Ausgewählte Nachrichten

1.Juli: 13 Forderungen an die EU-Ratspräsidentschaft

Unter dem Motto "Die EU zukunftsfähig machen" hat der Deutsche Naturschutzring gemeinsam mit weiteren Mitgliedsorganisationen 13 Forderungen an die die deutsche EU-Ratspräsidentschaft für einen sozial-ökologischen Umbau Europas gestellt. Bitte machen Sie sich schlau, denn die Bienen, Bauern und alle VerbraucherInnen weltweit verdienen nicht erst seit Corona eine andere Umwelt, Wirtschafts- und Friedenspolitik

Gene Drive: Stopp der Risikotechnologie gefordert

Stimmen zur Gene Drive Technologie: Thomas Radetzki, Vorstandsvorsitzender der Aurelia Stiftung kommentiert: „Die Vielfalt der Arten, auch der Bienen und ihrer Lebensräume, ist in existenzieller Weise bedroht. Die Gene Drive Technologie könnte massiv in diese bereits geschädigten Ökosysteme eingreifen. Ihre Risiken sind offenkundig. Die Anwendung der Technologie widerspricht daher dem Vorsorgeprinzip, das sowohl in der EU als auch international die Grundlage für das Naturschutzrecht bildet.“

Mareike Imken von Save Our Seeds und Initiatorin der europäischen Kampagne „Stop Gene Drives“: „Die von Gene Drive Organismen ausgehenden Umwelt- und Gesundheitsrisiken sind nicht ansatzweise erforscht. Eine Vorhersage, Eingrenzung oder Umkehrung ihrer Effekte in der Natur sind unmöglich. Deshalb ist bereits ihre Erforschung riskant: schon wenige Gene Drive Organismen, die aus dem Labor entkommen, können eine unkontrollierbare gentechnische Kettenreaktion in der Natur auslösen. Ein Moratorium gibt uns die Zeit, offene Fragen zu klären und fehlende Regularien und Entscheidungsmechanismen zu etablieren. Vorher sollte niemand auf der Welt diese Risikotechnologie nutzen.“

„Der Verlust an Biodiversität ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Es ist daher unverantwortlich, Arten und Ökosysteme weiteren Risiken auszusetzen. Eine Freisetzung von Gene Drive Organismen in die Natur ist mit enormen Risiken verbunden und erfordert eine viel umfangreichere Technikfolgenabschätzung, Risikobewertung und Überwachung, als das in Europa und in vielen anderen Ländern aktuell gesetzlich vorgeschrieben wird. Da eine grenzüberschreitende, effektive Kontrolle der Ausbreitung von Gene Drive Organismen nicht möglich ist, gibt es nur eine Möglichkeit: ein weltweites Moratorium“, erläutert Undine Kurth, Vizepräsidentin des Deutschen Naturschutzrings als Mitunterzeichnerin des Briefes.

Wie grün ist den Grünen die grüne Gentechnik?

Derzeit fällt aufgrund der Corona- und der Tönnies-Berichterstattung ein wichtiges politisches Thema und Handlungsfeld in den Hintergrund. Theo Düllmann (Bündnissprecher) und Franz Häußler (Bioland und AbL -Vorstandmitglied BW) Wir bitten Sie deshalb wichtige Infos bei unseren Freunden aus Ulm anzuklicken www.genfrei-ulm.de 

Sie werden auch gleich sehen, dass es auf der Page dieses Bündnises wertvolle Dokumente und Filme zu lesen und zu sehen sind.

Wie Deutschlands Gärten versteinern

"Gärten des Grauens - so nennt der Biologe Ulf Soltau die zugeschotterten Vorgärten. Ein großer Trend in deutschen Wohnsiedlungen: Granit und Kalkstein statt Büsche und blühende Stauden.Der Insektenkundler Thomas Schmitt vom Senckenberg-Institut in Müncheberg warnt:Wenn alle Gärten so aussehen würden, dann wären unsere Siedlungen ein völlig insektenfeindlicher Raum." planet e 21.06.2020...Doch schauen Sie die neueste planet e - Sendung selbst an

 

Bienenfreundliche Pflanzen vermeiden...

