Ausgewählte Nachrichten

Bayern hat`s - Ba-Wü muss folgen

Der Bayerische Landtag hat das Volksbegehren "Rettet die Bienen" offiziell angenommen. Lesen Sie mehr hier. Es gibt noch viel zu tun, damit das alles auch wahr wird. Informieren Sie sich auch über das Volksbegehren Artenschutz in Ba-Wü - hier

Frontalangriff auf Regenwälder, Klimaschutz, Artenvielfalt und Menschenrechte

Still und heimlich und in Hinterzimmern wurde seit über 15 Jahren verhandelt und vor kurzem genauso geräuschlos wie unbemerkt verkündet: Das MERCOSUR-"Freihandels"abkommen beschert uns Hunderte neu zugelassener Pestizide und den Indigenen Völkern in Brasiliens u.a. Staaten Südamerikas die Freigabe ihrer Gebiete für den Sojaanbau... Ein Landwirtschaftsminister, der die Abholzung des Regenwaldes begrüßt, reibt sich die Hände ein Präsident namens Jair Bolsonaro hat in den wenigen Monaten seiner bisherigen Präsidentschaft vor allem einer Gruppe Freude bereitet: der brasilianischen Agrarindustrie. Sie freut sich über ein Handelsabkommen mit der EU, das ihr ungeahnte Gewinne aufgrund einer weiteren Expansion der Landwirtschaft verspricht. Informationen rund um das Abkommen finden Sie hier

Was bedeutet das für die Landbevölkerung Brasiliens? Schauen Sie sich den ARD weltspiegel Bericht hier an!

Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament sowie Mitglied im Umweltausschuss kommentiert: „Das ist eine wahre Katastrophe für die Umwelt, für das Klima und für die Menschenrechte! Es ist für mich ein Rätsel, wie eine längst abgewählte EU-Kommission einen Deal dieser Dimension mit einem Neofaschisten wie dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro aushandeln kann. Dem Brasilianer sind die Umwelt und die Menschenrechte völlig egal!
Dieser Vertrag ist ein Musterbeispiel dafür, wie in einer von Klimawandel und Artenverlust geprägten Zeit immer noch die europäische Autoindustrie ihre Exportinteressen ignorant durchsetzen kann. Auch auf südamerikanischer Seite ging es nur um die Interessen einer Kaste der Großagrarier, die ohne Rücksicht auf die Natur gentechnisch verändertes Soja, Zucker, Agrosprit und Rinder sowie Geflügel auf die europäischen Märkte spülen will. Das ist eine völlig rückwärtsgewandte und keinesfalls zukunftsorientierte Politik.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft AbL in einer 1.Stellungsnahme: AbL "lehnt dieses unqualifizierte Freihandelsabkommen ab", sagt Berit Thomsen, Handelsreferentin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. „Wir importieren aus diesen Ländern künftig nicht nur Rindfleisch, sondern die mit der stark industriellen Produktion verbundenen Klimaschäden und menschenunwürdigen Produktionsbedingungen. Die EU-Kommission und Teile der deutschen Politik stellen immer wieder nach vorne, dass die europäische Handelspolitik wertebasiert sei. In Brasilien werden aber die Werte wie Menschenrechte mit Füßen getreten. Im Jahr 2017 kam es zu 70 Morden an Kleinbauern und -bäuerinnen, Indigenen und Aktivisten, die sich gegen das vordringende Agribusiness verteidigt haben. Die Importe werden zu Marktstörungen in Europa führen, denn wir haben bereits einen vollen Rindfleischmarkt. Weitere Mengen werden die Erzeugerpreise auf den Bauernhöfen drücken. Wir fordern eine neue Handelspolitik, die bäuerliche Arbeit, Tierwohl, Klimaschutz und Artenvielfalt stärkt, statt zerstört."

BAYER - Fusion und die Folgen

 

Das Gift "Roundup" hält die Welt weiter in Atem - die Gesundheit von Millionen Kleinbauern und Landarbeiterfamilien wurde angegriffen und mit immer perfideren Anschlägen aus den Giftküchen der Agrochemieindustrie attackiert. Doch machen Sie sich selbst ein Bild - die Reise geht nach Sri Lanka - hier

Klicken Sie hier, um die ganze Dokumentation "BAYER-Fusion und die Folgen"  anzuschauen.

 

Hoffnung "Slow Flowers" - ohne Pestizide!

Es gibt Alternativen - wir müssen sie nur kennen und nutzen! Ohne Pestizideinsatz und mit fairen Löhnen! Deshalb empfehlen wir diesen ARTE-Bericht!  GärtnerInnen wie Chantal Remmert bauen nachhaltige Schnittblumen an. Aus der Region, saisonal und ohne Gift. Dörthe Eickelberg und Pierre Girard besuchen sie in ihrem Blumenanbau "Erna Primula" in Leipzig. Zusammen mit der Landschaftsarchitektin begleiten die Moderatoren den Weg der Schnittblume von der Ansaat bis hin zum fertigen Strauß.

