Ausgewählte Nachrichten

Bayer und BASF wegen Pestizid-Verkauf in Südafrika und Brasilien am Pranger

(afp) Mehrere Entwicklungsorganisationen werfen den deutschen Chemiekonzernen Bayer und BASF vor, in Südafrika und Brasilien Pestizide zu vertreiben, die in der EU nicht genehmigt sind.

In Brasilien vermarkteten beide Agrarchemiekonzerne je mindestens zwölf Wirkstoffe ohne aktuelle EU-Genehmigung. In Südafrika seien es sieben Fälle bei Bayer und vier bei BASF, heisst es in einer Studie, die Misereor, das Inkota-Netzwerk und die Rosa-Luxemburg-Stiftung am Donnerstag veröffentlichten.
Das BASF-Logo an einem Gebäude Levallois-Perret in der Nähe von Paris, aufgenommen bei Sonnenuntergang im November 2018.

Sieben der in beiden Ländern vertriebenen Wirkstoffe seien in der EU gar aufgrund von ökologischen und gesundheitlichen Gefahren explizit verboten, erklärten die Entwicklungsorganisationen. Sie kritisierten, die Konzerne verletzten mit dem Export hochgiftiger Pestizide wie Carbendazim, Chlorfenapyr und Saflufenacil ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten.

Die Studienautoren dokumentierten nach eigenen Angaben Fälle, in denen indigene Bewohner Brasiliens und Landarbeiter in Südafrika durch Produkte von Bayer und BASF zum Teil schwere Vergiftungen und andere Erkrankungen erlitten haben.

Die Unternehmen wüssten, dass die sichere Anwendung von hochgiftigen Pestiziden in Südafrika ein Mythos ist, weil beispielsweise die notwendige Schutzausrüstung fehle, kritisierte Jan Urhahn, Agrarexperte der Rosa-Luxemburg-Stiftung. In Brasilien seien Dorfbewohner durch einen Sprüheinsatz über einem Feld per Flugzeug geschädigt worden.

Obst ohne Gift - Wenn Natur die Chemie ersetzt

Äpfel und Trauben zählen zu den Lebensmitteln, bei denen am meisten Pestizide eingesetzt werden. Dabei geht es auch anders. Mit neuen Sorten und mit der Kraft der Natur. Schauen Sie hier! und lassen Sie sich begeistern!

Von Pionieren des Apfelanbaus und Winzern mit Herz und Verstand...

Blühstreifen auf den Feldern und Hühner zwischen den Obstbäumen können den Einsatz von Chemie überflüssig machen. Und wenn Verbraucher bereit sind auch Obst mit kleinen optischen Mängeln zu kaufen, fällt Landwirten der Verzicht auf Pestizide leichter.

Harald Quint aus Linau in Schleswig-Holstein ist eigentlich gelernter Bankkaufmann und studierter Jurist. Doch vor gut 10 Jahren beschloss er auszusteigen, wurde Biolandwirt und spezialisierte sich auf Obstanbau. Vieles wollte er anders machen als seine konventionellen Kollegen, experimentierte, probierte aus, fand unkonventionelle Lösungen: Die für die Ernte schädlichen Insekten wie Apfel- oder Pflaumenwickler bekämpft er nicht mit Insektiziden, sondern mit Hühnern. Damit auch bei niedrigen Temperaturen seine Obstblüten befruchtet werden, züchtet er Wildbienen. "Wir alle müssen etwas ändern", erklärt Quint. "Die Verbraucher müssen lernen, Obst zu akzeptieren, das optische Macken hat und die Landwirte müssen lernen mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie."Auch Klaus Rummel aus Nußdorf in der Pfalz ist ein Pionier: Er sieht die Zukunft des Weinanbaus in neuen Sorten. Auf eigenes Risiko züchtet er seit 30 Jahren pilzwiderstandsfähige Reben. Jetzt könnte ihm der Durchbruch gelungen sein. Mit einer Sorte, die viele Trauben hervorbringt, hat er einen fruchtigen Weißwein gekeltert. Trotzdem züchtet er weiter. "Neue Sorten braucht das Land", sagt der Winzer. "Wir sind als Landwirte in der Pflicht weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Das sind wir unseren Nachfolgern schuldig." Jutta Kienzle sucht im Namen der Obstbauern am Bodensee nach dem perfekten Blühstreifen zwischen den Bäumen. Dort fühlen sich zum Beispiel Marienkäfer wohl, die verhindern können, dass Blattläuse Früchte befallen und die Ernte gefährden. Außerdem versucht sie durch Blindverkostungen zu belegen, das Obst mit bestimmten Macken besser schmeckt, als das optisch perfekte Tafelobst der Discounter.

Wer jetzt noch Kraft und Konzentration hat, kann sich ja nochmals die Dokumentation "Europas dreckige Ernte" anschauen...

 

Heute ist Internationaler Tag des Wassers

Bitte informieren Sie sich auf wichtigen Seiten im Netz...oder auch hier. Auch wir betonen an diesem Tag und auf diesem Weg die Wichtigkeit des Menschenrechts auf Wasser, das die Grundlage ist zur Erfüllung weiterer Menschenrechte wie z.B. auf Gesundheit.