Neulich ist uns ein Bericht auf utopia aufgefallen, der uns zeigt, welch bienenunfreundliche Pflanzen gedankenlos in unseren Gärten, Vorgärten und auf unsere kommunalen Flächen gepflanzt werden. Aus Unverständnis, Unwissen oder auch aus Ignoranz gegenüber den anderen GartenbewohnerInnen.

Wenn du die richtigen Pflanzen in deinem heimischen Garten einsetzt, kannst du viel für Honig- und Wildbienen tun. In dem Artikel soll es jedoch nicht um bienenfreundliche Pflanzen gehen, sondern genau um das Gegenteil: Dort heißt es: Wir zeigen dir zehn Pflanzen, die absolut bienenunfreundlich sind und ihnen keinen Mehrwert bieten. Doch lesen Sie hier weiter! Was haben Forsythien, Geranien, Rotklee, Flieder, Pfingstrosen, Magnolien..gemeinsam? Lesen Sie hier weiter!

Wir können darüber hinaus Petitionen unterzeichnen z.B. von Inkota bei der es um den Export von Pestizidwirkstoffen, die in der EU aufgrund von Gefahren und Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht genehmigt sind, geht.

Oder wir schauen mal auf die Homepage von proBiene.de, um uns z.B. über den Brief an unsere Wissenschaftsministerin Frau Th.Bauer zu informieren. Thema:  "Eine Reihe von Grünen-Politiker*innen fordern eine neuerliche Debatte zu so genannten neuen Gentechnologie-Verfahren. Wir haben in einem offenen Brief an die beiden baden-württembergischen Grünen-Politikerinnen und Unterzeichnerinnen des Aufrufs, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Bundestagsabgeordnete Anna Christmann, heute davor gewarnt. Hier können Sie den Wortlaut lesen!

Corona-Zeit - Bildungs-Zeit!

Wir wollen diese informative Dokumentation von V.Thun nochmals empfehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Landwirtschaft wollen wir und welche bekommen wir? Wie nachhaltig, wie umweltfreundlich, wie regional, wie tierfreundlich und wie preiswert? Zurzeit wird in Brüssel über diese Fragen verhandelt und entschieden. Es geht um die Reform der Agrarpolitik in der EU und damit über weitreichende Weichenstellungen für die deutsche Landwirtschaft. Welche Haltung haben deutsche Politiker dazu?

Bericht über den Zustand der Artenvielfalt

Kennen Sie Leopoldina? Haben Sie schon mal in den Medien etwas von Leopoldina gehört? Leopoldina ist die Institution, in der die besten WissenschaftlerInnen Deutschland zusammenarbeiten, um die Bundesregierung in den großen Fragen der Menschheit Rat zu geben. Und die hat dieser Tage einen beeindruckenden Band zum Zustand der Artenvielfalt vorgelegt. Beziehungsweise: der Band ist vor allem erschreckend. Professor Detlev Drenckhahn war der federführende Autor des Bands. Hier erklärt er, wie es um die Artenvielfalt in Deutschland wirklich steht – und was jede*r einzelne von uns tun kann, um Bienen, Insekten, Feldvögeln und Co eine bessere Überlebenschance zu ermöglichen.
Herr Drenckhahn, wie beurteilen Sie den Zustand der Artenvielfalt?
Weltweit ist die Situation sehr bedenklich. Das Artensterben hat eine sehr hohe Rate an für immer aussterbenden Arten. In den letzten 30 Jahren sind weltweit rund 30 Prozent und in weiten Teilen Europas bis zu drei Viertel der Insektenmenge zurückgegangen. Insekten sind mit 70 bis 80 Prozent die artenreichste aller Tiergruppen, die an Bodenbildung, Bodenfruchtbarkeit, Bestäubung, oder als Grundlage der
Nahrungsketten vieler höherer Tierarten Schlüsselfunktionen einnehmen. Das Insektensterben kann daher als Abbild eines bedenklichen Niedergangs der gesamten Biodiversität gewertet werden.

