Ausgewählte Nachrichten

Nachweis neuer Gentech-Pflanzen – Man sieht nur was man weiß

Bündnis 90/Die Grünen laden ein zum Online Fachgespräch am 24.02.21, 14 Uhr

Spätestens seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2018 ist klar, dass auch mit neuen gentechnischen Verfahren wie CRISPR/Cas hergestellte Pflanzen unter die Gentechnik-Gesetzgebung der EU fallen. Sie müssen ein Zulassungsverfahren mit Risikobewertung durchlaufen und werden gekennzeichnet. Doch was ist mit Importen von Futter- und Lebensmitteln aus Ländern, die diese Produkte nicht kennzeichnen?

Dr. Anton Hofreiter und Harald Ebner diskutieren mit Vertretern der deutschen Behörden und Experten aus den Kontrolllaboren.


Anmeldung und Programm finden Sie HIER.

Unerhört: Landwirtschaftsminister Peter Hauk erteilt Sondergenehmigung für Bienenkiller!

Zuckerrüben-Saatgut, das mit Neonicotinoid behandelt wurde, ist temporär wieder erlaubt.

Im vergangenen Jahr rühmten sich Grün und Schwarz im Ländle damit, auf Druck des von proBiene angestoßenen Volksbegehrens Artenschutz – "Rettet die Bienen" Deutschlands ambitioniertestes Artenschutzgesetz auf den Weg gebracht zu haben. Doch nun hat CDU-Mann Peter Hauk der Südzucker AG per Sondergenehmigung erlaubt, vom 1. Januar bis 30. Juni auf 12.000 Hektar Ackerland Zuckerrüben-Saatgut zu verwenden, das vor der Aussatz mit einem bienengefährlichen Neonicotinoid behandelt wurde.


Lesen Sie hier mehr und schreiben Sie eine Protestmail:
Aktionsseite von proBiene

Neue Gentechnik, um dem Klimawandel zu trotzen?

Ein Bericht von Dr. Katharina Kawall

In einem Beitrag im neuen kritischen Agrarbericht 2021 gibt Dr. Katharina Kawall von der Fachstelle Gentechnik und Umwelt einen Überblick, wie Pflanzen auf den Klimawandel reagieren und wie komplex die Zusammenhänge sind. Solche Eigenschaften werden durch eine Vielzahl an Vorgängen in den Pflanzen und ihren Zellen reguliert und sind mitunter noch gar nicht vollständig verstanden.


Hier geht’s zum Bericht von Dr. Katharina Kawall.

Mit vielen Schritten die Agrarwende auf den Weg bringen

Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für Klimagerechtigkeit und globale Solidarität!

Die am 16. Januar stattfindende Demo “Wir haben es satt“ wird 2021 zur großen Bilderaktion. So können trotz Corona alle mitmachen. Ihre Fußabdrücke werden Teil eines großen Protestbildes für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Seien Sie dabei und machen Sie mit: malen, zeichnen, stempeln oder basteln Sie einen, zwei oder viele Fußabdrücke und schicken Sie Ihre Fußabdrücke nach Berlin.

Weitere Infos dazu finden Sie auf der Seite "Aktion Fußabdruck" des BUND.


Passend dazu der neue Fleischatlas 2021 mit interessanten Einblicken in die Produktionsbedingungen der Fleischindustrie, der hier bestellt oder heruntergeladen werden kann ...


... und hier noch ein Bericht von REPORT MAINZ vom 5.1.2021:
"Corona und die Schweinekrise – eine Chance für mehr Tierwohl?“.

Keine Sondergenehmigung für Bienenkiller

Agrarministerin Julia Klöckner will Sondergenehmigung für Neonicotinoide erlassen

Aufgrund eines Virusbefalls auf Zuckerrübenfeldern will Agrarministerin Julia Klöckner noch vor Weihnachten eine Sondergenehmigung für Neonicotinoide erlassen, um längst verbotene Bienengifte zurück auf den Acker zu bringen.