Glyphosat und das bewußte Vorenthalten von Informationen

Warum Politik und Unternehmen nicht über den Einsatz von Glyphosat informieren wollen - Unternehmen und Landwirtschaft spritzen jährlich tonnenweise das hochumstrittene Pflanzengift Glyphosat. Anlieger und Anwohner erfahren in der Regel nicht, wann und wo das Mittel angewendet wird – und fordern Transparenz. Schauen Sie sich den Beitrag vom 18.6.2019 jetzt hier an! Interessant ist auch das Interview, das swr REPORT MAINZ  mit Peter Clausing vom Pestizid Aktions-Netzwerk  geführt hat. Seit Jahren beschäftigt sich der Toxikologe mit den Auswirkungen von Glyphosat. Er sagt: "Glyphosat ist überall zu finden."

Ebenso wichtig ist das Statement von B.Röhrle vom Zweckverband Landeswasserversorgung Ba-Wü, die das Landwirtschaftsministerium verklagt hat.  Auch Trinkwasserbetriebe fordern jetzt Transparenz und eine Informationspflicht, wenn Glyphosat verwendet wird. Der Wasserversorger will wissen, welche und wie viele Gifte, auch Glyphosat, in ihren Wasserschutzgebieten gespritzt werden. Denn hier werden drei Millionen Menschen täglich mit Trinkwasser versorgt.

Fordern wir wie Renate Künast auch "Der Mensch muss die Möglichkeit haben sich zu schützen, die Eltern müssen die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu schützen...Da wo Glyphosat eingesetzt wird, muss Information da sein..."

Neue Herausforderungen mit "alten Köpfen" - das geht nicht!

Studie deckt auf: So funktioniert die Agrarlobby - Eine Studie der Universität Bremen hat die Verflechtung von Funktionären der Landwirtschaft und der Agroindustrie mit der Politik durchleuchtet. Und ein Netz aus 560 Verknüpfungen sichtbar gemacht - Tauchen Sie ein in ein ausgeglügeltes Netzwerk aus Agrarindustrie, Bauernverband und Politiker - Lesen und informieren Sie sich hier

Eine Wende in der Agrarpolitik können wir uns von diesen Damen und Herren nicht vorstellen. Wie auch bei der Klima-, Verkehrs-, Finanzpolitik u.a.Handlungsfeldern müssen wir dafür sorgen, dass neue Gesichter an den Schaltstellen tätig werden und das Ruder in die Hand nehmen. Denn die Zukunft unseres Planeten steht auf dem Spiel!

Ein nächster Schritt kann das Volksbegehren "Rettet die Bienen" sein - Wenn Sie sich noch nicht informiert fühlen, noch nicht unterzeichnet haben, dann klicken Sie hier. Unterzeichnen können Sie wie es über 20 000 andere auch schon bis 26.Juli 2019! Dann soll der Zulassungsantrag für das Volksbegehren beim Innenministerium eingereicht werden.

Neue Gentechnik - die große Versuchung!

Technologien entwickeln sich heute schneller, als wir sie als Gesellschaft überhaupt verstehen können. Die Heinrich Böll-Stiftung möchte mit einem neuen Heft zeigen, dass sich eine lebendige und faire Debatte auch um die Risiken und Nebenwirkungen der neuen Gentechnik lohnt. Lesen Sie selbst hier

Sehr zu empfehlen ist auch der Sonderdruck anlässlich des 10 jährigen Jubiläums von Testbiotech e.V. (2019). Danke an Dr.Christoph Then für seine wichtige Arbeit. Downloaden können Sie diese Broschüre "Gentechnik und Landwirtschaft: Zwischen Utopie und Dystopie" hier

Giftige Saat -

Bauer Michel bricht auf seinem Hof zusammen; es wird Leukämie festgestellt. Sein alter Freund Guillaume, Parlamentsabgeordneter, wird durch den Vorfall stark motiviert: Endlich will er sich für einen Gesetzesentwurf gegen das Pestizid einsetzen, das Michel stets verwendete. - 2018 wurde Jean-Xavier de Lestrades Mini-Serie beim Fernsehfilm-Festival von La Rochelle prämiert. Zu sehen ist dieser 6 teilige Krimi aus Frankreich in der arte mediathek bis 26.Juli

