Lesenswerte Texte und Studien

Belastung der Umwelt mit Pestiziden ist gestiegen

Neue Studie: Gentechnik-Pflanzen versagen im Anbau

Die Gentechnik-Industrie argumentiert immer wieder, dass mittels Gentechnik die Umwelt geschont und Pestizide eingespart werden. Doch die Realität sieht anders aus. Eine neue Studie, veröffentlich im Wissenschaftsmagazin Science, wertete Daten aus USA aus und kam zu dem Ergebnis: Ob mit oder ohne Gentechnik, die Umweltbelastung ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Das Volumen der eingesetzten Insektengifte ist zwar zurückgegangen, aber die eingesetzten Stoffe sind wesentlich giftiger. Die WissenschaftlerInnen betonen, dass die Ergebnisse auf viele Regionen mit intensiver Landwirtschaft übertragbar sind.

Der Hauptautor der Studie, Prof. Dr. Ralf Schulz von der Universität Koblenz-Landau, fasst wie folgt zusammen: „Unsere Ergebnisse stellen die Aussage einer über die Zeit sinkenden Auswirkung von Pestiziden auf die Umwelt für konventionelle und genetisch veränderte Kulturen in Frage und belegen den Bedarf für eine globale Reduktion der ausgebrachten Toxizität von Pestiziden.“


Direkt zur Meldung der Universität: Zum Artikel der Universität Koblenz-Landau

Neuer Bericht zur Risikoprüfung von GVOs

Die EFSA sieht weg!

Der neue Bericht von Testbiotech wirft einen Blick auf die "dunkle Seite des Mondes" – auf jene Details, die von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA systematisch ausgeblendet werden. Es wird dargestellt, dass die von der Industrie eingereichten Daten zur Sicherheitsprüfung gentechnisch veränderter Pflanzen unzureichend sind und dass die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA seit Jahren nichts dagegen unternimmt, um diese Probleme abzustellen.


Lesen Sie hier die deutsche Version des Berichts von Testbiotech.

CRISPR – Nobelpreis für die Büchse der Pandora

Ein Kommentar von Dr. Christoph Then

In einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe von Ökologie und Landbau weist Testbiotech-Geschäftsführer Dr. Christoph Then mit Nachdruck darauf hin, dass die Neuen Gentechniken wie die Genschere CRISPR/Cas mit vielen Risiken verbunden sind. Er fordert daher klare Grenzen.


Doch lesen Sie selbst:
https://www.testbiotech.org/sites/default/files/Ökologie_und_Landbau_Then_2021.pdf.

Das Jahr 2019 - ein wahrlich bewegendes Jahr

Das vergangene Jahr 2019 war ein Jahr des Jugendprotestes - gekennzeichnet durch unendlich kreative Aktionen der jungen Generationen in ganz Europa. "Wenn einer allein träumt, bleibt es ein Traum. Träumen wir aber alle gemeinsam, wird es Wirklichkeit." (Dom Helder Camara, bras.Theologe 1999 gestorben). Und damit es auch eben diese von uns gewünschte Wirklichkeit wird, werden wir alle - jung oder alt, krank oder gesund, groß oder klein, hier oder dort - aktiv bleiben und weiter auf die Straßen und die Parlamente gehen, um unsere Anliegen nach einer friedlichen, klimagerechten, pestizid- und gentechnikfreien Welt immer wieder zu formulieren. Heute möchten wir Ihnen einen Gastbeitrag für die TAZ von zwei jungen Umweltaktivist:innen empfehlen.

Titel: "Ohnmächtig in der Parallelwelt".

Seit einem Jahr gehen wir auf die Straße und noch immer gibt es keine ausreichend ambitionierten Maßnahmen für den Klimaschutz. Es waren 52 Wochen, in denen die amtstragenden Politiker:innen den Mut hätten fassen können, sich der Klimakrise angemessen entgegenzustellen. Doch vollkommen konträr dazu, entfernen wir uns jeden Tag einen Schritt weiter vom Pariser Abkommen, denn das zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels verfügbare CO2-Budget schrumpft. Offenbar hat ein ganzes Jahr freitäglichen Streikens nichts verändert.

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Mobilisierung für das Volksbegehren gestoppt!

Pro Biene e.V. nimmt Stellung:  "wir haben in den vergangenen Wochen in Baden-Württemberg mit unserem Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen" richtig etwas bewegt. Noch nie haben so viele Menschen diskutiert, wie wir das Artensterben bremsen können. Nie wurde politisch mehr um Lösungen für diese riesige ökologische Misere gerungen. Dabei haben Sie uns wahnsinnig unterstützt. Nun haben wir uns in der Breite unseres Trägerkreises – zu dem proBiene, BUND, NABU, Demeter, Naturland, Slowfood, ÖDP, Fridays for Future, Arbeitgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall, GLS Bank, Naturata und Waschbär gehören – entschieden, die Mobilisierung vorerst und vermutlich bis Mitte Dezember nicht aktiv weiter zu treiben. Das Volksbegehren ist damit nicht zu Ende, es ruht.

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