Ausgewählte Nachrichten

Neu: Der Pestizidatlas 2022

Der Pestizidatlas liefert umfangreich und anschaulich Daten und Fakten zu Giften in der Landwirtschaft in Deutschland und weltweit.

Der Pestizidatlas 2022, veröffentlicht vom BUND gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN Germany) zeigt, dass die Menge weltweit eingesetzter Pestizide seit 1990 um 80 Prozent gestiegen ist. In einigen Regionen wie Südamerika sogar um fast 150 Prozent. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen – wie zum Beispiel Soja als wichtiges Futtermittel für die Tierhaltung – hat in Ländern mit großer Artenvielfalt zu einer gravierenden Ausweitung des Einsatzes an Herbiziden geführt.


Erkunden Sie selbst die aktuellen Daten und Fakten zu Giften in der Landwirtschaft:

Zum Pestizidatlas 2022

Beteiligen Sie sich an der Videoaktion #Staffellauch

Demo „Wir haben es satt“ wurde verschoben

Seit 2011 geht ein breites Bündnis von Bäuer:innen, konventionell und bio, Lebensmittelhandwerker:innen, Natur- , Umwelt- und Tierschützer:innen, engagierten Jugendlichen und kritischen Bürger:innen zum Auftakt der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ in Berlin auf die Straße für bäuerliche Betriebe und eine ökologischere, gentechnikfreie Landwirtschaft.

Auch unser Verein unterstützt diese Aktion seither aktiv. Leider muss die Demo auch dieses Jahr pandemiebedingt verschoben werden.strong>

Die Chancen für einen Neustart der Agrar- und Ernährungspolitik mit dem neuen Agrarminister Cem Özdemir stehen gut. Doch damit die neue Bundesregierung den Neustart anpackt, braucht es weiter den Druck der Zivilgesellschaft.


Beteiligen Sie sich:

Zur Videoaktion "#Staffellauch"

Keine Änderung des EU-Gentechnikrechts

... im neuen Koalitionsvertrag – laut Bundesumweltministerin Lemke

Auf einer Sitzung der Umweltminister der EU-Staaten betont die neue Bundesumweltministerin Steffi Lemke, dass die Koalition das bestehende EU-Gentechnikrecht nicht ändern will. Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung kommt das Wort Gentechnik nicht vor. Daraus schließt die Bundesumweltministerin, dass die Bundesregierung das EU-Gentechnikrecht nicht ändern will – sonst stünde das ja als Vorhaben im Vertrag. Wir begrüßen, dass Steffi Lemke damit beim Thema Gentechnik eine klare Richtung vorgegeben hat.


Doch lesen Sie selbst:

Zur Meldung des Informationsdienstes Gentechnik

Unkontrollierte Ausbreitung von Gentechnik-Raps

Ein globales Problem, das auch EU-Länder betrifft

Eine aktuelle Publikation aus Korea zeigt, dass eine unkontrollierte Ausbreitung von gentechnisch verändertem Raps bereits in 14 Ländern auf fünf Kontinenten dokumentiert wurde.

Während sich die Ausbreitung von GV-Pflanzen in anderen Ländern bereits weitgehend der Kontrolle entzieht, ist das Problem in der EU bisher noch punktuell. Grund dafür ist die EU-Gesetzgebung, die dem Vorsorgeprinzip folgt und den kommerziellen Anbau von Gentechnik-Pflanzen mit starkem Ausbreitungspotential nicht zulässt. Es ist daher sehr besorgniserregend, dass die EU-Kommission viele der bisherigen Vorteile der Gentechnik-Gesetzgebung bei der Neuen Gentechnik aufgeben will. Dies würde, nach Analyse von Testbiotech, eine schwerwiegende Bedrohung für die Ökosysteme und die Grundlagen der Ernährung bedeuten.


Hier geht es zur Meldung:

Meldung zum Gentechnik-Raps auf TEST BIOTECH

Wir sind Pate über eine Blühfläche von 1000 qm

Wie vor Ostern angekündigt, haben wir in diesem Jahr eine Patenschaft bei der neu gegründeten Blühflächeninitiative Backnang e.V. übernommen.

Damit wurden 1000 Quadratmeter bisher intensiv genutztes Ackerland in pestizidfreien Lebensraum für Honig-, Wildbienen und andere Insekten umgewandelt. Darüber hinaus bieten die Flächen Rückzugsorte für Feldhasen, Rebhühner und Rehkitze. Sie bleiben 5 Jahre erhalten und werden maximal 1 x pro Jahr gemäht. Auch wenn die Flächen jetzt im Herbst und Winter leider nicht mehr so prächtig dastehen, so wecken sie die Vorfreude auf den Frühling im kommenden Jahr. Bei einer Wanderung oder Radtour sollen sie dann allen eine blühende Augenweide sein. Ich konnte mich bereits davon überzeugen. Unsere Blühflächen liegen in der Nähe von Steinbach auf dem Grundstück Hohlweg (Google-Koordinaten 48.95133, 9.47628).

