Bienensterben und kein ENDE!?

1. Neue Bienengifte: Die Klage gegen das BVL des Umweltinstituts München war erfolgreich! Am 12.4. wurde diese Klage vor dem Verwaltungsgericht in Braunschweig verhandelt: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) muss Informationen über Zulassungsanträge für die neuen Insektengifte Flupyradifuron und Cyantraniliprol offenlegen. 

Das Urteil ist ein bahnbrechender Erfolg! Es zwingt die Behörden zu mehr Transparenz gegenüber der Zivilgesellschaft. Die Zerstörung der Ökosysteme betrifft uns alle. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass auch alle wissen dürfen, ob Behörden an der Zulassung neuer Pestizide arbeiten. Mehr Infos mit allen Unterlagen zur Klage hier

2. Die Europäische Kommission will in den kommenden Wochen endlich über das Verbot von Bienenkiller-Pestiziden abstimmen lassen. Höchste Zeit! Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat die tödliche Gefahr dieser Pestizide für Bienen gerade erst bestätigt. Die EU-Kommission plant ein weitreichendes Verbot von Neonikotinoiden -- den berüchtigten Bienenkiller-Pestiziden. Dieses Verbot wäre ein Meilenstein für den Bienenschutz! Doch der Vorschlag der EU-Kommission benötigt die Zustimmung der Mitgliedsstaaten. Und eines ist klar: Konzerne wie Bayer, die riesige Umsätze mit den gefährlichen Pestiziden machen, werden jetzt alles in Bewegung setzen, um das geplante Verbot zu verhindern. Wir wollen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen dagegen halten. Unterzeichnen Sie bitte heute noch die Petition, die bereits von über 500 000 Menschen unterschriueben wurde. Ein Klick hier genügt!! Auch das Umweltinstitut sammelt Unterschriften für den Platzverweis für Bienengifte - Klicken Sie hier

Ein neuer Trend auch in Deutschland?? Rent-a-bee: Mit Mietbienen gegen Obstnotstand - aber nicht gegen die "PESTizid-Mafia"!! In den USA ist es längst eine rentabler Geschäftsidee, in Deutschland wächst die Branche stetig: Immer mehr Start-ups bieten Honigbienen zur Miete an. Vor allem Städter reizt der Gedanke, den Honig fürs Frühstück selbst zu produzieren. Doch während in den Metropolen die Population zunimmt, geht das Bienensterben auf dem Land weiter. Hier werden immer häufiger Miet-Bienen eingesetzt, um Felder und Obstbäume zu bestäuben. Alle Experten betonen die Systemrelevanz der Bienen für die Landwirtschaft, und dennoch unterstützt die Politik die Zulassung weiterer Pflanzen- und Bienengifte.  Hier können Sie die Sendung bzw. den Beitrag "Rent-a-Bee" anschauen ab Minute 6:06 - 14:50