Dazu passt auch diese Meldung: "Glyphosat – das meist verwendete Pestizid der Welt – ist angezählt. Will die Industrie ihr Ackergift auch nach 2022 in der EU vermarkten, muss sie schon in den nächsten Monaten einen Antrag auf Wiedergenehmigung stellen. Der Zeitpunkt könnte für die Hersteller nicht ungünstiger sein.Wissenschaftliche Arbeiten liefern weitere Belege für Gefahren durch glyphosathaltige Spritzmittel. Bayer verliert in den USA eine Klage von Krebsopfern nach der anderen. Auch in Australien wurde nun die erste Schadensersatzklage eingereicht. mehr aktuelle Infos zum Thema  "Glyphosat ist angzählt..." finden Sie hier

Wer mehr über die aktuelle Entwicklung im Kampf europäischer Regierungen gegen Glyphosat wissen möchte, klickt hier.

"Nachdem Frankreich bereits mehrere Insektengifte, wie das gesundheitsschädliche Thiacloprid, im nationalen Alleingang verboten hat, wird mit einem Glyphosat-Verbot in Östereich die Position der Bundesregierung immer absurder: Sie behauptet, dass europäisches Recht das Verbot von in der EU genehmigten Pestiziden nicht zulässt. Wir fordern von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sich jetzt nicht länger hinter vermeindlichen Hürden aus dem EU-Recht zu verstecken und einen Vorstoß für ein deutsches Glyphosat-Verbot in den Bundestag einzubringen." Umweltinstitut München 

Ist das noch zu toppen? Klöckner und NESTLE

Furore machte vor Pfingsten ein unsäglicher entlarvender Video-Clip, in dem Frau Klöckner gemeinsam mit dem Nesté-Chef auftritt. Dort betreibt sie in kaum vorstellbarer Form Schleichwerbung für einen internationalen Großkonzern und lobt ausgerechnet den Nestle Konzern. Während Großbritanien dem Zucker wirkungsvoll den Kampf angesagt hat, kündigt Nestlé eine Zucker-Reduktion von 5 % an - gemessen am Volumen von 78 % macht das 72 % Zucker, was immer noch mit großem Gesundheitsschaden vor allem bei Kindern verheerende Auswirkungen hat. Dieser Vorgang ist nicht nur peinlich, sondern auch ein Anschlag auf die zarte Körper unserer Kinder und Enkelkinder.

Es ist mal wieder nicht auzuhalten - oder besser gesagt nur mit hartem Humor! Sehen Sie selbst

Es kann nicht sein, dass ausgerechnet eine Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft offen und ungeniert einen weltweit agierenden Großkonzern bewirbt, der in sogen. unterentwickelten Ländern buchstäblich den Menschen das (Grund-)Wasser abgräbt und anschließend diesen Menschen ihre eigenes Geld in Plastikflaschen verkauft.

"Julia von Nestlè" : Es kann nicht sein, dass ausgerechnet eine Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft offen und ungeniert einen weltweit agierenden Großkonzern bewirbt, der maßgeblich an der Vernichtung von Regenwäldern beteiligt ist, um auf den abgeholzten Flächen Palmöl anzubauen, das wiederum in Nestlés Produkten wie Kitkat steckt. Das Unternehmen versprach Besserung, schuf Standards zum Schutz der Wälder und kündigte an, seine Lieferanten besser zu kontrollieren. Den gesamten Palmöleinkauf bis zur Plantage zurückverfolgen kann Nestlé nach eigenen Angaben aber noch immer nicht. Und dann wäre noch das mit den gloablen Raubzügen von Trinkwasserquellen: Nestle gräbt nicht erst seit gestern in Ländern des Südens buchstäblich den Menschen das (Grund-)Wasser ab, um es dann anschließend sehr verteuert in Plastikflaschen zu verkaufen.

Wer sich mehr über die Praktiken eines der größten Lebensmittelkonzerne der Welt informieren möchte, klickt hier und wer mehr über das dreckige GEschäft mit dem Lebensmittel Nr. 1 Wasser sehen möchte, gibt bei youtube mal die Stichworte "Wasser und Nestle" ein.

Monsanto und seine Spitzel - Gift für die Demokratie

Die Wahrheit wird es ans Tageslicht bringen - auch wenn der unbeliebte und nicht entlastete Chef von BAYER beschönigend die Öffentlcihkeit beruhigt... Die SZ berichtet heute, dass "PR-Agenturen ... im Auftrag von Monsanto Listen mit Kritikern des Konzerns geführt haben. Nun gibt Bayer bekannt, dass das längst nicht nur in Frankreich, sondern auch etwa in Deutschland, Italien oder den Niederlanden geschah." Doch lesen Sie hier die ganze Meldung!

Wer humorvoll verpackt haben will, schaltet in Minute 6:20 der heute show vom 17.Mai: "Glyphosat sumsumm, bringt uns alle um"