Gute Argumente für gentechnikfreie Landwirtschaft

"Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind unvergleichlich komplexer als ein Kernreaktor.“

(Dr. Robert Mann, Universität Auckland, Australien)


Wir wollen Genfood nicht essen und wir wollen nicht in Nachbarschaft mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) leben. Wir wollen, dass die Landkreise LB und WN gentechnikfrei bleiben.


Die Genfood-Industrie behauptet:

"Mit GVO kann man Gift sparen und hat höhere Erträge"

Wir meinen:

  1. GVO benötigen mehr Herbizide. Deshalb haben sie auch mehr Herbizidrückstände. Diese nimmt man mit der Nahrung zu sich und hat sie in seiner Umgebung.
  2. GVO haben geringere Erträge.
  3. GVO sind nicht koexistenzfähig – einmal in freier Natur sind sie nicht mehr rückholbar.
  4. GVO zeigen in Mehrgenerationsversuchen bei Tieren erschreckende Ergebnisse.
  5. GVO sind ein nicht kalkulierbares Risiko für die Umwelt, die Menschen und unser gesamtes Ökosystem.
  6. GVO sind in ihrer Substanz nicht äquivalent zu Konventionellen. Ein artfremdes Gen kann 5 Prozent der vorhandenen Gene verändern bzw. ausschalten.

GVO Konzerne nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau

"Golden Reis" zum Beispiel soll angeblich vor Erblindung schützen.

Dafür wäre ein täglicher Konsum von 4 kg pro Mensch nötig. Mit einigen Karotten am Tag kann man Vitamin A-Mangel leichter lösen.

Monsanto gibt an: “Glyphosat baut sich innerhalb weniger Stunden ab.“

Untersuchungen in Dänemark besagen das der Glyposatgehalt im Grundwasser Besorgnis erregend angestiegen ist.


Es gibt keine Vorlage um sich vorzustellen was alles furchtbar schief laufen kann

  • Das Gen des Insekten-Lektins (GNA-Protein) aus der Schneeglöckchenzwiebel erwies sich in 800-facher Dosierung bei der Verfütterung an Säugetiere als absolut ungefährlich, aber 1/800 davon in der GVO-Kartoffel führte bei der Verfütterung bei Ratten zu einem kleineren Hirn, einem kleineren Herz, einer Veränderung des Darms und der Ausscheidungsorgane.
  • Bisher ist die genaue Wirkung der Mechanismen, mit denen bei Pflanzen und Tieren das Erbgut verändert wird, unklar. Immer wieder tauchen bei Gen-Pflanzen unerwartete Eigenschaften auf.

Hier die Argumentationslinie der Kampagne "Genfood – Nein Danke":

  • "Freigesetzte GVO schaden der Umwelt.
    Bereits jetzt zeigt sich, dass der Gen-Pflanzenanbau zu Artenrückgang führt und neue resistente „Super-Unkräuter“ entstehen.
  • Von Gen-Pflanzen produzierte Gifte reichern sich im Boden an.
  • Forscher haben noch nicht geklärt, wie sich der Verzehr von GVO langfristig auf die menschliche Gesundheit auswirkt.
    Es hat keine Versuche gegeben. Somit werden alle Konsumenten zu Testpersonen gemacht.
  • Besonders bedenklich sind die Antibiotika-Resistenzen, die in viele bisher entwickelten Gen-Pflanzen eingebaut wurden.
    Sie können auf Bakterien übergehen und resistente Keime hervorbringen.
  • Sind GVO ausgebracht, lassen sie sich nicht einmal mit extrem großem Aufwand aus der Umwelt entfernen.
    Schon bei einem geringen Ausmaß an Genpflanzen-Anbau können die Verbraucher nicht mehr frei wählen, was sie essen. Denn Pollenflug und Verunreinigungen im Saatgut erschweren einen gentechnikfreien Anbau gleichartiger Pflanzen ganz erheblich.
  • Der Bio-Anbau wird durch die Gen-Pflanzen in Frage gestellt.
    Werden in Bio-Produkten nur Spuren von Gentechnik weit unterhalb der erlaubten Verunreinigungen gefunden, sind die Produkte für die Verbraucher nicht mehr „bio“.
  • Es gäbe sehr schnell keinen gentechnikfreien Honig mehr.
  • Die seit April 2004 geltende neue Kennzeichnungsregelung der EU hat immer noch Lücken.
    Fleisch, Milch, Käse und Eier von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden. Dies gilt auch für Enzyme, Aromen et cetera, die mit Hilfe gentechnisch manipulierter Mikroorganismen erzeugt wurden. Hier kann der Verbraucher nicht frei entscheiden, da er die Gentechnik nicht erkennt.
  • Die behaupteten wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile der Gentechnik in der Landwirtschaft konnten nicht belegt werden.
    Im Gegenteil: Es mehren sich die Berichte von geringeren Erträgen und empfindlicheren Pflanzen."

Quelle: www.genfoodneindanke.de


Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 24.11.2010: "Genbauer sein" ist kein Grundrecht!

Das Bundesverfassungsgericht begründet seine Entscheidung unter anderem mit folgenden Feststellungen:

„Mit der Möglichkeit, gezielt Veränderungen des Erbgutes vorzunehmen, greift die Gentechnik in die elementaren Strukturen des Lebens ein. Die Folgen solcher Eingriffe lassen sich, wenn überhaupt, nur schwer wieder rückgängig machen. Die Ausbreitung einmal in die Umwelt ausgebrachten gentechnisch veränderten Materials ist nur schwer oder auch gar nicht begrenzbar".

Außerdem wird festgestellt, dass der Schutz vor Gentechnik dem Gemeinwohl dient:

„Der Gesetzgeber verfolgt mit den angegriffenen Regelungen legitime Ziele des Gemeinwohls, ...".

Die Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts können Sie hier nachlesen.