Glyphosat "wahrscheinlich krebserzeugend für Menschen"

Diese Einstufung der WHO ist für das BfR "schlecht nachvollziehbar", Monsanto fordert die Rücknahme dieser Bewertung

Die Krebsforschungseinrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält Glyphosat, die Nummer eins unter den Herbiziden weltweit, für „wahrscheinlich krebserzeugend für Menschen". "...The herbicide glyphosate and the insecticides malathion and diazinon were classified as probably carcinogenic to humans..." Das teilte die International Agency for Research on Cancer (IARC) am Freitag mit.

Laut IARC stuften die Krebsfoscher Glyphosat, das auf Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen oft massiv versprüht wird, aber auch in der konventionellen Landwirtschaft in Deutschland, in Privatgärten und Grünanlagen eingesetzt wird, in die zweithöchste Gefahrengruppe 2A („probably carcinogenic to humans") ein. Dort finden sich nun auch die Insektizide Malathion und Diazinon wieder. Mehr Infos lesen Sie hier

Und das Bundesinsititut für Risikobewertung ist verwundert... Umweltschützer forderten die Behörde hingegen auf, ihre bisherigen Bewertungen von Glyphosat zu überdenken. Sie kritisieren, das BfR stütze sich zu stark auf Industriestudien.

Monsanto, der milliardenschwere Konzern und weltgrößter Patentinhaber fordert die Rücknahme dieser Bewertung. Mehr hier