So soll das Verbot der EU mit einer zeitlich befristeten Ausnahmegenehmigung umgangen werden.

Dabei zeigt die Bio-Landwirtschaft längst, wie dank ihrer Fruchtfolge auch ohne Insektengifte Zuckerrüben angebaut werden können.

Doch lesen Sie mehr und unterzeichnen Sie den Eil-Appell von Campact an die Ministerin.

Verschiebung der Mitgliederversammlung

Die für den 26.11.2020 geplante Mitgliederversammlung soll im Frühhjahr 2021 abgehalten werden

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage mit wieder stark ansteigenden Infektionszahlen hat der Vorstand die Empfehlung der Landesregierung aufgenommen und beschlossen, die für den 26.11.20 geplante Mitgliederversammlung ins nächste Jahr 2021 zu verschieben.

Der Gesetzgeber hat extra für die aktuelle Situation die Möglichkeit geschaffen die Mitgliederversammlung 2020 gemeinsam mit der des Jahres 2021 durchzuführen.

Die aktuellen behördlichen Anordnungen (u.a. Begrenzung der Teilnehmerzahl) lassen eine satzungsgemäße Einberufung und Ablauf der Versammlung derzeit nicht zu.

Darüber hinaus halten wir vor dem Hintergrund der Fürsorge- und Schutzpflicht gegenüber unseren Mitgliedern eine Verschiebung für geboten. Ein Ersatztermin ist für Frühjahr 2021 geplant, so es die Situation dann zulässt.

Mit-CRISPRn oder nicht? – Informationsveranstaltung

Die auch von unserem Verein unterstützte Tagung zu den neuen Gentechniken jetzt digital!

Gerade in dieser besonderen Zeit ist Wissenstransfer und Austausch mit Expert*innen zu diesem wichtigen und aktuellen Thema besonders wichtig.

Angemeldete Teilnehmer*innen erhalten per Live-Stream barriere- und kostenfrei Zugang zum Geschehen. Mitwirken ist erwünscht – alle Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Fragen und Statements einzubringen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Aktionsbündnis CRIPRn

Bitte melden Sie sich hier an!

Teilerfolg im Pestizidprozess!

Das Landgericht Bozen hat die Ermittlungen gegen den oekom-Verlag und Vorstandsmitglieder des Umweltinstituts München eingestellt. Doch der Prozess gegen den Agrar-Referenten des Umweltinstituts Karl Bär und den Buchautor Alexander Schiebel gehen weiter.

Und sie brauchen weiter unsere Hilfe.

Alexander Schiebel hat eine Petition gestartet, die Sie hier mit Ihrer Unterschrift unterstützen können.

Pestizid-Rebellen sollen mundtot gemacht werden

Sicher erinnern Sie sich noch an den Sonntagvormittag im Oktober vor zwei Jahren, als der Filmemacher, Buchautor und Sallus-Medienpreisträger Alexander Schiebel unserer Einladung folgte und mit seinem Film „Das Wunder von Mals“ den Saal des Kino Luna in Ludwigsburg füllte. Weil er den hohen Pestizideinsatz in den Südtiroler Apfelplantagen öffentlich kritisiert, muss sich Alexander Schiebel nun vor Gericht verteidigen. Doch nicht nur Schiebel, sondern auch sein Verleger Jacob Radolff, sowie Karl Bär und weitere Mitglieder des Umweltinstituts München werden vom Südtiroler Landrat Arnold Schuler und über 1300 Landwirten verklagt. Sollten sie verurteilt werden, droht allen Angeklagten nicht nur eine Geldstrafe, sondern sogar der finanzielle Ruin.

Die Klage ist Symbol dafür, eine kritische Öffentlichkeit zu unterdrücken. Doch die Wahrheit zu sagen ist kein Verbrechen, sondern ein Menschenrecht!

Alexander Schiebel und Karl Bär kämpfen gegen den Einsatz von Ackergiften. Jetzt brauchen sie unsere Hilfe.

