Giftanschlag im Vinschgau/Südtirol - Solidarität mit Ägidius W.

TATORT Südtirol: Giftanschlag mit Glyphosat auf Apfelplantage eines Biobauern

Vor wenigen Tagen - auf dem Höhepunkt der Ernte - hat Ägidius Wellenzohn seinen Augen nicht getraut: verwelkt wirkendes Gras unter seinen Bäumen und braunes Blattwerk. Kurze Zeit später war der Boden mit vorzeitig herabgefallenen Äpfeln bedeckt. Eine Untersuchung eines von der Genossenschaft beauftragten Instituts aus Bergamo  ergab einen erschreckend hohen Glyphosatgehalt von 0,22 mg/kg am Apfel. Damit sind die Äpfel von über 500 Bäumen ungenießbar, für den Verzehr verboten und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Was die Familie Wellenzohn nicht für möglich hielt, hat sich bestätigt: Sie und ihre Apfelanlage wurde Opfer einer kriminellen Aktion - mutwillig von fremder Hand durchgeführt. Die 1,5 ha große Anlage hat die Familie Wellenzohn im Laufe der Jahre von drei Seiten mit Meter hohen Hecken gegen die giftige Abdrifte seiner Nachbarn geschützt. So konnten sich mittlerweile viele Insekten und Vögel, die wesentliche Bestandteile eines ökologische Gleichgewicht sind, in diesen Hecken wohl fühlen.

Der wirtschaftliche Schaden dieses Anschlags ist für den Biobauern enorm, denn alle 500 Bäume müssen gerodet werden. Seit über 20 Jahren arbeitet Ägidius Wellenzohn ohne Gift und Düngemittel. Dieser Anschlag mit dem krebserregenden Supergift Glyphosat zerstört nicht nur ganz bewusst seine Bäume, Wiesen und Böden...."Ich soll bestraft werden für mein Engagement für ein pestzidfreies Oberes Vinschgau rund um Mals." Ägidius W. ist einer von vielen der Malser Bewegung für eine pestzidfreie Landwirtschaft erreichen. "Das Wunder von Mals" darf es nach Ansicht des Südtiroler Landesrates für Landwirtschaft und der Apfel-Plantagenlobby nicht geben..."  In Mals wird gesagt, dass  diese Bewegung niedergeprügelt werden soll. Es soll ein Exempel statuiert werden für alle, die auf biologischen Anbau umstellen wollen. Alle Gemeinden, die ebenfalls einen pestzidfreien Anbau in ihrer Gemeindesatzung festschreiben wollen, sollen eingeschüchtert werden. Eine Reportage des BR über den Kampf der Apfelbauern rund um Mals gegen Pflanzengift finden Sie hier

In Mals/Oberes Vinschgau wurde ein Solidaritätskonto für den Biobauern eingerichtet, auf das eine Solidaritätsspende für Ägidius W. und seine Familie einbezahlt werden kann. Denn dies ist uns allen klar: Dieser Anschlag trifft uns alle - als Biobauern oder VerbraucherIn. Bitte seien Sie großzügig: Jeder Euro hilft, denn keine Versicherung/die Genossenschaft kommt dafür auf.                                                                         

Spenden bitte an: Kontonummer: IT 57 Z 08183 58440 000303208222 - BIC (Swift-code): RZSBIT21327 Kontoinhaber: Ägidius Wellenzohn - Raiffeisen Prad am Stilfserjoch KENNWORT: Ägidius, Natur und gentechnikfrei21

Wer sich mehr über die Bewegung rund um Mals und den Kampf der Apfelbauern dort gegen das Gift Glyphosat informieren will, klickt hier