Die generalsekretärin des WBGU (des Wissenschaftlischen Beirates Globalen Umweltveränderungen) Prof.Dr.Maja Göpel) hat in einem Interview im Stern 27.2.2020 auf die Frage "...Und dann kostet ein Schweinekotelett wie viel? geantwortet: Aus heutiger Sicht: sicher viel. Aber heute ist es auch künstlich billig.In 10 bis 15 Jahren kann unser Lebensstil ganz anders aussehen, dann verschiebt sich auch, wofür wir Geld ausgeben.Das Ziel ist, dass jeder Mensch Zugang zu gesunder und nachhaltiger Nahrung hat und dass die Einkommen so hoch sind, dass jeder es sich leisten kann..Wir haben derzeit das ineffizienteste Landwirtschaftssystem aller Zeiten. Wir brauchen ungeheuer viel Energie, um die Kalorien rauszubekommen, die uns füttern. Wir haben ein Lose-lose-System gebaut: Die Menschen verlieren ihre Gesundheit, weil sie sich falsch ernähren. Die Bauern können davon nicht leben und die Natur verkümmert. Die Volkswirtschaft verliert, weil die Schäden - Übergewicht, Nährstoffmangel, erodierte Böden, Artensterben, Klimawandel- repariert und kompensiert werden müssen......

Wir brauchen eine Wende, Dinge bewusster wertzuschätzen, eine Wende in Richtung Fairness... (Quelle:Stern,27.2.2020)

Prof.Dr.Andrioli erhält den Bayr.Naturschutzpreis 2020

Prof.Dr.Andrioli auf der Demo 2020 in Berlin

Vortrag Prof.Dr.Andrioli am 7.März 2020 in Ulm- Ehingen -                                                            Danke an Theo Düllmann und Konrad Sedding von genfrei-ulm

Verschiebung der MV 2020 auf unbestimmte Zeit

Liebe Mitglieder,

der Vorstand hat auf einer Telefonkonferenz Mitte der Woche beschlossen, dass wir unsere für den 1.April 2020 eingeladenen Mitgliederversammlung leider auf unbestimmte Zeit verschieben müssen.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte "Schützen Sie sich - Bleiben Sie gesund"

Wolfgang Manuel Simon, Reinhild Holzkamp, Patric Fauth, Dieter Roux, Maria Schiele

P.S.Unsere homepage wird weiter mit wichtigen Infos bestückt - falls Sie auch etwas Wichtiges, Informatives, Erkenntnisreiches, Erhellendes mitzuteilen haben, schicken Sie es uns zu Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Wir werden schauen, ob wir dieses dann "einpflegen" können.

Zweifelhafte Glyphosat-Gutachten - Studien aus dem Fälscherlabor

"Als Behörden das Pestizid Glyphosat als ungefährlich einstuften, beriefen sie sich auch auf ein Labor, das offenbar Experimente manipuliert hat...Mehrere Tierversuchsstudien für die Zulassung des Pestizids Glyphosat stammen von einem Laborbetreiber, der offenbar Ergebnisse von Experimenten gefälscht hat. Das staatliche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt in seinem letzten Gutachten über das Unkrautvernichtungsmittel für die EU bei 14 Untersuchungen die Hamburger Firma LPT (Laboratory of Pharmacology and Toxicology) als Quelle." Mehr Infos entnehmen Sie bitte dem TAZ Artikel "Studien aus dem Fälscherlabor"

In einer Zeit....

In einer Zeit, in der manche die Vergangenheit am liebsten ganz vergessen und verdrängen würden, möchte ich noch ein kurzes und bissiges Gedicht von Erich Fried zitiieren. (gefunden auf der Seite von Lebenshaus Schwäbische Alb)

                                               Dann wieder

                                               Was keiner geglaubt haben wird
                                               was keiner gewusst haben konnte
                                               was keiner geahnt haben durfte
                                               das wird dann wieder
                                               das gewesen sein
                                               was keiner gewollt haben wollte.

                                                (Erich Fried - 1921 bis 1988)

Giftige Geschäfte: Wie deutsche Unternehmen mit gefährlichen Pestiziden Umsatz machen

Schande - mal wieder BASF und BAYER auf Kosten der Klein-Bauern in den Südstaaten - wie lange noch? Eine neue Studie zweier NGOs zeigt, dass Marktführer wie Bayer und Basf deutlich mehr hochgefährliche Pestizide verkaufen als bisher bekannt – vor allem in ärmeren Ländern mit schwacher Regulierung. Viele der dort verkauften Pestizide sind in Europa gar nicht zugelassen. Kritiker fordern eine weltweit strengere Regulierung. Sehen Sie hier! Und werden wir aktiv! Denn es geht um Millionen Menschen, um deren Gesundheit!

Bayer und BASF müssen zahlen ..

Dicamba: Bayer und BASF müssen 265 Millionen Dollar Strafe zahlen

Das Bezirksgericht in Cape Girardeau im US-Bundesstaat Missouri hat die Chemiekonzerne Bayer und BASF zu Schadenersatz und Strafe in Höhe von 265 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro) verurteilt. Die Jury sah es als erwiesen an, dass das von den beiden Unternehmen vertriebene Herbizid Dicamba eine Pfirsichplantage ruiniert hat. Die Konzerne wollen in Berufung gehen, denn die Klage ist nur die erste einer neuen Prozesswelle. mehr hier

PETITION "Gene drives stoppen"

Gene Drive Organismen sind die vielleicht gefährlichste Anwendung von Gentechnik, die bisher entwickelt wurde: Mithilfe neuer gentechnischer Verfahren wie CRISPR/Cas9 kann das Erbgut von Lebewesen grundlegend verändert und können die natürlichen Vererbungsregeln außer Kraft gesetzt werden. So lassen sich wildlebende Arten gentechnisch verändern, ersetzen oder gar ausrotten. Die Freisetzung von Gene Drive Organismen in die Natur wäre nicht rückholbar und höchst riskant. Im schlimmsten Falle könnte sie das Artensterben beschleunigen und zum Zusammenbruch ganzer Ökosysteme führen.

Wir bitten alle darum, diese Petition zu unterschreiben. Hier!