Ausgewählte Nachrichten

Zwei Vorträge, die es in sich haben

Wir möchten Sie gerne auf zwei Veranstaltungen hinweisen:

1. Veranstaltung: 18.11. in Ulm. Hier erwartet sie ein spannender Vortrag eines der wichtigsten Experten im Streiter im Kampf um die gesundheitlichen Auswirkungen von Glyphosat: Prof.Dr.Serralini. Als Vorbereitung für den Séralini-Vortrag hat Theo Düllmann vom genfrei Bündnis Bündnis Ulm einen Überblick zum Thema Glyphosat von den 80er Jahren bis heute zusammengestellt.
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gerade die widersprüchliche bewertung von séralinis rattenstudien macht deutlich, dass sowohl die us-zulassungsbehörde als auch die der eu (efsa samt bfr) nicht ihre aufgabe als eine objektive instanz erfüllen. neben den industrie-studien müssten sie in vertrauenswürdiger form auch unabhängige studien zur gesamtbewertung heranziehen, was im grunde bis heute im bereich glyphosat und agrogentechnik nicht geschieht. sie haben eher wie eine mauer agiert, die die geheimnisse der industrie unter dem tisch hält und damit einen vollständigen und vor allem objektiven zugriff auf dieselben verhindert. und in diesem kontext hat die séralini-studie letztendlich über die wirklich immensen proteste aus der wissenschaft dazu geführt, dass der eugh seit 2017 auf grund der klagen von umweltverbänden die veröffentlichung der industriestudien verlangt. siehe hierzu auch meinen "überblick...."
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séralini geht es in seinem vortrag vor allem um glyphosat-forschungen, die sich auf die sogen. beistoffe oder additive beziehen, die in allen glyphosat-produkten die wirkung verstärken, z.b. in "roundup". diese beistoffe und vor allem der dabei entstehende cocktail ist bis dato nur oberflächlich auf risiken untersucht worden. hierzu hat ein aktuelles eugh-urteil wesentliches gesagt (siehe hierzu auch mein überblick....).
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letztendlich wird auch von dem "glyphosat-geschmack" die rede sein, den man wissenschaftlich offensichtlich in lebensmittelprodukten nachweisen kann.  

Freuen Sie sich auf diesen Vortrag. Wir geben zu, dass der Veranstaltungsort ein wenig weit entfernt ist.

2. Veranstaltung: Bündnis 90/Die Grünen laden am 24.11. zu einem neuen Küchengespräch nach Erdmannhausen ein. Thema: Klimaschutz und Konsum. Ort: Erdmannhauser Getreideprodukte Robert-Bosch-Str.24, Beginn 19 Uhr. Anwesend ist der Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen und sein MdL Kollege Martin Grath Sprecher Verbraucherschutz.

Neue Gentechnik - Anhörung im Deutschen Bundestag

Anhörung im Deutschen Bundestag zum Thema "Neue Gentechnik"
Auf Antrag der FDP und der Grünen fand in der vergangenen Woche eine Anhörung im Landwirtschaftlichen Ausschuss des Bundestags statt. Es ging vor allem um die Frage, ob die neue Gentechnik der vom EuGH bestätigten Regelung unterliegen soll oder nicht.
Zu den Sachverständigen gehören u.a.: Prinz zu Löwenstein (kritisiert fragwürdige Versprechungen) / Der Sachverständige und Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Tade Matthias Spranger (Menschlicher Einfluss bleibt entscheidend) / Dr. Chr. Then (Eingriffe werden klein geredet ) / Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des BfN -Bundesamtes für Naturschutz (Risikobewertung muss Einzelfallprüfung sein).
Hier kann man/frau "reinschau'n": https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw45-pa-landwirtschaft-gentechnik-664286

Daten saen, Daten ernten

Big-Data-Analysen, Sensoren im Acker und die Hofverwaltung in der Cloud: IT-Hersteller witterten hier vor Jahren schon das große Geschäft. Sie wollten dem Landwirt "Digital Farming" aus einer Hand anbieten. Doch die digitale Landwirtschaft entwickelt sich derzeit in eine andere Richtung.