...und in Deutschland?
Das ist in Deutschland genauso. Hier wurden zuerst die massiven Verluste an Insekten beschrieben und das geht unvermindert so weiter allen in den letzten zehn Jahren sind noch einmal 30 Prozent an Insektenverlusten hinzugekommen.
Lesen Sie - alles über die Gründe dieser Entwicklung - z.B. über den Anteil der LW, der 80% beträgt ....den 85 Prozent des globalen Stickstoff- und Phosphatverbrauchs mit seinen schädlichen Auswirkungen auf Landökosysteme, Gewässern und Meeren beruht auf dem Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft und etwa 300 bis 400 Millionen Tonnen an chemischen Pestiziden,

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Nette Fotos für ein tolles Image

Regionale Versorgung ist super und prima fürs Klima. Damit wirbt jetzt auch eine Kampagne des Ministeriums für Ländlichen Raum. Aber: Was genau hat das mit der exportorientierten Massenproduktion in Megaställen zu tun, wie sie im Ländle gang und gäbe ist?...."...Seit Jahrzehnten setze die Landwirtschaftspolitik vor allem auf Wachstum und Export. Wer viel Land hat, bekommt mehr Geld von der EU. Thomas kommentiert: "Die Bauern produzieren so viele Erdbeeren, so viel Milch, so viel Schweinefleisch – das ist für den Export. Man importiert Futtermittel aus Übersee, verkauft das Schweinefleisch nach China, und am Ende behalten wir nur die Scheiße und haben Nitrat im Wasser." Doch lesen Sie selbst hier

 

20.Mai - Welt-Bienentag! Sammeln wir Unterschriften! 1 Million bis September 2020

Doch hören wir erst mal Bodo Wartke zu - von 38:00 bis 42:00 hier über Insekten.Und jetzt gehts um die Bienen und Bauern! Seit Monaten werden europaweit Unterschriften unter die EBI "Bienen und Bauern retten" gesammelt! Denn wir müssen es immer wieder sagen:  innerhalb von nur 75 Jahren ist die Hälfte der Insekten von unserem Planeten verschwunden. In dieser EBI (Europ.Bürgerinitiative) fordern auch wir mit vielen anderen aus der Zivilgesellschaft ein EU-weites Verbot von Pestiziden und den Umstieg auf eine kleinbäuerliche und naturverträgliche Landwirtschaft. Denn ein Hauptgrund für das dramatische Insektensterben ist die industrielle Landwirtschaft mit ihrem massiven Einsatz von Ackergiften. Unterzeichnen Sie hier!

Neues aus Südtirol - neues von Alexander Schiebel

Eines Morgens erwache ich und erfahre, dass ich vor Gericht gestellt werden soll. Weil ich ein Buch und einen Dokumentarfilm über ein kleines Dorf in Südtirol gemacht hatte, in dem Menschen sich gegen Pestizide eingesetzt hatten. 

Wegen meines Buches war ich vom Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft (Arnold Schuler) und vom Südtiroler Bauernbund und von 1.600 Obstbauern angezeigt worden. Und die Staatsanwaltschaft hatte danach tatsächlich Anklage erhoben. Und nun werde ich also in Bozen vor Gericht stehen. Wegen „erschwerter übler Nachrede“.

Und das wird hohe Anwalts- und Gerichtskosten verursachen. Zehntausende von Euros noch vor dem ersten Verhandlungstag. Kosten, die in Italien nicht einmal dann zurückerstattet werden, wenn ich am Ende gewinnen sollte.

Doch ob ich gewinnen werde oder nicht ist noch fraglich. Die Interessen der Bauern- und Tourismuslobby dominieren weite Teile der Südtiroler Gesellschaft und Institutionen.