Stehen wir Ihnen bei!

Lesen Sie hier weiter: www.umweltinstitut.org

Unterzeichnen Sie hier: www.campact.de

Nachruf

Wir trauern um Wolfgang Manuel Simon

Wir sind voller Schmerz, dass unser lieber Vereinsvorsitzender Wolfgang Manuel Simon in den frühen Morgenstunden des 2. August 2020 von uns gegangen ist.

Mit unglaublicher Stärke, Mut, Lebensfreude und Humor hat er seiner Krankheit bis zuletzt die Stirn geboten.

Wolfgang hat den Verein im Juli 2010 mitgegründet, den er seit 2013 als Vorsitzender leitete und stark prägte. Schon in seiner Zeit als Waiblinger Stadtrat setzte er sich für den Umweltschutz ein und widmete sich seither mit seiner ganzen Willenskraft der Förderung des Natur- und Umweltschutzes sowie dem Kampf gegen die Machenschaften von multinationalen Agrokonzernen wie Bayer/Monsanto mit deren Gentechnik. Unermüdlich leistete er Aufklärungsarbeit und Informationen hin zu einer enkeltauglichen Zukunft. Er hat uns für seine Ideen begeistert und mitgerissen.

Legendär sind die von ihm gemeinsam mit Robert Trautwein, Mitbegründer des Vereins und Biolandwirt aus Kirchberg/Murr, mit dem ihm sehr viel verband, initiierten Demonstrationen 2014 und 2015, als ca. 500 Menschen, zahlreiche Landwirte mit Traktoren und sogar ein trojanisches Pferd durch die Straßen Marbachs zogen, um gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA und den Einsatz des Herbizids Glyphosat zu protestieren. Wissenschaftler, Politiker, aber auch engagierte Schüler lud er zu Vorträgen ein. Dabei schreckte er auch vor großen Namen nicht zurück.

Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Dr. Daniele Ganser zu „Illegale Kriege“, eine Kooperationsveranstaltung mit Zivil- und Friedensgesellschaften, die mit unerwarteten mehr als 1000 Zuhörern das Fassungsvermögen der Halle auf der Schray in Erdmannhausen sprengte und die Parksituation in dem kleinen Ort kurzzeitig auf den Kopf stellte.

Eine besondere Freundschaft verband ihn mit dem wohl bekanntesten Dokumentarfilmer Deutschlands Bertram Verhaag, der in seinen Filmen Menschen porträtiert, die sich bei gesellschaftlichen und umweltpolitischen Frage wie der Agrogentechnik einmischen. Zum Kinostart seiner neuesten Filme organisierte Wolfgang Veranstaltungen mit dem Filmemacher in Ludwigsburg, Backnang, Waiblingen und Fellbach, die Kinosäle füllten und die Menschen berührten.

Die Tour mit dem Filmemacher Alexander Schiebel über ein aufmüpfiges Dorf in Tirol, das „Wunder von Mals“, bestärkte uns in unserem Einsatz für Pestizidfreiheit auch in unserer Region.

Wolfgang hat uns immer wieder beflügelt und bewegt. Bis zum Schluss hat er unsere Vereinsziele mit all seiner Willenskraft vorangetrieben. Noch in der vergangenen Woche wandte er sich mit einem Artikel zum Stopp des Forschungsvorhabens von Wissenschaftsministerin Bauer zur Neuen Gentechnik an die lokale Presse. Er hatte den Menschen viel zu sagen und hat sich mit seinem ganzen Wirken für eine enkeltaugliche und gentechnikfreie Natur und Zukunft eingesetzt.

Seine Visionen und sein unermüdlicher Tatendrang werden uns fehlen.

Wir werden Wolfgang stets in wundervoller Erinnerung bewahren.

Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Reinhild Holzkamp, Patric Fauth, Maria Schiele, Dieter Roux


womasimon nachruf


Ein Film mit paradiesischen Bildern, der Wolfgang in den letzten Wochen tief bewegte: "Human"