Wir haben eine interessante Radio-Reportage im Deutschlandfunk vom 10.11.2019 zu empfehlen! Sie können diesen Beitrag hier downloaden

Liebe MALSerInnen: Wir stehen hinter euch

Vor fünf Jahren schrieben die Bürgerinnen und Bürger im Südtiroler Dorf Mals Geschichte. "Denn damals beschlossen sie mit großer Mehrheit in einem Bürgerentscheid, die erste pestizidfreie Gemeinde Europas zu werden. Daraufhin erließ der Malser Gemeinderat eine Verordnung, die das Ausbringen von Pestiziden in dem Ort praktisch untersagt. Das Verwaltungsgericht Bozen will diesen Traum nun platzen lassen und setzte die Verordnung vergangene Woche außer Kraft. Doch die Malserinnen und Malser lassen sich nicht unterkriegen: Vor dem Staatsrat in Rom, dem obersten Verwaltungsgericht Italiens, wollen sie das Urteil aus Bozen anfechten. In ihrem Urteil verfügen die Bozener RichterInnen, dass die Malser Pestizidverordnung rechtswidrig sei, da die Gemeinde damit ihre Kompetenzen überschritten habe. Dabei bezieht sich das Gericht unter anderem auf ein Landesgesetz aus dem Jahr 2016, das just an dem Tag erlassen wurde, als das Pestizid-Verbot in Mals in Kraft trat. Dieses Gesetz wurde von der Südtiroler Landesregierung gezielt entworfen, um weitere Gemeinden daran zu hindern, dem Beispiel von Mals zu folgen und Maßnahmen gegen das Ausbringen von Pestiziden zu ergreifen. Bitte zeigen Sie den Malser Pestizidrebellen, dass sie nicht alleine stehen: Schreiben Sie jetzt hier eine Nachricht an den Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher und fordern Sie ihn dazu auf, das Malser Pestizidverbot nicht weiter zu bekämpfen! Mals hat ein Recht auf Pestizidfreiheit!" s. PM Umweltinstitut München 

 

Die Wahrheit kommt ans Licht - "...... haben kurze Beine"

Der Aufruhr und das mediale Intresse war gigantisch - nicht das Kruzifix oder gar das Rote Kreuz, sondern grüne Kreuze, die so manche Felder unserer Republik schmückten und Fehlinformationen verbreiteten, standen medial im Fokus. Doch was jetzt in den letzten Tagen so ans Tageslicht kommt, ist ebenso bezeichnend. Kreuze wurden an Orten aufgestelllt ohne die BewirtschafterInnen  zu fragen. Doch noch bezeichnender ist die Geschichte des "Bauer Willi". Die Tageszeitung taz titelte in einem Beitrag: "Bauer als Chemie-Lobbyist „Chemie-Willi“ statt „Bauer Willi“ Kleinbauer Wilhelm Kremer-Schillings wettert gegen Beschränkungen des Pestizideinsatzes. Jetzt zeigt sich: Er ist Vorstand eines Agrarchemiehändlers. Lesen Sie den Beitrag hier oder den Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 14.10.2019  hier

Wir können nur hoffen, dass die Zeitungsredaktionen solche Informationen an die Leserschaft weiterreichen werden. Wenn nicht, schreiben Sie doch einen Leserbrief!