Sollte ich verlieren, droht mir sogar eine Haftstrafe; es kommen dann noch höhere Kosten für das Verfahren vor höheren Instanzen und Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe auf mich zu. Wenn z.B. Tausende von Bauern als Nebenkläger auch nur 1.000 Euro als Schadensersatz zugesprochen bekämen.

Und ich bin nicht der Einzige der vor Gericht stehen wird.

  • Auch gegen einen Aktivisten vom Umweltinstitut München, Karl Bär, wurde Anklage erhoben.
  • Ebenso gegen den gesamten Vorstand des Umweltinstituts München.
  • Und schließlich sogar gegen meinen Verleger vom oekom Verlag: Jacob Radloff.

Ich wurde angezeigt, weil ich geschrieben hatte, 

  • dass die Pestizidwolken der Obstbauern die Gesundheit ihrer Nachbarn schädigen und Menschenleben kosten werden … 
  • und dass – wer diese Fakten vorsätzlich ignoriert – daran eine Mitschuld trägt.

Ohne Frage: Der Prozess gegen meine Mitangeklagten und mich ist ein Anschlag auf das Recht der freien Äußerung und Verbreitung von Meinungen.

Doch der eigentliche Skandal ist noch größer. Er liegt in jenem (weitgehend unbemerkten) Prozess, der zu solchen Prozessen führt und der dafür verantwortlich ist:

  • dass die Pharmaindustrie gefährliche Produkte gegen besseres Wissen im Markt hält,
  • dass die Öffentlichkeit systematisch und vorsätzlich über deren Gefahren belogen wird,
  • und dass auf Kritiker seit Jahrzehnten und in allen Teilen der Welt – mit SLAPP’s, sogenannten strategic lawsuits against public participation oder jusristischen Ohrfeigen, eingedroschen wird.

Ich bin weder der Erste, noch Letzte der mundtot gemacht werden sollte. Schon Rachel Carson, die mit ihrem Buch „Der Stumme Frühling“ zu den Impulsgebern der grünen Bewegung zählte und als erste auf die Gefahren von DDT hinwies, wurde und wird über ihren Tod hinaus durch eine beispiellosen Rufmordkampagne diffamiert. 

Und in manchen Ländern der Erde kämpfen Aktivisten und Journalisten nicht nur um ihren Ruf oder um ihr wirtschaftliches Überleben, sondern tatsächlich um ihr Leben.

Von diesen Repressionen erzähle ich im „Prozess“ – und ebenso von den systematischen Kampagnen der Pharmaindustrie zur Desinformation der Öffentlichkeit.

Doch wo Gefahr ist, da wächst das Rettende auch …

Wir sind gerade dabei unsere europäischen Netzwerke zu aktivieren. 

Unser Plan: Wir wollen den Gerichtsprozess umdrehen. 

  • Ihn zu einer Veranstaltung machen, in der wir den öffentlichen Nachweis erbringen werden, dass Pestizide so gefährlich sind, wie wir behauptet haben. 
  • Ja mehr als das: dass die Verantwortlichen nicht nur wegschauen, sondern sogar (aktiv fabrizierte und vorsätzlich in Umlauf gebrachte) Lügen verbreiten. (Dass die Pharma- und Agrarlobby die genau gleichen Techniken anwendet, die von der Tabakindustrie entwickelt wurden, um ihr Produkt wider besseres Wissen im Markt zu halten. Techniken, die zur Zeit auch von der Erdölindustrie mit großem Erfolg eingesetzt werden, um Zweifel am Klimawandel zu schüren.)
  • Wir werden den Nachweis erbringen, dass die Pestizidwirtschaft ihre Kritiker seit Jahrzehnten systematisch verfolgt und zu vernichten versucht. 

Denn die Zeiten, wo man in Europa damit durchkommt, sind hoffentlich vorbei. 

Und sehr bald werden sie auch in allen anderen Regionen der Erde vorbei sein.

Hoffentlich... Bestellen Sie jetzt schon Alexander Schiebels neues Buch, das bald im oekom Verlag erscheinen soll: Titel: "Der Prozess - gegen eine Wirtschaft, die tötet.."