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Weitere Informationen zur Blühflächeninitiative Backnang e. V. finden Sie hier:

Zur Website der Blühflächeninitiative Backnang e.V.

70.000 Einwände gegen die Gentechnik

Tausende Menschen aus ganz Europa nehmen am Beteiligungsprozess der EU-Kommission teil und fordern eine Regulierung

Ende September veröffentlichte die EU-Kommission erste Vorschläge für eine mögliche Gesetzesänderung zur Deregulierung neuer Gentechnikverfahren. Der erste Schritt einer EU-Gesetzesinitiative beinhaltet auch die Möglichkeit für BürgerInnen, der Kommission ihre Meinung zu sagen. Trotz der kurzen Einspruchszeit von nur vier Wochen, ist es erfreulicherweise gelungen 70.000 (!) Menschen zu mobilisieren. Auch wir hatten dazu aufgerufen.

Jetzt ist die Kommission gefordert, die kritischen Einsprüche auch zu berücksichtigen. Allein um die Wahlfreiheit für alle zu sichern, ist die gentechnikfreie Erzeugung von Saatgut bis auf den Teller zu schützen. Auch neue Gentechniken sind Gentechnik und müssen als Gentechnik gekennzeichnet werden. Nur so ist eine Entscheidung möglich. Risikoprodukte müssen strikt kontrolliert und einem Zulassungsverfahren unterworfen werden. Produkte, die nicht rückholbar sind, dürfen nicht zugelassen werden. Das im EU-Recht verankerte Vorsorgeprinzip ist zu stärken, indem auch zukünftig alle GVOs reguliert werden.

Aufruf zur Beteiligung am öffentlichen Feedback-Mechanismus der EU-Kommission

Achtung: Die EU-Kommission will neue Gentechnik-Verfahren deregulieren.

Bitte beteiligen Sie sich am öffentlichen Feedback-Mechanismus der EU-Kommission (bis zum 22.10.2021) und fordern Sie die EU Kommission dazu auf, die Neuen Gentechniken auch weiterhin streng nach EU-Gentechnikrecht zu regulieren.


Die AbL hat ein Tool zur Meinungsabgabe auf Ihre Homepage gestellt:

Zum Tool der AbL zur Meinungsabgabe

Auch das Gen-Ethische-Netzwerk bietet auf seiner Homepage ein Tool an, um sich direkt an die EU Kommission zu wenden:

Zum Tool des Gen-Ethische-Netzwerks.

Globaler Klimastreik

am 24.09.2021 gilt #AlleFürsKlima!

Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können.


Weitere Informationen zum Klimastreik finden Sie hier:

Zur Aktionsseite #AlleFürsKlima!

Mit Bio-Produkten auf der sicheren Seite

Konventionelles Obst 100-fach höher mit Pestiziden belastet als Bio-Obst!

Das aktuelle Ökomonitoring des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamtes in Stuttgart (CVUA) zeigt, dass Bio-Lebensmittel den hohen qualitativen Ansprüchen gerecht werden.

Bei den Untersuchungen zu Pestizidrückständen lag die Pestizidbelastung bei konventionellem Gemüse um ein 70-faches, bei konventionellem Obst sogar um ein 100-faches höher als bei Bioprodukten. Im Rahmen des Ökomonitorings wurden Bio-Produkte mit Mais und Soja sowie Bio-Honige auch auf genmanipulierte Bestandteile untersucht. Bei den Maisprodukten und Honigen konnten wie auch in den letzten Jahren keine Spuren von Gentechnik nachgewiesen werden. Einzig bei Soja gab es einen Fall, bei dem eine Kleinstmenge nachgewiesen werden konnte.


Doch lesen Sie hier selbst:

Zum Ökomonitoring 2020 des Landes (PDF)

Trotz Protesten: Bald Anbau von Gen-Reis auf den Philippinen

Gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Reis wird auf den Philippinen seit Jahren erbitterter Widerstand durch philippinische Bäuerinnen und Bauern, Wissenschaftler:innen, Verbraucher:innen, Gesundheitsschützer:innen und Umweltgruppen geleistet.

Anders als herkömmlicher Reis enthält dieser sogenannte "goldene" Reis Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Doch die eigentliche Ursache des Vitamin-A-Mangels in Entwicklungsländern wird dadurch nicht gelöst: Die betroffenen Menschen bekommen auch weiterhin keinen Zugang zu einer vielseitigen Ernährung. Zudem ist bisher unklar, ob der tägliche Verzehr von Golden Rice tatsächlich den Mangel an Vitamin A ausgleichen kann. Untersuchungen dazu fehlen. Ebenso sind bis heute weder die Risiken für die Umwelt noch die Sicherheit beim Verzehr der genmanipulierten Reiskörner wirklich untersucht worden. Dennoch hat die dort zuständige Behörde nun eine Zulassung für den kommerziellen Anbau des genmanipulierten Reis erteilt.

Die Philippinen sind damit die allererste Region weltweit, in der eine solche Zulassung erteilt wurde. Sie gilt ab 2022.


Weitere Infos finden Sie hier:

Zur Nachricht beim "Informationsdienst Gentechnik"