Sikkim setzt auf Bio-Landwirtschaft

Ein kleiner indischer Bundesstaat im Himalaya hat seine Landwirtschaft komplett auf Bio umgestellt.

Damit ist er schlagartig zum weltweiten Vorbild geworden. Im Jahr 2010 rief der Ministerpräsident von Sikkim die "Organic Mission" ins Leben. Seit gut zwei Jahren wird die gesamte landwirtschaftliche Fläche nun biologisch bewirtschaftet. Wäre das, was im Himalaya funktioniert, auch in Deutschland möglich?

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Im Jahr 2010 rief der Ministerpräsident von Sikkim die "Organic Mission" ins Leben. Seit gut zwei Jahren wird die gesamte landwirtschaftliche Fläche nun biologisch bewirtschaftet. Wäre das, was im Himalaya funktioniert, auch in Deutschland möglich?

Bio-Lebensmittel boomen. Die Nachfrage steigt stetig. Eine echte Chance für Bauern, auf nachhaltigen Ökolandbau umzusteigen. Könnte man meinen. Aber nur ein paar Prozent der Äcker und Felder hierzulande werden nach Öko-Richtlinien bebaut. Die Folge für die Einzelhändler und Verbraucher: Obst, Gemüse und Getreide müssen aus Spanien, Italien, der Türkei oder sogar aus Übersee importiert werden. Zwar steht im Koalitionsvertrag der neuen Regierung ein anvisiertes Ziel von 20 Prozent Ökolandbau bis 2030. Doch dieses Vorhaben hatte bereits die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 1998 formuliert.

Was in Deutschland nicht funktioniert, wird im 8000 Kilometer weiter östlich gelegenen Sikkim konsequent umgesetzt. "planet e." hat die Bauern und Einwohner des indischen Unionsstaates besucht, die gerade Öko-Geschichte schreiben. Kardamom, Mais, Reis, Weißkraut und Kartoffeln werden in den Ökomärkten verkauft. Überall wird für die gesunden Lebensmittel aus Bioanbau geworben. Kunstdünger und Pestizide sind verpönt und dürfen nicht eingeführt werden. Wer dagegen verstößt, wird wie ein Drogendealer behandelt.