Ausgewählte Nachrichten

Aktionsmonat Herbst 2019 - am 20.9. heißt es: Raus auf die Straße

Seit der Rio-Umweltkonferenz im Jahr 1992 wissen wir über die globale Klimaerhitzung Bescheid. Seither hat die UNO über 20 Weltklima-Konferenzen mit je zehntausenden Teilnehmern abgehalten. Das Einzige Ergebnis: Dem Klima geht es immer schlechter. in der SZ-Antzeige "Aufruf an die Welt" schreiben die Vertreter der „Fridays For Future“-Bewegung:   „Wir haben das Gefühl, dass viele Erwachsene noch nicht verstanden haben, dass wir jungen Leute die Klimakrise nicht allein aufhalten können. Tut uns leid, wenn sie das nicht wahrhaben wollen. Aber das ist keine Aufgabe für eine einzige Generation. Das ist die Aufgabe für die gesamte Menschheit… Deswegen ist dies unsere Einladung: Am Freitag, 20. September werden wir mit einem weltweiten Streik eine Aktionswoche für das Klima beginnen…Gehen Sie an diesem Tag mit ihren Nachbarn, Kollegen, Freunden und Familien auf die Straße, damit unsere Stimmen gehört werden und dies ein Wendpunkt der Geschichte wird… Wir zählen auf Sie“

Auch ein breites Bündnis hat sich Erstaunliches, Wunderbares, Informatives ausgedacht und lädt in einer Aktionswoche Klimaschutz Ende September im Rems-Murr-Kreis zu vielen Veranstaltungen ein. Klicken Sie hier und fühlen Sie sich herzlich eingeladen!

Infos zum "Weltweiten Klimastreik am 20.9. und am 27.9. gibt es hier!

Machen wir es den Bienen, Wildbienen, Insekten, Vögeln nach - schwirren wir aus!

 

Weltklimarat schlägt Alarm

Unbedingt lesen - weiterleiten - und alle Abgeordnete informieren - ob in der Kommune, im Kreis, im Land oder im Bund ebenso wie in Brüssel - Weltklimarat: Wir sollen Essgewohnheiten ändern - Lügen mit Statistik: IPCC-Sonderbericht zu Klimawandel und Landsysteme.  Der Weltklimarat fordert, dass die Menschheit ... Essgewohnheiten und Landwirtschaft umstellt. Sinnvoller wäre es, wenn die Mainstream-Medien ihre Denkgewohnheiten ändern. Klicken Sie jetzt hier

Informationen gibt es auch auf der Seite der ARD-Tagesthemen

 

35 865 Unterschriften sind viel genug, doch "genug ist nicht genug"

Als die Volksbegehren-Initiatoren David Gerstmeier und Tobias Miltenberger am vergangenen Freitag mit ihren Lastenfahrrädern auf das Innenministerium zufuhren, war das Staunen groß. "Viel Post ist man dort gewohnt. Aber so viel Post? 35.865 unterschriebene und beglaubigte Formulare zur Unterstützung des Antrags auf das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen" hatten die beiden dabei. Ein riesiger Erfolg für einen konsequenten Artenschutz und eine bessere, an bäuerlichen Strukturen orientierte Landwirtschaft ist das so kurz vor dem Start der Sommerferien. Zwischen die Bienen und die Baden-Württemberger, das kann man sagen, passt kein Blatt."

Wie geht es weiter? Im Innenministerium haben sie nun maximal drei Wochen Zeit, die Richtigkeit der Unterschriften und unseres Gesetzentwurfs zu überprüfen. Danach legt das Ministerium den Start für das Volksbegehren fest. Der kann laut Gesetz frühestens vier Wochen nach Entscheid über den Antrag liegen. Danach haben wir sechs Monate Zeit, von mindestens zehn Prozent der Baden-Württemberger Wahlberechtigten (etwa 770.000) die Unterschriften zu sammeln. Die Unterschriften von heute zählen dafür leider nicht. Wer uns unterstützen will, muss dann noch einmal unterschreiben. Sechs Monate lang sammeln wir wieder frei auf ähnlichen Formularen wie dieses Mal. In drei dieser sechs Monate liegen zudem Eintragungslisten in allen Rathäusern aus. Wann genau, darüber informieren wir euch, wenn wir den Bescheid aus dem Innenministerium haben." Auszüge aus PM

# Jede Bürgerin/jeder Bürger kann viel bewegendes für die Artenvielfalt tun:

# Lassen wir Gärten blühen und legen dort keine Schotterflächen an.

# Chemisch-synthetische Pestizide haben in Privatgärten nichts zu suchen.

# Kaufen Sie regionale, biologisch erzeugte Ware, auch wenn sie im ersten Moment etwas mehr kostet – 

# Achtet im Bio-Laden oder auf dem Markt ruhig auch mal darauf, Gemüse und Obst zu kaufen, das vielleicht auf den ersten Blick nicht gängigen Schönheitsidealen entspricht.

