstark protestiert – unter dem Motto: "Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen!" Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, sagte zum Auftakt: "Eine andere Agrarpolitik ist nötig und möglich – hin zu mehr Regionalität, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz. Der ökologische Landbau zeigt die Richtung, wohin es gehen muss. Diese Demonstration zum Start des Wahljahres fordert die Parteien und die Bundesregierung auf, einem "Weiter-So" in der Landwirtschaft eine klare Absage zu erteilen und die nötigen Reformen endlich in Angriff zu nehmen."  Mehr Bilder und videos hier

Machen Sie den CETA - Check mit Ihren EU-Abgeordneten!

Am 14. Februar können die Mitglieder des Europäischen Parlaments CETA stoppen. Denn dann wird das Parlament über CETA, das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada abstimmen. Daher hat das "Stop TTIP"-Bündnis europaweit eine neue Kampagne gestartet. CETA soll – ebenso wie TTIP – "Hemmnisse" für den Handel abbauen. Das geschieht jedoch vor allem im Interesse exportorientierter Großkonzerne und Investoren. Umwelt- und Verbraucherschutz werden dem untergeordnet. Besonders brisant: CETA und TTIP garantieren Konzernen Sonderklagerechte.

Viele EU-Parlamentarier*innen aller Fraktionen haben sich bereits gegen CETA ausgesprochen. Machen SIe jetzt den CETA-Check und überprüfen Sie, ob Ihr Abgeordnete*r vorhat, gegen CETA zu stimmen. Und falls nein: Fordern Sie ihn oder sie auf! Einfach Postleitzahl eingeben und los gehts!

 

Experten kritsieren das neue Gentechnikgesetz der Bundesregierung!

Es hagelte fundierte Kritik - die meisten Experten haben den Gesetzentwurf der Bundesregierung, der es ermöglichen soll, den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) zu verbieten, in einer Anhörung am 16.1.2017 im Deutschen Bundestag stark kritisiert: Die einen stellten in Frage, ob die geplante Änderung des Gentechnikgesetzes praktikabel und verfassungsgemäß ist. Andere bemängelten, dass die Agrarforschung dadurch den Anschluss ans Weltniveau verlieren könnte. Einige Experten hielten jedoch einen Gesetzentwurf des Bundesrates aus dem Jahr 2015 für geeignet, rechtssichere Anbauverbote für GVO in Deutschland zu erwirken. Informieren Sie sich hier aus 1.Hand!

Bis zur letzten Kuh - warum viele Landwirte aufgeben müssen

In ganz Europa müssen immer mehr Bauern ihre Höfe schließen. Viele Dörfer sind bereits ausgestorben. Kritiker meinen: Viele Landwirte sind selbst daran schuld, dass es ihnen schlecht geht. Denn die Krise ist auch hausgemacht. Viele Bauernfunktionäre haben den Landwirten jahrelang empfohlen, ausschließlich auf Wachstum zu setzen: Zukunftsfähigkeit durch Turbo-Kühe und Massenställe, Produkte auch für den Export.

Doch sehen Sie selbst hier die neueste Dokumentation der Reihe planet e im zdf

Gentechnik - Flickenteppich in Deutschland! NEIN DANKE!

So darf es nicht werden - meinen viele Bürgerinnen und Bürger. Die EU hat den Weg frei gemacht: Deutschland kann den Anbau von Gentechnik endlich rechtssicher verbieten. Doch der jetzt vorliegende Gesetzentwurf drückt sich um ein Anbauverbot - und will jedes der 16 Bundesländer einzeln entscheiden lassen. Damit das neue Gentechnikgesetz des Agrarministers Christian Schmidt nicht durchkommt, rufen wir dazu auf, den Appell vieler Umwelt- und Naturschutzorganisationen an Herrn Schmidt zu unterschreiben - klicken Sie hier!(( no such element: dict object['headline'] ))

Das Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region (um) Ulm hat in einem klug formulierten und detaillierten Brief ihre Bundestagsabgeordnete der Wahlkreise angeschrieben. Diesen können Sie auch als  Vorlage nutzen! Einmischen und aufmischen statt schweigen!

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Eine gute Nachricht- eine schlechte Nachricht ...

Die gute Nachricht zuerst: Kritiker des Umweltgiftes Glyphosat haben eine europäische Bürgerinitiative auf den Weg gebracht. Die EU-Kommission hat den Vorschlag zugelassen, sodass wir ab Anfang Februar beginnen können, eine Million Unterschriften zu sammlen. Die Initiative will die Kommission auffordern, den EU-Staaten ein Verbot von Glyphosat vorzuschlagen. Wir informieren weiter! Mehr Infos finden Sie auch hier

Die schlechte Nachricht erreichte uns aus Brasilien- dem hotspot des Genanbaus von Soja. Der uns sehr geschätzte Prof.Andrioli schreibt:  "Liebe ...., vielen Dank für die guten Wünschen! Wir werden sie gut gebrauchen...Wir wünschen Euch auch ein gutes Jahr 2017 zurück. Bei uns, besonders in Chapeco, wird jetzt oft gesagt, dass kein Jahr schlechter als 2016 sein kann...Politisch kommt aber noch vieles: nach dem parlamentarischen Putsch wurden die korruptesten Politikern als Bundesminister ernannt. Vielen davon mussten schon zurüktretten (u.a. der Umweltminister). Der Landwirtschaftsminister ist derzeit der grösste Sojaproduzent der Welt, nämlich Blairo Maggi, der längst weltweit bekannt ist, besonders nachdem er 2004 (damals als Gouverneuer von Mato Grosso und für 40¨der Entwaldung des Landes zuständig) als Kettensäger des Jahres von Greenpeace angekündigt wurde....

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Wir haben sie satt! Bayer, Syngenta, Wiesenhof, Edeka, Rewe ...

Wir haben sie satt, denn "mit bäuerlicher Erzeugung, traditionellem Handwerk und einer intakten Natur hat das ziemlich wenig zu tun, sondern vielmehr mit einem einträglichen Geschäft für die Konzernriesen, die sich Felder und Märkte untereinander aufteilen" BUND-newsletter).  Rechtzeitig zu Jahresbeginn und zur Demo "Wir haben es satt" in Berlin ist der Konzernatlas 2017 erschienen. Machen Sie sich schlau und ziehen Sie Konsequenzen für Ihr Einkaufs-, Konsum- und Wahlverhalten in diesem Jahr. Es gibt viel zu tun! Packen wir´s an! Gemeinsam! Wenn Sie an weiteren Materialien wie den Fleischatlas 2016, den Kohleatlas oder den Bodenatlas interssiert sind, dann klicken Sie hier  Und wer sich über ein Kurzvideo informieren möchte, klickt hier.