Peter Wohlleben und 3 Mythen über das Volksbegehren

Damit trifft Wohlleben den Nagel auf den Kopf. Die drei Schlüsselbegriffe unseres Volksbegehrens sind. „Bürger*innen", „Landwirtschaft" und „unterstützen". Denn in unserem Volksbegehren geht es darum, dass wir Baden-Württemberger*innen gemeinsam die Politik auffordern, die Landwirtschaft im Land dabei zu unterstützen, ihrer Verantwortung (und ihrem Wunsch) nach dem Erhalt der Artenvielfalt nachzukommen. Die bisherige Landwirtschaftspolitik tut das nämlich nicht.
Peter Wohllebens Botschaft unterstreicht nochmal, wie wichtig unser Volksbegehren und unser Gesetzentwurf sind, um das grassierende Artensterben im Land (Bis zu 80 Prozent weniger Insektenmasse seit Anfang der 80er, bis zu 25 Prozent weniger Vögel seit Anfang der 80er, mehr als ein Drittel bedrohter Arten insgesamt im Ländle) zu stoppen. Und dass leider bei vielen Kritiker*innen unseres Vorgehens Mythen kursieren, die mit der Realität wenig zu tun haben. Deswegen räumen wir heute mal mit den drei verbreitetsten Mythen auf:
Mythos 1: „Das Volksbegehren verbietet jeden Pflanzenschutz – auch für Biolandwirte"
Richtig ist: Außerhalb von Schutzgebieten wollen wir überhaupt nichts verbieten. Hier wollen wir die Landesregierung verpflichten, über Förderprogramme und positive Anreize die Landwirtschaft dabei zu unterstützen, freiwillig auf Pestizide zu verzichten. So sollen am Ende nur noch halb so viele Flächen im Land (inklusive Industrie- und Kommunalflächen) mit Pestiziden belastet werden wie heute. Aber wie gesagt: Über Förderung zu freiwilligen Maßnahmen.
Wo wir wirklich etwas verbieten wollen: In Schutzgebieten, die dem Schutz von Artenvielfalt und Naturhaushalt dienen. Das betrifft nach unseren Schätzungen etwa 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen im Land (in anderen Worten: Auf 80 Prozent der Flächen wird es überhaupt keine Verbote mit uns geben). Dort wollen wir, dass der Begriff Schutzgebiet ernster als bisher genommen wird. Deswegen sollten dort auch von Landwirt*innen künftig keine für geschützte Tiere und Pflanzen gefährlichen Pestizide mehr ausgebracht werden. Pflanzenschutzmittel, die die geschützten Tiere und Pflanzen nicht gefährden, sollen dagegen weiter eingesetzt werden dürfen. Zum Beispiel die meisten Mittel des Öko-Landbaus. So könnten von den Behörden aktiv Listen mit zugelassenen Mitteln veröffentlicht werden. Dann bräuchte kein*e Landwirt*in extra Anträge zu stellen. Das zeigt: Wir sind an einer pragmatischen und praxisnahen Umsetzung dieser Forderung interessiert, um unser Ziel "Mehr Schutz in Schutzgebieten" zu erreichen.
Mythos 2: „Das Volksbegehren zwingt Bauern zu Biolandwirtschaft"
Richtig ist: Wir wollen die Landesregierung zwingen, eine bessere Förderstrategie für den Biolandbau zu verfolgen. Sie soll durch eine Förderung von Vermarktung und Verkaufsmöglichkeiten für Bio-Produkte aus Baden-Württemberg den Markt für Bio-Lebensmittel so attraktiv machen, dass möglichst viele Landwirt*innen freiwillig auf Bio umsteigen. Diese Förderstrategie soll so lange konsequent verfolgt werden, bis 2035 mindestens die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen im Ländle ökologisch bewirtschaftet werden.
So ist auch ausgeschlossen, dass es zu einem massiven Preisverfall durch zu viele Produkte kommt. Denn freiwillig werden Landwirt*innen nur umstellen, wenn der Markt attraktiv genug ist.
Mythos 3: „Das Volksbegehren spaltet Bienen und Bauern"
Richtig ist: Wir sind für ein Miteinander von Bienen und Bauern. Es ist völlig klar, dass der Schutz der Artenvielfalt nur gelingt, wenn Landwirt*innen eine Zukunft in Baden-Württemberg haben. Deswegen sind nicht nur die Verbände der bäuerlichen, nachhaltigen Landwirtschaft (Demeter, Naturland, Ecoland, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall) Mitglied unseres Bündnisses. Deswegen haben wir eben auch bis auf die Forderung nach mehr Schutz in Schutzgebieten auf Verbote, die in den Arbeitsalltag von Landwirt*innen eingreifen, verzichtet.
Was dagegen wirklich Landwirtschaft und Artenschutz gegeneinander ausspielt: die bisherige Landwirtschaftspolitik der letzten Regierungen in Baden-Württemberg. Denn nicht nur die Artenvielfalt schmilzt wie Schnee in der Sonne. Auch das Höfesterben setzt sich seit Jahrzehnten ungebremst fort. Seit Ende der 90er Jahre hat sich die Zahl der kleinen und mittleren bäuerlichen Betriebe in Baden-Württemberg halbiert, bisher hat nichts diese Entwicklung gestoppt. Und das ist das wirkliche Drama dieser Tage: Ohne kleine und mittlere bäuerliche Betriebe stirbt auch die Artenvielfalt. Gegen beides müssen wir etwas tun. Und deswegen geht beides nur miteinander.

