Ausgewählte Nachrichten

26.Mai ist Wahltag! Wir haben Fragen...an die KandidatInnen!

Nicht erst seit der öffentlichen Diskussion über das besorgniserregende Insektensterben und dem Rückgang der Artenvielfalt auf heimischen Feldern, Wiesen und Gärten sind viele Bürgerinnen und Bürger besorgt. Seit der Gründung unseres Vereins vor 9 Jahren haben wir diese Problematik in die Öffentlichkeit mit vielen Veranstaltungen getragen. Und so haben wir am 4.4. auf unserer MV die Anregung von Mitgliedern gerne aufgenommen und haben die KandidatInnen der Kommunalwahlen am 26.5. angeschrieben. Denn für die WählerInnen ist es wichtig zu wissen, welche Ideen und Handlungsoptionen diese in den Räten der Gemeinden umsetzen wollen. Fragen warten auf Antworten!
"Welche Ideen haben Sie persönlich zur Lösung des Insektensterbens, des Rückgangs der Artenvielfalt in unserer Gemeinde? Was halten Sie von dem Vorschlag, dass die eigenen Grünflächen der Gemeinde pestizidfrei gehalten werden von Glyphosat und Neonicotinoide, die alle Insekten inkl. Bienen, Wildbienen, Hummeln schädigen. Vor allem die weiter zugelassenen Neonicotinoide und deren Nachfolge-Produkte verursachen nach wie vor einen weiteren Rückgang der Artenvielfalt in Flora und Fauna. Wie denken Sie darüber, dass die Gemeinde konkrete Tipps für ein pestizidfreies Gärtnern auch in privaten Grundstücken veröffentlicht? Wie finden Sie die Idee, dass Ihre Gemeinde sich den 460 anderen pestizidfreien Kommunen in Deutschland anschließt? (Quelle: www.bund.net). Darüber hinaus wollen unsere Mitglieder wissen, ob die KandidatInnen aktiv in den zu wählenden Gremien Maßnahmen wie z.B. Umwandlung von Rasenflächen in Blühwiesen, Einführung von Ackerrandstreifen über das bisherige Maß hinaus befürworten und diese zum Thema machen? Wir sind gespannt auf die Antworten der KandidatInnen. Vielleicht sprechen auch Sie diese auf dem Markt oder an den Infoständen einfach mal daraufhin an!
Wer sich über die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) informieren möchte - hier geht es ja immerhin um die Verteilung von knapp 60 Milliarden Euro - kann das hier oder hier

Wir trauern um einen guten Freund!

Bestürzt haben wir vom Tod unseres Freundes Karl Huober aus Erdmannhausen erfahren. Wir trauern um einen Anstifter der ersten Stunde, den Mitbegründer der Tageszeitung TAZ und einen großen Freund der Zivilgesellschaft. Das Schaffen und Wirken von Karl Huober war für viele eine große Bereicherung und Anstoß für eigenes Engagement. Ferner trat er stets als großzügiger und engagierter Unterstützer einzelner Initiativen auf. Seit der Gründung unseres Vereins war er uns immer wieder ein guter Ratgeber und Diskussionspartner. So unterstützte er auch die Initiative von Erdmannhausener BürgerInnen für den "Bau einer Trinkwassernutzungsanlage in einem Dorf in Amazonien". Wir erinnern uns in großer Dankbarkeit an zurückliegenden Kooperations-Veranstaltungen in der Brezelfabrik, die von so vielen unserer Mitglieder gerne besucht wurden. Karl Huober stand wie kein anderer für ein naturverbundenes und sozialgerechtes Wirtschaften. Er verkörperte und lebte das, was BürgerInnen einer demokratischen gerechten Gesellschaft auszeichnet: Engagement für Vielfalt, Courage im Alltag und Offensein für Neues. Mit Respekt und Wertschätzung behalten wir ihn in Erinnerung! Wir möchten an die Stelle auch auf die Mitteilung der Firmengemeinschaft zum Tod von Karl Heinrich Huober hinbweisen.

Europas Behörden können neue Gentechnik nicht kontrollieren

Ein Schiff wird kommen.....und würde es dann im Hamburger Hafen illegal das Sojaschrot aus den USA entladen, dessen Bohnen mit der neuen gentechnischen Methode TALEN verändert wurden ... ja dann...! Die deutschen Behörden könnten das derzeit nicht feststellen. Dass sie wegen fehlender Nachweismethoden ihren Kontrollpflichten nicht gerecht werden können, darauf wiesen einige Länder Europas nach Insiderinformationen bei einem Arbeitstreffen Ende April hin.... Hier gibt`s mehr Infos!

Gelogen - vertuscht - gekauft - denunziert! Geht`s noch?