# Erste Schritte im alltäglichen Leben! Doch was wir alle brauchen, sind politische Leitplanken hin zu einer AGRARWENDE. Den landwirtschaftlichen Betrieben erleichtern schon solche kleinen Alltagsentscheidungen das nachhaltige Arbeiten immens. Die Unterschrift unters Volksbegehren ist somit nicht das Ende unseres Einsatzes für Artenschutz und nachhaltige Landwirtschaft sondern der Anfang.

Nicht zu fassen! Keine Prüfung mehr!

DIE DUH (Deutsche Umwelthilfe) schreibt in ihrem neuen Newsletter: "Wie lange ist das "Volksbegehren Artenvielfalt" in Bayern jetzt her? Vor nicht einmal vier Monaten stimmten 1,8 Millionen Bayer*innen für einen besseren Insektenschutz. In Brüssel ist diese Botschaft nicht angekommen: Trotz großen Kampagnen und alarmierenden wissenschaftlichen Gutachten über die letzten Jahre wollen die EU-Mitgliedsstaaten die bisherigen guten Standards der "Bee Guidance" aufweichen und nicht mehr prüfen, ob Pestizide eine Gefahr für Insekten darstellen. Dieser Lobby-Erfolg der Agrarkonzerne ist eine Katastrophe für die Artenvielfalt! Wir werden mit aller Macht dagegen vorgehen und für Verbote der umweltschädlichsten Pestizide kämpfen.... Was Sie gerade jetzt für die Bienen tun können? Hier gibt es Infos.

Freuen wir uns auf die Aktionswoche Klimaschutz 20.- 29.9.2019

Es ist angerichtet - das Programm rund um DAS globale Handlungsfeld "Klimaschutz" im Rems-Murr-Kreis. Den Das umfangreiche Angebot an Filmen, Vorträgen, Aktionen, Demos des Aktionsbündnis Klimaschutz finden Sie hier. Wir sehen uns! Und Sie können hier schon mal in die "Ferne sehen" - nach Jakarta, nach Jakutien, in die Sahel-Zonen-Länder ...Die ARD Story Klimafluch - Klimaflucht

Bayern hat`s - Ba-Wü muss folgen

Der Bayerische Landtag hat das Volksbegehren "Rettet die Bienen" offiziell angenommen. Lesen Sie mehr hier. Es gibt noch viel zu tun, damit das alles auch wahr wird. Informieren Sie sich auch über das Volksbegehren Artenschutz in Ba-Wü - hier

Frontalangriff auf Regenwälder, Klimaschutz, Artenvielfalt und Menschenrechte

Still und heimlich und in Hinterzimmern wurde seit über 15 Jahren verhandelt und vor kurzem genauso geräuschlos wie unbemerkt verkündet: Das MERCOSUR-"Freihandels"abkommen beschert uns Hunderte neu zugelassener Pestizide und den Indigenen Völkern in Brasiliens u.a. Staaten Südamerikas die Freigabe ihrer Gebiete für den Sojaanbau... Ein Landwirtschaftsminister, der die Abholzung des Regenwaldes begrüßt, reibt sich die Hände ein Präsident namens Jair Bolsonaro hat in den wenigen Monaten seiner bisherigen Präsidentschaft vor allem einer Gruppe Freude bereitet: der brasilianischen Agrarindustrie. Sie freut sich über ein Handelsabkommen mit der EU, das ihr ungeahnte Gewinne aufgrund einer weiteren Expansion der Landwirtschaft verspricht. Informationen rund um das Abkommen finden Sie hier

Was bedeutet das für die Landbevölkerung Brasiliens? Schauen Sie sich den ARD weltspiegel Bericht hier an!

Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament sowie Mitglied im Umweltausschuss kommentiert: „Das ist eine wahre Katastrophe für die Umwelt, für das Klima und für die Menschenrechte! Es ist für mich ein Rätsel, wie eine längst abgewählte EU-Kommission einen Deal dieser Dimension mit einem Neofaschisten wie dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro aushandeln kann. Dem Brasilianer sind die Umwelt und die Menschenrechte völlig egal!
Dieser Vertrag ist ein Musterbeispiel dafür, wie in einer von Klimawandel und Artenverlust geprägten Zeit immer noch die europäische Autoindustrie ihre Exportinteressen ignorant durchsetzen kann. Auch auf südamerikanischer Seite ging es nur um die Interessen einer Kaste der Großagrarier, die ohne Rücksicht auf die Natur gentechnisch verändertes Soja, Zucker, Agrosprit und Rinder sowie Geflügel auf die europäischen Märkte spülen will. Das ist eine völlig rückwärtsgewandte und keinesfalls zukunftsorientierte Politik.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft AbL in einer 1.Stellungsnahme: AbL "lehnt dieses unqualifizierte Freihandelsabkommen ab", sagt Berit Thomsen, Handelsreferentin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. „Wir importieren aus diesen Ländern künftig nicht nur Rindfleisch, sondern die mit der stark industriellen Produktion verbundenen Klimaschäden und menschenunwürdigen Produktionsbedingungen. Die EU-Kommission und Teile der deutschen Politik stellen immer wieder nach vorne, dass die europäische Handelspolitik wertebasiert sei. In Brasilien werden aber die Werte wie Menschenrechte mit Füßen getreten. Im Jahr 2017 kam es zu 70 Morden an Kleinbauern und -bäuerinnen, Indigenen und Aktivisten, die sich gegen das vordringende Agribusiness verteidigt haben. Die Importe werden zu Marktstörungen in Europa führen, denn wir haben bereits einen vollen Rindfleischmarkt. Weitere Mengen werden die Erzeugerpreise auf den Bauernhöfen drücken. Wir fordern eine neue Handelspolitik, die bäuerliche Arbeit, Tierwohl, Klimaschutz und Artenvielfalt stärkt, statt zerstört."

BAYER - Fusion und die Folgen

 

Das Gift "Roundup" hält die Welt weiter in Atem - die Gesundheit von Millionen Kleinbauern und Landarbeiterfamilien wurde angegriffen und mit immer perfideren Anschlägen aus den Giftküchen der Agrochemieindustrie attackiert. Doch machen Sie sich selbst ein Bild - die Reise geht nach Sri Lanka - hier

Klicken Sie hier, um die ganze Dokumentation "BAYER-Fusion und die Folgen"  anzuschauen.

 

Hoffnung "Slow Flowers" - ohne Pestizide!

Es gibt Alternativen - wir müssen sie nur kennen und nutzen! Ohne Pestizideinsatz und mit fairen Löhnen! Deshalb empfehlen wir diesen ARTE-Bericht!  GärtnerInnen wie Chantal Remmert bauen nachhaltige Schnittblumen an. Aus der Region, saisonal und ohne Gift. Dörthe Eickelberg und Pierre Girard besuchen sie in ihrem Blumenanbau "Erna Primula" in Leipzig. Zusammen mit der Landschaftsarchitektin begleiten die Moderatoren den Weg der Schnittblume von der Ansaat bis hin zum fertigen Strauß.

Glyphosat und das bewußte Vorenthalten von Informationen

Warum Politik und Unternehmen nicht über den Einsatz von Glyphosat informieren wollen - Unternehmen und Landwirtschaft spritzen jährlich tonnenweise das hochumstrittene Pflanzengift Glyphosat. Anlieger und Anwohner erfahren in der Regel nicht, wann und wo das Mittel angewendet wird – und fordern Transparenz. Schauen Sie sich den Beitrag vom 18.6.2019 jetzt hier an! Interessant ist auch das Interview, das swr REPORT MAINZ  mit Peter Clausing vom Pestizid Aktions-Netzwerk  geführt hat. Seit Jahren beschäftigt sich der Toxikologe mit den Auswirkungen von Glyphosat. Er sagt: "Glyphosat ist überall zu finden."

Ebenso wichtig ist das Statement von B.Röhrle vom Zweckverband Landeswasserversorgung Ba-Wü, die das Landwirtschaftsministerium verklagt hat.  Auch Trinkwasserbetriebe fordern jetzt Transparenz und eine Informationspflicht, wenn Glyphosat verwendet wird. Der Wasserversorger will wissen, welche und wie viele Gifte, auch Glyphosat, in ihren Wasserschutzgebieten gespritzt werden. Denn hier werden drei Millionen Menschen täglich mit Trinkwasser versorgt.

Fordern wir wie Renate Künast auch "Der Mensch muss die Möglichkeit haben sich zu schützen, die Eltern müssen die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu schützen...Da wo Glyphosat eingesetzt wird, muss Information da sein..."