Wir haben das in diesem Film auch nochmal vereinfacht dargestellt. Verteilt ihn gerne weiter.

 

Konstantin Wecker: "Noch ein Herz zu haben, ist heutzutage schon ein Akt des Widerstands"

Ungehaltene Rede Konstantin Weckers zur Verleihung der Albert-Schweitzer-Medaille 2019. Diese Rede ist nicht nur "ungehalten", weil sie viel Zorn über Kriegspolitik und Naturzerstörung zum Ausdruck bringt - Konstantin Wecker hat sie auch tatsächlich nicht gehalten. Zu fortgeschrittener Stunde, bei der Verleihung der Preises, entschied er, sich angesichts vieler kluger Reden, die er zuvor gehört hatte, lieber mit ein paar Liedern zu bedanken. Interessant sind seine Gedanken zum Zeitgeschehen allemal. Konstantin Wecker beschreibt, was ihn an Albert Schweitzer besonders fasziniert: dass er "im Denken wie im humanen Tun gleichermaßen sattelfest" war. Und er wendet sich leidenschaftlich gegen eine Politik, die vielfach das glatte Gegenteil der viel gelobten Ethik Schweitzers repräsentiert: "Denn wenn man unsere Epoche mit einem einzigen Merkmal beschreiben will, so ist dies das tragische Fehlen jener Ehrfurcht vor dem Leben, die Albert Schweitzer wieder und wieder angemahnt hat." Danke an das Lebenshaus Schwäbische Alb!  Hier klicken

"Aus Liebe zum Überleben" - Kino vom Feinsten

Wir zeigen den neuen preisgekrönten Kinofilm von Bertram Verhaag/Denkmalfilm München

Am Donnerstag 26.09.2019 in Ludwigsburg Kino Luna - Beginn 19.30h, am Freitag 27.09. in Backnang im Rahmen der Aktionswoche Klimaschutz Kino als kostenlose Schülervorstellung um 9.00h und als Abendvorstellung um 19.45h im Kino Universum, Samstag 28.09. in Schorndorf Kino Kleine Fluchten um 18.30Uhr und am Sonntag 29.9. um 11 Uhr in Fellbach im Kino Orfeo. 

Bei allen Terminen ist der Regisseur Bertram Verhaag anwesend und spricht gerne mit dem Publikum. Mehr Infos auf https://ausliebe.denkmal.film/

Die Bienen sind los - und wir schwirren auch aus!

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Sie fliegen nicht mehr so fleißig, die Temperaturen laden immer weniger dazu ein - dennoch begleiten Sie uns im Kampf gegen das Insektensterben und helfen uns beim Sammlen der über 700 000 Unterschriuften hier in Ba-Wü bis März 2019.

Am Dienstag gab es den Startschuss der Aktion "Volksbegehren Artenschutz". Und gleich gab es auch wieder massive Kritik und ihre bekannten fake news an die Presse - von den an "Gestern Denkenden", von an "Wachstum und Mehr-mehr-Denkenden", von den Lobbyisten des DBV und der Agrochemie-Industrie und Ihrer Konzerne. 

Doch wir werden es schaffen! Mit Ihrer Hilfe! Unser aller Hilfe! Die Bienen sammeln Nektar für den Winter - wir sammlen Unterschriften bis März 2020.

Klicken Sie hier und drucken Sie für sich u.a. gleich mal 10, 100 Unterschriftenlisten aus  und einige Exemplare des Gesetzesentwurfes! Verteilen Sie das ganze dann beim Supermarkt, bei Bäcker, Metzger, Emma-Laden etc. im Hausflur etc.

Der Count down läuft – 20.-29.9.2019

In 5 Städten des Rems-Murr Kreises: Infos hier

In unzähligen Städten im Bundesgebiet: Infos hier

In tausenden von Dörfern, Städten und Weltmetropolen weltweit: Infos hier