Die Nachrichten am Wochenende offenbaren Geschäftsgebahren eines Multinationalen Konzern, die bei vielen Menschen weltweit immer mehr Kopfschütteln und Zorn hervorrufen. Handelsblatt: "Franz.Justiz ermittelt gegen Monsanto" ...Die Pariser Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren gegen den Saatgut- und Pestizidhersteller Monsanto ein, weil dieser eine geheime Liste mit Kritikern in Frankreich geführt haben soll.

Juristische Probleme drohen Bayer in Frankreich auch von anderer Seite. Rund 2.000 Bürger haben den Konzern inzwischen verklagt, weil er ihr Leben gefährde. Der Beleg: Urinproben, die in Anwesenheit eines Gerichtsvollziehers abgegeben und in denen anschließend Glyphosat nachgewiesen wurde. „Pisseur de Glyphosate“ nennt sich die Gruppe. Lesen Sie mehr hier!

1 Milliarde Schadensersatz: New York, Düsseldorf - Die Klägeranwälte im dritten Prozess um das glyphosathaltige Gift  haben die Jury aufgefordert, den Monsanto-Käufer Bayer mit einer Milliarde Dollar (890 Millionen Euro) zu bestrafen. Das wäre deutlich mehr als die 159 Millionen Dollar, zu denen Bayer in den ersten beiden Prozessen verurteilt wurde.

Wir dürfen gespannt sein, welche Meldungen über die Akte BAYER/Monsanto noch über die Nachrichtenticker laufen werden. 

Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES erschreckend

Verheerende Noten - ein schlechtes vernichtendes Urteil stellt der Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES am heutigen Wochenbeginn 6.5.2019 der Menschheit aus! "Dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES zufolge sind etwa eine Million von acht Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Besonders gefährdet sind Amphibien, Korallen und viele Pflanzenarten. Verantwortlich sind Eingriffe des Menschen in die Natur." Doch lesen Sie mehr hier

Dort heißt: "Neu an dem Bericht ist, dass er den Artenschwund nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit der zweiten die Menschheit bedrohenden Krise beleuchtet, dem Klimawandel. Artenschutz und Klimaschutz gelten vielen nach wie vor als unvereinbar. Größter Streitpunkt sind Energiepflanzen wie Raps und Mais, die zwar dazu beitragen, den CO₂-Ausstoß zu verringern, aber auch große Flächen verbrauchen, was schlecht ist für die Artenvielfalt".

Stimmen zum Bericht:  „Besonders schlecht geht es Vögeln und Insekten, die in der Agrarlandschaft leben“, sagte Josef Settele, einer der leitenden Autoren des neuen Biodiversitätsberichts und Professor am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle. "Zum einen fänden sie auf den effektiv genutzten Agrarflächen keinen Lebensraum mehr. Zum anderen machen den Insekten, die wiederum die Vögel ernähren, Insektizide und Insektengift produzierende Gentech-Pflanzen zu schaffen."

„Die Gentechnik trägt mit GVO-Monokulturen, hohem Pestizideinsatz und der Verengung der angebauten Sorten- und Artenvielfalt direkt zur Verdrängung bio-diverser Kulturlandschaften und zum Artensterben in der Landschaft bei“, kritisierte auch Daniela Wannemacher, Gentechnikexpertin beim Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND.

Der NABU sieht sich durch den IPBES-Bericht in seinen Forderungen nach einem grundlegenden Umbau der europäischen Agrarpolitik, einem EU-Naturschutzfonds in Höhe von 15 Milliarden Euro jährlich und der konsequenten Durchsetzung der bestehenden EU-Umweltbestimmungen im Bereich Natur-, Gewässer- und Meeresschutz bestätigt.

Dass sich Genveränderungen auch auf die Inhaltsstoffe einer Pflanze oder Farbe und Geruch ihrer Blüten auswirken können, darauf wies die gentechnikkritische Organisation Testbiotech am Beispiel der Leinsaat hin.

19.Mai: "Ein Europa für alle - gegen Nationalismus"

Kurz vor der Europawahl bäumt sich der größte Protest auf, den Europas Zivilgesellschaft je geschaffen hat. Von Bukarest bis Utrecht, von Malmö bis Wien – mit Zehn/ja Hunderttausenden Menschen gehen BürgerInnen europaweit auf die Straße. Mittendrin: Stuttgart. In 18 Städten und in einem starken Bündnis zeigen auch die BürgerInnen unserer Region, dass wir genug haben von rechten Parolen und Angstmacherei. Überall demonstrieren wir für „Ein Europa für Alle". Ein Europa, das Menschenrechte schützt, Solidarität lebt und konsequent gegen die Klimakrise und für eine Wende auch in der AGARPOLITIK kämpft.

Dafür müssen möglichst viele Menschen wählen gehen. Denn: Die Rechten fahren nur dann einen großen Sieg ein, wenn alles so läuft wie bei der jüngsten Europawahl. Damals gingen nur 43 Prozent der Europäer*innen zur Wahl. Viele fühlen dieses Jahr aber:  Zu Hause bleiben geht diesmal nicht – und dafür brauchen wir Sie!

Mit gleich 18 Demonstrationen erinnert das demokratische Europa ganz daran, wie wichtig jede einzelne Stimme ist. Seien Sie in Stuttgart mit dabei – gegen Nationalismus, für Vielfalt, Klimaschutz und ein sozialeres Europa. Cris Cosmo und weitere Musiker*innen bringen Stuttgart zum Tanzen. Auch der ADFC Ba-Wü lädt zur Rad-Sternfahrt nach Stuttgart ein! Mehr hier!

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Welt ohne Insekten? Neue Ausgabe von "planet )e"

Eine stabile Artenvielfalt ist Garant für das Überleben der Menschen auf der Erde. Doch viele tun alles, um diese Lebensgrundlage zu vernichten. Manche bringen Pestizide aus auf den Feldern, auf den Äckern, manche schauen einfach weg sind dann verwundert, wenn die Ernte ausbleibt, das Grundwasser zunehmend mit Nitraten belastet ist, die Lichtverschmutzung aufgrund des Flächenverbrauchs gerade im Umland der Ballungszentren wird Insekten und Vögeln zum Verhängnis - auch Beispiel: Insekten. Lange hat man sie als Plagegeister bekämpft. Nun drohen sie zu verschwinden.

Doch schauen Sie selbst hier die neue Ausgabe von "planet )e" an!

Anlässlich des 250.Geburtstages von Alexander von Humboldt gilt es immer wieder darauf hinzuweisen, dass "Alles mit allem zusammenhängt". Humboldt erkannte als einer der ersten, wie sehr in der Natur alles zusammenhängt. Deshalb hat er davor gewarnt, dass Eingriffe an einer Stelle an vielen anderen Orten dramtische Folgen haben können! 

"Gekaufte Agrarpolitik" - eine sehenswerte Doku

"Gekaufte Wahrheit" ist ein Kinofilm von Bertram Verhaag - "Gekaufte Agrarpolitik" ist eine sehenswerte ard- Dokumentation von Valentin Thurn und Tatjana Mischke.

"Gekaufte Wahrheit" thematisiert das Problem Gentechnik im Magnetfeld des Geldes, während "Gekaufte Agrarpolitik" das Problem des Lobbyismus in Brüssel, Berlin und anderen Hauptstädten bzgl der Verteilung der Milliarden Subventionen im Agrarsektor beleuchtet. Doch bilden Sie sich ein eigenes Urteil! Klicken Sie hier!

Die Nachdenkseiten und die SZ berichten ausführlich über eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen, die sich dem Thema Landwirtschaft und fragwürdige Verflechtungen beschäftigt.  Demnach ist die Landwirtschaftspolitik in Brüssel und Berlin durchsetzt von Abgeordneten, die auch Lobbyisten sind. Das sei ein wesentlicher Grund dafür, weshalb Umwelt und Natur, Tierwohl, Gewässer- und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen häufig auf der Strecke bleiben, lautet ein Fazit der Studie. Mehr lesen Sie hier!

Riesenerfolg für Bundestagspetition „Pestizidkontrolle“

55.817 Online-Unterschriften · 15.852 Post-Unterschriften Zusammen über 70.000 - Ein Riesenerfolg für die Initiative Pestizidkontrolle des Imkermeisters und melifera-Gründers Thomas Radetzky! Wir gratuklieren von Herzen! Lasst die Bienen, Wildbienen, Insekten und Schmetterlinge in den Bundestag!!! Da die Petition die erforderlichen Stimmen sammeln konnte, werden die Forderungen nun im Petitionsausschuss des Bundestags voraussichtlich öffentlich beraten. Thomas Radetzki wird als Initiator der Petition zu dieser Beratung eingeladen und kann sein wichtiges Anliegen persönlich vor den Abgeordneten des Ausschusses vertreten.

Das ist eine große Chance, diesem wichtigen Thema noch mehr Gehör zu verschaffen! Die Initaiatoren und Unterstützer danken allen, die dies mit ihrer Unterschrift ermöglicht haben!

Dazu passt der Beitrag des ard-Magazins "Monitor" vom 2.5.2019 "Das große Artensterben: Wie die Agrarpolitik Julia Klöckners die Artenvielfalt bedroht" - Schauen Sie hier selbst!

Obst und Gemüse - von Vitaminen und Cocktails aus Pestiziden

7 Minuten zum Nachdenken und Handeln - Pestizide auf Obst und Gemüse - die Rolle des BfR, des Umweltbundesamtes und die Einschätzung von Toxikolgen - spannend, erkenntnisreich!

"Experten raten mehr Bio-Gemüse zu kaufen, das am besten zur Jahreszeit passt."